Grundnahrungsmittel in Finanzvehikeln

ShortId
08.3310
Id
20083310
Updated
14.11.2025 06:53
Language
de
Title
Grundnahrungsmittel in Finanzvehikeln
AdditionalIndexing
55;24;Nahrungsmittelknappheit;Hunger;Handel mit Agrarerzeugnissen;Spekulationskapital;Preissteigerung;Rohstoffmarkt;Nahrungsmittelpreis;menschliche Ernährung;Nahrungsmittel;Derivate;Börsengeschäft
1
  • L04K01050605, Nahrungsmittelknappheit
  • L04K11050209, Nahrungsmittelpreis
  • L05K1106020110, Spekulationskapital
  • L03K140203, Nahrungsmittel
  • L04K11060104, Börsengeschäft
  • L05K0105060501, Hunger
  • L04K01050607, menschliche Ernährung
  • L05K0701020304, Handel mit Agrarerzeugnissen
  • L05K0701030705, Rohstoffmarkt
  • L04K11050502, Preissteigerung
  • L05K1106010202, Derivate
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Nahrungsmittelpreise sind in letzter Zeit explosionsartig angestiegen. Grund dafür sind unter anderem die steigende Nachfrage aufgrund der Zunahme der Weltbevölkerung, die veränderten Essgewohnheiten in Schwellenländern und die Verwendung von Agrarrohstoffen als Treibstoffe. Die steigenden Preise sind für die Bevölkerung in armen Ländern zunehmend unbezahlbar, und damit breitet sich Hunger weltweit aus. Es wird beobachtet, dass vor allem seit der Finanzkrise in den USA zunehmend mit Agrarrohstoffen Spekulation betrieben wird. Dies verstärkt die Preisschwankungen, was für eine nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft - und dies ist die wichtigste Hungerbekämpfung - nachteilig ist.</p>
  • <p>Der Bundesrat ist bereit, internationale Anstrengungen zu unterstützen, welche darauf abzielen, die Mechanismen der Spekulation mit Agrarrohstoffen und deren Auswirkungen auf die Nahrungsmittelpreise zu analysieren. Nach Auffassung des Bundesrates fehlt es bislang an hinreichenden Analysen, um auf internationaler Ebene Massnahmen gegen spekulative Tätigkeiten zu ergreifen. Allfällige Massnahmen auf Stufe Schweiz würden nur in einem begrenzten Ausmass auf die international vernetzten und ausserhalb der Schweiz angesiedelten Terminbörsen einwirken. Im Rahmen von internationalen Institutionen (Bretton Woods, FAO) und durch ihre eigenen entwicklungspolitischen Aktivitäten setzt sich die Schweiz hingegen bereits heute für eine nachhaltige weltweite Nahrungsmittelproduktion ein, die den grundlegenden Bedürfnissen der lokalen Bevölkerungen gerecht wird. </p><p>Wie der Bundesrat in seiner Stellungnahme zum Postulat Stadler 08.3270 erklärt hat, wird er einen Bericht über die Nahrungsmittelkrise sowie die Rohstoff- und Ressourcenknappheit vorlegen. In diesem Rahmen werden die Auswirkungen der Spekulation vertieft untersucht.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Ich bitte den Bundesrat, zu prüfen, welche internationalen Anstrengungen zu initiieren respektive zu unterstützen sind, um die Auswirkungen von Spekulationen bezüglich ihres Einflusses auf die Nahrungsmittelpreise zu untersuchen. Zusätzlich soll er prüfen, ob im Rahmen seiner Möglichkeiten deren schädliche Auswirkungen bekämpft werden können.</p>
  • Grundnahrungsmittel in Finanzvehikeln
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Nahrungsmittelpreise sind in letzter Zeit explosionsartig angestiegen. Grund dafür sind unter anderem die steigende Nachfrage aufgrund der Zunahme der Weltbevölkerung, die veränderten Essgewohnheiten in Schwellenländern und die Verwendung von Agrarrohstoffen als Treibstoffe. Die steigenden Preise sind für die Bevölkerung in armen Ländern zunehmend unbezahlbar, und damit breitet sich Hunger weltweit aus. Es wird beobachtet, dass vor allem seit der Finanzkrise in den USA zunehmend mit Agrarrohstoffen Spekulation betrieben wird. Dies verstärkt die Preisschwankungen, was für eine nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft - und dies ist die wichtigste Hungerbekämpfung - nachteilig ist.</p>
    • <p>Der Bundesrat ist bereit, internationale Anstrengungen zu unterstützen, welche darauf abzielen, die Mechanismen der Spekulation mit Agrarrohstoffen und deren Auswirkungen auf die Nahrungsmittelpreise zu analysieren. Nach Auffassung des Bundesrates fehlt es bislang an hinreichenden Analysen, um auf internationaler Ebene Massnahmen gegen spekulative Tätigkeiten zu ergreifen. Allfällige Massnahmen auf Stufe Schweiz würden nur in einem begrenzten Ausmass auf die international vernetzten und ausserhalb der Schweiz angesiedelten Terminbörsen einwirken. Im Rahmen von internationalen Institutionen (Bretton Woods, FAO) und durch ihre eigenen entwicklungspolitischen Aktivitäten setzt sich die Schweiz hingegen bereits heute für eine nachhaltige weltweite Nahrungsmittelproduktion ein, die den grundlegenden Bedürfnissen der lokalen Bevölkerungen gerecht wird. </p><p>Wie der Bundesrat in seiner Stellungnahme zum Postulat Stadler 08.3270 erklärt hat, wird er einen Bericht über die Nahrungsmittelkrise sowie die Rohstoff- und Ressourcenknappheit vorlegen. In diesem Rahmen werden die Auswirkungen der Spekulation vertieft untersucht.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Ich bitte den Bundesrat, zu prüfen, welche internationalen Anstrengungen zu initiieren respektive zu unterstützen sind, um die Auswirkungen von Spekulationen bezüglich ihres Einflusses auf die Nahrungsmittelpreise zu untersuchen. Zusätzlich soll er prüfen, ob im Rahmen seiner Möglichkeiten deren schädliche Auswirkungen bekämpft werden können.</p>
    • Grundnahrungsmittel in Finanzvehikeln

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