Kunstraub im Bundeshaus?
- ShortId
-
08.1071
- Id
-
20081071
- Updated
-
24.06.2025 23:03
- Language
-
de
- Title
-
Kunstraub im Bundeshaus?
- AdditionalIndexing
-
2831;04;Kontrolle;Staatseigentum;polizeiliche Ermittlung;Kunstwerk;Diebstahl;Schaden
- 1
-
- L05K0106030105, Kunstwerk
- L04K05070116, Staatseigentum
- L04K08020313, Kontrolle
- L06K050102010202, Diebstahl
- L05K0504010205, polizeiliche Ermittlung
- L05K0507020204, Schaden
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Der Bundesrat ist sich der Herausforderungen bewusst, die sich bei der Bewahrung und Sicherung der Bundeskunstsammlung stellen. Er nimmt Verluste, welche die Bundeskunstsammlung erfährt, ernst.</p><p>1. Die Eidgenössische Finanzverwaltung stellte vor sechs Jahren fest, dass die Inventare der Leihnehmer von Kunstwerken aus der Bundeskunstsammlung teilweise mangelhaft geführt waren. Daraufhin hat das Bundesamt für Kultur (BAK) die Kontrollabläufe neu definiert.</p><p>2. Zudem sind neue Leihverträge für die Leihnehmer erarbeitet worden, die noch in diesem Jahr eingeführt werden. Das Eidgenössische Departement des Innern prüft, ob zusätzliche Massnahmen ergriffen werden müssen.</p><p>3. Von insgesamt 20 200 Kunstwerken, die sich in der Bundeskunstsammlung befinden, ist der Standort von 411 Werken, d. h. von rund 2 Prozent, unbekannt. Erhebungen seit 1994 haben ergeben, dass im Zeitraum von 15 Jahren 46 Kunstwerke im Wert von 208 000 Franken als vermisst gelten. Im Einzelfall dürfte es sich dabei um Kunstwerke handeln, deren neue Standorte in den Inventaren der Leihnehmer nicht festgehalten worden sind. Daher kann davon ausgegangen werden, dass der Verbleib von einzelnen Werken geklärt werden kann.</p><p>4. Parallel zur zentralen Inventarführung der Bundeskunstsammlung durch das BAK ist jede Dienststelle des Bundes verpflichtet, ihrerseits ein Inventar über die Leihgaben zu führen und deren Standorte nur in Absprache mit dem BAK zu ändern. Diese Verpflichtungen werden nicht immer befolgt. Die Gründe für die Verluste sind sowohl bei den nicht ausreichenden personellen Ressourcen als auch in der mangelnden Sorgfalt der Leihnehmer zu suchen. Dies gilt es in Zukunft zu vermeiden.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Mitte März war den Medien zu entnehmen, dass der Bund über 400 Kunstwerke vermisst.</p><p>1. Wurde diese Angelegenheit untersucht?</p><p>2. Wie ist der Stand des Verfahrens?</p><p>3. Ist die Schadensumme bekannt?</p><p>4. Wie liegen die Verantwortlichkeiten?</p>
- Kunstraub im Bundeshaus?
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Der Bundesrat ist sich der Herausforderungen bewusst, die sich bei der Bewahrung und Sicherung der Bundeskunstsammlung stellen. Er nimmt Verluste, welche die Bundeskunstsammlung erfährt, ernst.</p><p>1. Die Eidgenössische Finanzverwaltung stellte vor sechs Jahren fest, dass die Inventare der Leihnehmer von Kunstwerken aus der Bundeskunstsammlung teilweise mangelhaft geführt waren. Daraufhin hat das Bundesamt für Kultur (BAK) die Kontrollabläufe neu definiert.</p><p>2. Zudem sind neue Leihverträge für die Leihnehmer erarbeitet worden, die noch in diesem Jahr eingeführt werden. Das Eidgenössische Departement des Innern prüft, ob zusätzliche Massnahmen ergriffen werden müssen.</p><p>3. Von insgesamt 20 200 Kunstwerken, die sich in der Bundeskunstsammlung befinden, ist der Standort von 411 Werken, d. h. von rund 2 Prozent, unbekannt. Erhebungen seit 1994 haben ergeben, dass im Zeitraum von 15 Jahren 46 Kunstwerke im Wert von 208 000 Franken als vermisst gelten. Im Einzelfall dürfte es sich dabei um Kunstwerke handeln, deren neue Standorte in den Inventaren der Leihnehmer nicht festgehalten worden sind. Daher kann davon ausgegangen werden, dass der Verbleib von einzelnen Werken geklärt werden kann.</p><p>4. Parallel zur zentralen Inventarführung der Bundeskunstsammlung durch das BAK ist jede Dienststelle des Bundes verpflichtet, ihrerseits ein Inventar über die Leihgaben zu führen und deren Standorte nur in Absprache mit dem BAK zu ändern. Diese Verpflichtungen werden nicht immer befolgt. Die Gründe für die Verluste sind sowohl bei den nicht ausreichenden personellen Ressourcen als auch in der mangelnden Sorgfalt der Leihnehmer zu suchen. Dies gilt es in Zukunft zu vermeiden.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Mitte März war den Medien zu entnehmen, dass der Bund über 400 Kunstwerke vermisst.</p><p>1. Wurde diese Angelegenheit untersucht?</p><p>2. Wie ist der Stand des Verfahrens?</p><p>3. Ist die Schadensumme bekannt?</p><p>4. Wie liegen die Verantwortlichkeiten?</p>
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