Keine Verherrlichung der Geschwindigkeit in der Autowerbung
- ShortId
-
08.529
- Id
-
20080529
- Updated
-
10.04.2024 18:44
- Language
-
de
- Title
-
Keine Verherrlichung der Geschwindigkeit in der Autowerbung
- AdditionalIndexing
-
48;Auto;Hochgeschwindigkeitsverkehr;Werbeverbot;Werbung;Geschwindigkeitsregelung
- 1
-
- L05K1803010101, Auto
- L06K070101030205, Werbeverbot
- L04K18020402, Geschwindigkeitsregelung
- L04K18010209, Hochgeschwindigkeitsverkehr
- L05K0701010302, Werbung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Autowerbung suggeriert verschiedentlich, vor allem jugendlichen Lenkerinnen und Lenkern, dass sie dank moderner Technik nach Lust und Laune auf öffentlichen Strassen rasen können und dabei das Fahrzeug (dank ABS-Bremssystemen usw.) trotzdem bei jeder Witterung und in jeder Fahrsituation unter Kontrolle haben. Und sollte es trotzdem zu einem Unfall kommen, lässt uns diese Werbung glauben, würde man selbst eine Frontalkollision dank Sicherheitsgurten, Knautschzone und Airbags unbeschadet überstehen. </p><p>Insbesondere zahlreiche jugendliche Autolenkerinnen und -lenker haben jedoch grosse Mühe, zwischen werbewirksamen Actionszenen und physikalischer Realität auf der Strasse zu unterscheiden. Sie erliegen rasch der gefährlichen Illusion, Autofahren sei vor allem ein grosses Vergnügen, verbunden mit grenzenloser (Geschwindigkeits)freiheit. </p><p>Wenn die Autoindustrie in der Werbung Tempo und Motorenleistung in den Vordergrund rückt, dann fördert sie den gefährlichen Trend zum unvorsichtigen zu schnellen und rücksichtslosen Fahren. </p><p>Mit verbindlichen Richtlinien für die Autowerbung können wir verhindern, dass Lenker und Lenkerinnen, die ohnehin schon zum rücksichtslosen Fahren bzw. Rasen neigen, zusätzlich noch durch die Werbung zu einem risikoreichen Fahrverhalten animiert werden. Es geht dabei nicht um ein Werbeverbot für Fahrzeuge, sondern um eine effiziente Massnahme, das Prestige des risikofreudigen Fahrens - welches trotz vermehrt tödlichen Unfällen immer noch als Kavaliersdelikt geahndet wird - zu mindern und die öffentliche Verherrlichung des Schnellfahrens zu unterbinden. </p><p>Um die Wirksamkeit dieser Massnahme sicherzustellen, muss ebenfalls festgelegt werden, wie die Einhaltung der Richtlinien überprüft wird.</p>
- <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein: </p><p>Es sollen die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, damit hohe Geschwindigkeit, sportliches und schnelles Fahren als Argument bzw. Werbebotschaft in der Autowerbung unterbunden werden. Widerhandlungen sollen sanktioniert werden.</p>
- Keine Verherrlichung der Geschwindigkeit in der Autowerbung
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Autowerbung suggeriert verschiedentlich, vor allem jugendlichen Lenkerinnen und Lenkern, dass sie dank moderner Technik nach Lust und Laune auf öffentlichen Strassen rasen können und dabei das Fahrzeug (dank ABS-Bremssystemen usw.) trotzdem bei jeder Witterung und in jeder Fahrsituation unter Kontrolle haben. Und sollte es trotzdem zu einem Unfall kommen, lässt uns diese Werbung glauben, würde man selbst eine Frontalkollision dank Sicherheitsgurten, Knautschzone und Airbags unbeschadet überstehen. </p><p>Insbesondere zahlreiche jugendliche Autolenkerinnen und -lenker haben jedoch grosse Mühe, zwischen werbewirksamen Actionszenen und physikalischer Realität auf der Strasse zu unterscheiden. Sie erliegen rasch der gefährlichen Illusion, Autofahren sei vor allem ein grosses Vergnügen, verbunden mit grenzenloser (Geschwindigkeits)freiheit. </p><p>Wenn die Autoindustrie in der Werbung Tempo und Motorenleistung in den Vordergrund rückt, dann fördert sie den gefährlichen Trend zum unvorsichtigen zu schnellen und rücksichtslosen Fahren. </p><p>Mit verbindlichen Richtlinien für die Autowerbung können wir verhindern, dass Lenker und Lenkerinnen, die ohnehin schon zum rücksichtslosen Fahren bzw. Rasen neigen, zusätzlich noch durch die Werbung zu einem risikoreichen Fahrverhalten animiert werden. Es geht dabei nicht um ein Werbeverbot für Fahrzeuge, sondern um eine effiziente Massnahme, das Prestige des risikofreudigen Fahrens - welches trotz vermehrt tödlichen Unfällen immer noch als Kavaliersdelikt geahndet wird - zu mindern und die öffentliche Verherrlichung des Schnellfahrens zu unterbinden. </p><p>Um die Wirksamkeit dieser Massnahme sicherzustellen, muss ebenfalls festgelegt werden, wie die Einhaltung der Richtlinien überprüft wird.</p>
- <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein: </p><p>Es sollen die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, damit hohe Geschwindigkeit, sportliches und schnelles Fahren als Argument bzw. Werbebotschaft in der Autowerbung unterbunden werden. Widerhandlungen sollen sanktioniert werden.</p>
- Keine Verherrlichung der Geschwindigkeit in der Autowerbung
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