Mehr Frauen in den Verwaltungsräten

ShortId
08.510
Id
20080510
Updated
10.04.2024 18:54
Language
de
Title
Mehr Frauen in den Verwaltungsräten
AdditionalIndexing
15;Gleichstellung von Mann und Frau;Frauenquote;Aktiengesellschaft;Frauenförderung;Verwaltungsrat;parastaatliche Verwaltung;öffentliches Unternehmen
1
  • L05K0703040105, Verwaltungsrat
  • L04K01010401, Frauenförderung
  • L05K0101040101, Frauenquote
  • L04K05020305, Gleichstellung von Mann und Frau
  • L06K070303010101, Aktiengesellschaft
  • L05K0806011001, öffentliches Unternehmen
  • L04K08060110, parastaatliche Verwaltung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die gegenwärtige Finanzkrise zeigt, was passiert, wenn jene Marktkräfte unkontrolliert spielen, die keine externe Aufsicht haben, und die staatlichen Instanzen aus ideologischen Gründen ausgeschaltet werden. Sie zeigt auch klar, dass die Männergremien in den Führungsetagen zunächst für sich selbst wirtschaften und später dann das eigene Versagen von allen ausbaden lassen.</p><p>Deshalb fordere ich mit der parlamentarischen Initiative, dass Verwaltungsräte von börsenkotierten Gesellschaften und von Gesellschaften mit Bundesbeteiligung zukünftig mindestens zu 30 Prozent mit Frauen respektive Männern besetzt werden. Bis jetzt ist nur knapp jede zehnte Person in einer Unternehmensleitung eine Frau. Managerinnen erzielen aber eine rund 10 Prozent höhere Rendite und 48 Prozent höhere Marge als der Branchendurchschnitt. Das belegt die 2007 erstellte McKinsey-Studie "Women matter". Frauen pflegen generell den nachhaltigeren Umgang mit den Finanzen. Das beweist die Schweizer Studie von Zimmermann und Höchle vom Mai 2008, in der sie 40 000 Depots von Kunden und Kundinnen untersuchten. Managerinnen den Weg zur Unternehmensspitze mit gezielten Massnahmen nicht zu ebnen ist also nicht nur eine unternehmerische Dummheit, sondern auch volkswirtschaftlich katastrophal, wie die gegenwärtige Finanzkrise zeigt. Deshalb braucht es die verbindliche Geschlechterquote im Management eines jeden Unternehmens; Norwegen hat hier bereits vorgespurt.</p><p>Die Ex-Chefin der Schweizer Börse, Frau Antoinette Hunziker-Ebneter, bringt es auf den Punkt: "Ich sage das nur ungern, doch mittlerweile bin ich so weit, dass ich eine Frauenquote für den Verwaltungsrat fordere, in einer Übergangsphase mindestens 30 Prozent. Es bewegt sich sonst einfach zu wenig. Der Wettbewerb ist hart. Wir brauchen jede qualifizierte Frau" ("Bilanz", 10. Oktober 2008).</p>
  • <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>In Verwaltungsräten von an der Schweizer Börse kotierten Gesellschaften und von Gesellschaften mit Bundesbeteiligung müssen mindestens zu 30 Prozent Frauen respektive Männer vertreten sein. Übergangsbestimmung: Diese Quoten müssen spätestens fünf Jahre nach Inkrafttreten dieser Bestimmung erfüllt sein.</p>
  • Mehr Frauen in den Verwaltungsräten
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die gegenwärtige Finanzkrise zeigt, was passiert, wenn jene Marktkräfte unkontrolliert spielen, die keine externe Aufsicht haben, und die staatlichen Instanzen aus ideologischen Gründen ausgeschaltet werden. Sie zeigt auch klar, dass die Männergremien in den Führungsetagen zunächst für sich selbst wirtschaften und später dann das eigene Versagen von allen ausbaden lassen.</p><p>Deshalb fordere ich mit der parlamentarischen Initiative, dass Verwaltungsräte von börsenkotierten Gesellschaften und von Gesellschaften mit Bundesbeteiligung zukünftig mindestens zu 30 Prozent mit Frauen respektive Männern besetzt werden. Bis jetzt ist nur knapp jede zehnte Person in einer Unternehmensleitung eine Frau. Managerinnen erzielen aber eine rund 10 Prozent höhere Rendite und 48 Prozent höhere Marge als der Branchendurchschnitt. Das belegt die 2007 erstellte McKinsey-Studie "Women matter". Frauen pflegen generell den nachhaltigeren Umgang mit den Finanzen. Das beweist die Schweizer Studie von Zimmermann und Höchle vom Mai 2008, in der sie 40 000 Depots von Kunden und Kundinnen untersuchten. Managerinnen den Weg zur Unternehmensspitze mit gezielten Massnahmen nicht zu ebnen ist also nicht nur eine unternehmerische Dummheit, sondern auch volkswirtschaftlich katastrophal, wie die gegenwärtige Finanzkrise zeigt. Deshalb braucht es die verbindliche Geschlechterquote im Management eines jeden Unternehmens; Norwegen hat hier bereits vorgespurt.</p><p>Die Ex-Chefin der Schweizer Börse, Frau Antoinette Hunziker-Ebneter, bringt es auf den Punkt: "Ich sage das nur ungern, doch mittlerweile bin ich so weit, dass ich eine Frauenquote für den Verwaltungsrat fordere, in einer Übergangsphase mindestens 30 Prozent. Es bewegt sich sonst einfach zu wenig. Der Wettbewerb ist hart. Wir brauchen jede qualifizierte Frau" ("Bilanz", 10. Oktober 2008).</p>
    • <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>In Verwaltungsräten von an der Schweizer Börse kotierten Gesellschaften und von Gesellschaften mit Bundesbeteiligung müssen mindestens zu 30 Prozent Frauen respektive Männer vertreten sein. Übergangsbestimmung: Diese Quoten müssen spätestens fünf Jahre nach Inkrafttreten dieser Bestimmung erfüllt sein.</p>
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