Postauto Schweiz im Jura bedroht

ShortId
08.3113
Id
20083113
Updated
27.07.2023 20:24
Language
de
Title
Postauto Schweiz im Jura bedroht
AdditionalIndexing
15;Randregion;Stellenabbau;regionale Wirtschaftspolitik;Postauto;Unternehmensverlagerung;Jura (Kanton)
1
  • L05K1803010105, Postauto
  • L05K0703040304, Unternehmensverlagerung
  • L07K08070102010704, Randregion
  • L05K0702030106, Stellenabbau
  • L04K07040302, regionale Wirtschaftspolitik
  • L05K0301010109, Jura (Kanton)
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Postauto Schweiz AG ist eine Konzerngesellschaft der Schweizerischen Post. Sie steht beim regionalen Personenverkehr im Busbereich vollständig im Wettbewerb mit anderen Unternehmen. Um sich in diesem Wettbewerb erfolgreich zu behaupten, braucht Postauto auch in organisatorischen Fragen unternehmerischen Handlungsspielraum. </p><p>Die Anforderungen an das Marketing bei Postauto sind gestiegen, weil sich die Rahmenbedingungen im Markt geändert haben. So werden heute auch von Bestellerseite immer höhere Anforderungen an das Marketing der Transportunternehmungen gestellt.</p><p>Gestützt auf eine fundierte Analyse wurde die neue Marketingorganisation von Postauto festgelegt. Diese neue Organisation tritt am 1. Juli 2008 in Kraft. Sie umfasst gleich viele Stellen wie heute. Allerdings werden die Ressourcen neu nur noch an fünf statt bisher an neun regionalen Standorten zusammengefasst (Bellinzona, Bern, Sitten, St. Gallen und Zürich). Zurzeit steht noch nicht fest, welcher Standort über wie viele Stellen verfügen wird.</p><p>In der Geschäftsstelle Delémont, die seit 2005 unter der Leitung der Region West in Yverdon steht, sind 40 Stellenprozente betroffen. Es werden in Delémont aber weiterhin in einem Pensum von 60 Prozent Marketingaufgaben im Rahmen verschiedener Tarifverbunde ("Vagabond", "onde verte" usw.) wahrgenommen. </p><p>Der Kanton Jura hat Postauto mit zusätzlichen Fahrleistungen betraut. Diese Leistungen werden durch rund 15 Fahrer erbracht, die von einer zusätzlichen Person geführt werden sollen. Es wird folglich eine 100-Prozent-Stelle im Betrieb der Geschäftsstelle Delémont geschaffen. Damit wird der geringe Abbau im Bereich Marketing kompensiert. Die anderen Bereiche von Postauto erfahren keine Änderung. Die regionalen Strukturen von Postauto bleiben bestehen.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>Laut verschiedenen glaubwürdigen Quellen wird erwogen, das Direct-Marketing-Center der Postauto Schweiz AG von Delsberg nach Sitten zu verlegen. Zudem könnten auch noch die Verwaltungsdienste nach Yverdon verlegt werden. Wenn diese Massnahmen tatsächlich umgesetzt werden, bedeutet das für den Jura einen Verlust von zahlreichen Arbeitsplätzen; dies umso mehr, weil Postauto in diesem Fall ihre Verträge mit dem Kanton Jura zugunsten eines regionalen Unternehmens auflösen will, wie Regierungsrat Laurent Schaffter in einem Interview mit der lokalen Radiostation erklärte.</p><p>Deshalb stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Kann der Bundesrat diese Informationen bestätigen?</p><p>2. Wenn ja, ist er nicht der Ansicht, dass Postauto eher Stellen schaffen sollte, anstatt sie zu streichen, da das "Agglomerationsprogramm Delsberg" ja eigentlich die Einstellung von rund zehn Fahrerinnen und Fahrer durch Postauto vorsieht? Wegen des Vertrags mit dem Kanton Jura erscheint es uns gerechtfertigt, zu erwarten, dass Postauto hier Arbeitsstellen schafft.</p><p>3. Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu ergreifen, damit das Direct-Marketing-Center und die Verwaltungsdienste in Delsberg erhalten bleiben und ausgebaut werden?</p>
  • Postauto Schweiz im Jura bedroht
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Postauto Schweiz AG ist eine Konzerngesellschaft der Schweizerischen Post. Sie steht beim regionalen Personenverkehr im Busbereich vollständig im Wettbewerb mit anderen Unternehmen. Um sich in diesem Wettbewerb erfolgreich zu behaupten, braucht Postauto auch in organisatorischen Fragen unternehmerischen Handlungsspielraum. </p><p>Die Anforderungen an das Marketing bei Postauto sind gestiegen, weil sich die Rahmenbedingungen im Markt geändert haben. So werden heute auch von Bestellerseite immer höhere Anforderungen an das Marketing der Transportunternehmungen gestellt.</p><p>Gestützt auf eine fundierte Analyse wurde die neue Marketingorganisation von Postauto festgelegt. Diese neue Organisation tritt am 1. Juli 2008 in Kraft. Sie umfasst gleich viele Stellen wie heute. Allerdings werden die Ressourcen neu nur noch an fünf statt bisher an neun regionalen Standorten zusammengefasst (Bellinzona, Bern, Sitten, St. Gallen und Zürich). Zurzeit steht noch nicht fest, welcher Standort über wie viele Stellen verfügen wird.</p><p>In der Geschäftsstelle Delémont, die seit 2005 unter der Leitung der Region West in Yverdon steht, sind 40 Stellenprozente betroffen. Es werden in Delémont aber weiterhin in einem Pensum von 60 Prozent Marketingaufgaben im Rahmen verschiedener Tarifverbunde ("Vagabond", "onde verte" usw.) wahrgenommen. </p><p>Der Kanton Jura hat Postauto mit zusätzlichen Fahrleistungen betraut. Diese Leistungen werden durch rund 15 Fahrer erbracht, die von einer zusätzlichen Person geführt werden sollen. Es wird folglich eine 100-Prozent-Stelle im Betrieb der Geschäftsstelle Delémont geschaffen. Damit wird der geringe Abbau im Bereich Marketing kompensiert. Die anderen Bereiche von Postauto erfahren keine Änderung. Die regionalen Strukturen von Postauto bleiben bestehen.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>Laut verschiedenen glaubwürdigen Quellen wird erwogen, das Direct-Marketing-Center der Postauto Schweiz AG von Delsberg nach Sitten zu verlegen. Zudem könnten auch noch die Verwaltungsdienste nach Yverdon verlegt werden. Wenn diese Massnahmen tatsächlich umgesetzt werden, bedeutet das für den Jura einen Verlust von zahlreichen Arbeitsplätzen; dies umso mehr, weil Postauto in diesem Fall ihre Verträge mit dem Kanton Jura zugunsten eines regionalen Unternehmens auflösen will, wie Regierungsrat Laurent Schaffter in einem Interview mit der lokalen Radiostation erklärte.</p><p>Deshalb stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Kann der Bundesrat diese Informationen bestätigen?</p><p>2. Wenn ja, ist er nicht der Ansicht, dass Postauto eher Stellen schaffen sollte, anstatt sie zu streichen, da das "Agglomerationsprogramm Delsberg" ja eigentlich die Einstellung von rund zehn Fahrerinnen und Fahrer durch Postauto vorsieht? Wegen des Vertrags mit dem Kanton Jura erscheint es uns gerechtfertigt, zu erwarten, dass Postauto hier Arbeitsstellen schafft.</p><p>3. Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu ergreifen, damit das Direct-Marketing-Center und die Verwaltungsdienste in Delsberg erhalten bleiben und ausgebaut werden?</p>
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