Weitere Fragwürdigkeiten aus dem Helikopterkauf

ShortId
08.3217
Id
20083217
Updated
27.07.2023 19:57
Language
de
Title
Weitere Fragwürdigkeiten aus dem Helikopterkauf
AdditionalIndexing
09;Leistungsauftrag;Militärflugzeug;Waffenhandel;Hubschrauber;Rüstungspolitik
1
  • L05K1804010302, Hubschrauber
  • L04K04020404, Militärflugzeug
  • L03K040202, Rüstungspolitik
  • L04K04020205, Waffenhandel
  • L05K0806010105, Leistungsauftrag
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Mit Brief vom 21. Februar 2005 an den unterlegenen Anbieter Agusta in Italien fasst Armasuisse die Schlussfolgerungen des Evaluations-Teams wie folgt zusammen: </p><p>"Beide Kandidaten sind exzellente Produkte und erfüllen die Anforderungen als Ersatz der Alouette-3-Helikopter. </p><p>Der A 109 LUH von Agusta verfügt über Vorsprung in der Erfüllung der Anforderungen für Transport-Aufgaben. Der Helikopter Ihres Konkurrenten (EADS) ist stärker (more effective) in der Aufgabe als Trainings-Gerät namentlich unter Berücksichtigung der Charakteristiken und der Konfiguration der Schweizer Cougar-Helikopter. </p><p>Der Chef der Armee, der Chef der Luftwaffe und der Rüstungschef wurden über die Ergebnisse der Evaluation vom 19. Februar 2005 informiert. Während dieser Sitzung setzte der CdA die Priorität auf die Trainings-Funktion. Konsequenterweise wählte er den Konkurrenten des A 109 LUH zum bevorzugten Kandidaten."</p>
  • <p>Beim EC 635 handelt es sich - wie in der entsprechenden Botschaft beschrieben - um einen leichten Transport- und Schulungshelikopter. Es ging nie darum, ausschliesslich einen Transporthelikopter zu beschaffen.</p><p>Die Super-Puma-Flotte ist und bleibt das Hauptgerät für mittlere und grosse Transportaufgaben. Das Gesamtpaket EC 635/135 stellt für die drei wichtigen Aufgaben "Grund- und Weiterausbildung", "allgemeine Transporte" und "VIP-Transporte" eine optimale, weil kombinierte Lösung dar. Die Luftwaffe hätte folglich den EC 635 ebenso gut unter beiden Rubriken (Lufttransport und Schulung) aufführen können.</p><p>Für den Bundesrat besteht nach wie vor kein Grund, an der seinerzeit erfolgten Typenwahl zu zweifeln.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>In einer Dokumentation des Kommandanten der Luftwaffe vom 22. Oktober 2007 werden "Die Produkte der heutigen Luftwaffe" dargestellt. Unter den Apparaten für "Führung, Fallschirm-Aufklärung, Schulung" findet sich der (ausdrücklich wegen seiner Schulungsvorzüge beschaffte) Heli EC 635 (EADS) nicht. Hingegen sind die 20 Maschinen dieses Typs bei den Produkten für den "Lufttransport" dargestellt. </p><p>Glaubt der Kommandant der Luftwaffe auch nicht an die (siehe Begründung zum Vorstoss) separat wiedergegebene faule Begründung des Chefs der Armee, das Entscheidungskriterium für die Typenauswahl zwischen den beiden Konkurrenten EADS und Agusta sei der schwergewichtige Einsatz als Schulungsgerät? </p><p>Welches sind die wirklichen Gründe dafür, dass - trotz nicht erfüllten Transport-Anforderungen - die Helikopter unbedingt vom sicheren Lieferanten der Offset-Aufträge für die Ruag bestellt worden sind?</p>
  • Weitere Fragwürdigkeiten aus dem Helikopterkauf
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Mit Brief vom 21. Februar 2005 an den unterlegenen Anbieter Agusta in Italien fasst Armasuisse die Schlussfolgerungen des Evaluations-Teams wie folgt zusammen: </p><p>"Beide Kandidaten sind exzellente Produkte und erfüllen die Anforderungen als Ersatz der Alouette-3-Helikopter. </p><p>Der A 109 LUH von Agusta verfügt über Vorsprung in der Erfüllung der Anforderungen für Transport-Aufgaben. Der Helikopter Ihres Konkurrenten (EADS) ist stärker (more effective) in der Aufgabe als Trainings-Gerät namentlich unter Berücksichtigung der Charakteristiken und der Konfiguration der Schweizer Cougar-Helikopter. </p><p>Der Chef der Armee, der Chef der Luftwaffe und der Rüstungschef wurden über die Ergebnisse der Evaluation vom 19. Februar 2005 informiert. Während dieser Sitzung setzte der CdA die Priorität auf die Trainings-Funktion. Konsequenterweise wählte er den Konkurrenten des A 109 LUH zum bevorzugten Kandidaten."</p>
    • <p>Beim EC 635 handelt es sich - wie in der entsprechenden Botschaft beschrieben - um einen leichten Transport- und Schulungshelikopter. Es ging nie darum, ausschliesslich einen Transporthelikopter zu beschaffen.</p><p>Die Super-Puma-Flotte ist und bleibt das Hauptgerät für mittlere und grosse Transportaufgaben. Das Gesamtpaket EC 635/135 stellt für die drei wichtigen Aufgaben "Grund- und Weiterausbildung", "allgemeine Transporte" und "VIP-Transporte" eine optimale, weil kombinierte Lösung dar. Die Luftwaffe hätte folglich den EC 635 ebenso gut unter beiden Rubriken (Lufttransport und Schulung) aufführen können.</p><p>Für den Bundesrat besteht nach wie vor kein Grund, an der seinerzeit erfolgten Typenwahl zu zweifeln.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>In einer Dokumentation des Kommandanten der Luftwaffe vom 22. Oktober 2007 werden "Die Produkte der heutigen Luftwaffe" dargestellt. Unter den Apparaten für "Führung, Fallschirm-Aufklärung, Schulung" findet sich der (ausdrücklich wegen seiner Schulungsvorzüge beschaffte) Heli EC 635 (EADS) nicht. Hingegen sind die 20 Maschinen dieses Typs bei den Produkten für den "Lufttransport" dargestellt. </p><p>Glaubt der Kommandant der Luftwaffe auch nicht an die (siehe Begründung zum Vorstoss) separat wiedergegebene faule Begründung des Chefs der Armee, das Entscheidungskriterium für die Typenauswahl zwischen den beiden Konkurrenten EADS und Agusta sei der schwergewichtige Einsatz als Schulungsgerät? </p><p>Welches sind die wirklichen Gründe dafür, dass - trotz nicht erfüllten Transport-Anforderungen - die Helikopter unbedingt vom sicheren Lieferanten der Offset-Aufträge für die Ruag bestellt worden sind?</p>
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