Kompetenz der Eltern im Frühbereich und in kritischen entwicklungsbedingten Übergängen
- ShortId
-
08.3330
- Id
-
20083330
- Updated
-
27.07.2023 20:17
- Language
-
de
- Title
-
Kompetenz der Eltern im Frühbereich und in kritischen entwicklungsbedingten Übergängen
- AdditionalIndexing
-
28;soziale Integration;Jugendschutz;Kind;elterliche Sorge;Eltern;Erziehung;Beratung
- 1
-
- L04K01030302, Erziehung
- L04K01030104, elterliche Sorge
- L04K01040209, soziale Integration
- L05K0107010205, Kind
- L04K01030301, Eltern
- L04K01040206, Jugendschutz
- L06K070106020203, Beratung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Ungenügende Bildung, eine schlechte gesellschaftliche Integration oder permanente schwere, innerfamiliäre Konflikte verstärken sich gegenseitig und gefährden die gesunde Entwicklung und die Leistungsfähigkeit der heranwachsenden Kinder. Experten betonen, dass die massgeblichen Prägungen für die spätere Entwicklung vom letzten Schwangerschaftsdrittel bis etwa zum 3. Lebensjahr stattfinden. Die Kompetenz der Erziehungsberechtigten im Frühbereich entscheidet massgeblich darüber, ob die Entwicklung ihrer Kinder nachhaltig positiv oder negativ gesteuert wird.</p><p>In dieser Phase vor der Einschulung sind Familien und Alleinerziehende mit besonderen sozialen Risiken durch Fachpersonen kaum zu erreichen, und spezialisierte staatliche und private Programme sind weitgehend inexistent.</p><p>Ohne die Erziehungskompetenz der Eltern einzuschränken, ist es angezeigt, eine geeignete Beratung und Unterstützung zur Verbesserung der Selbstkompetenz und Stärkung der Eigenverantwortung der Erziehungsberechtigten im Frühbereich anzubieten. Die Massnahmen müssen zum Ziel haben, die soziale und gesellschaftliche Kompetenz zu stärken und damit die Integrations- und Leistungsfähigkeit der heranwachsenden Kinder in Familie, Beruf und Gesellschaft zu verbessern.</p><p>Die empirischen Daten für die rechtzeitige familienbasierte Prävention sind bekannt. Der Bericht soll Empfehlungen zuhanden der zuständigen Stellen in Kantonen, Gemeinden und Fachstellen erarbeiten.</p>
- <p>Der Bundesrat hat die vom Bund initiierten bzw. unterstützten Massnahmen bereits in seiner ablehnenden Stellungnahme zur fast gleichlautenden Motion Galladé 08.3189, "Familienbasierte Prävention im Frühbereich", welche ein erhöhtes finanzielles Engagement des Bundes im Bereich der familienbasierten Prävention im Frühbereich verlangte, aufgelistet. Die aufgeführten Massnahmen werden in jenen thematischen Zusammenhängen umgesetzt, welche die Postulantin explizit nennt: Gesundheit, Bildung, Erziehung und Integration. Wie in der genannten Stellungnahme ebenfalls bereits ausgeführt worden ist, wird der Bundesrat im Rahmen der Umsetzung der Motion SGK-N 06.3001, "Strategie zur Armutsbekämpfung", die soziale Dimension der Problematik vertieft analysieren. Im Weiteren hat der Bundesrat am 25. Juni 2008 die Vernehmlassung zum Vorentwurf des Bundesgesetzes über Prävention und Gesundheitsförderung eröffnet. In diesem Rahmen soll auch die Problematik der gesundheitlichen Risiken für den frühkindlichen Bereich geprüft werden.</p><p>Für den Bundesrat besteht unter diesen Umständen kein weiterer Handlungsbedarf, weshalb sich auch die Erstellung einer zusätzlichen Studie zum jetzigen Zeitpunkt nicht rechtfertigt.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird eingeladen, bis 2010 einen Bericht zu folgenden Fragen vorzulegen: </p><p>1. Zu welchen Zeitpunkten können Eltern am besten über soziale und gesundheitliche Risiken informiert werden, die längerfristig negativen Einfluss auf die gesunde Entwicklung oder die Integration ihrer Kinder in die Gesellschaft haben können? </p><p>2. Wann und wie kann die Selbstkompetenz von Eltern in Sachen Bildung, Erziehung, Gesundheit sowie das entsprechende Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihren Kindern gestärkt und verbessert werden? </p><p>3. Übermässiges bzw. abnormes Sucht-, Gewalt- und Risikoverhalten von Kindern und Jugendlichen ist oft die Spitze des Eisbergs einer psychisch bzw. psychosozial instabilen Situation. Wie kann sichergestellt werden, dass die entsprechenden Massnahmen insbesondere Familien mit besonderen sozialen, gesellschaftlichen oder gesundheitlichen Risikofaktoren zugutekommen?</p>
- Kompetenz der Eltern im Frühbereich und in kritischen entwicklungsbedingten Übergängen
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Ungenügende Bildung, eine schlechte gesellschaftliche Integration oder permanente schwere, innerfamiliäre Konflikte verstärken sich gegenseitig und gefährden die gesunde Entwicklung und die Leistungsfähigkeit der heranwachsenden Kinder. Experten betonen, dass die massgeblichen Prägungen für die spätere Entwicklung vom letzten Schwangerschaftsdrittel bis etwa zum 3. Lebensjahr stattfinden. Die Kompetenz der Erziehungsberechtigten im Frühbereich entscheidet massgeblich darüber, ob die Entwicklung ihrer Kinder nachhaltig positiv oder negativ gesteuert wird.</p><p>In dieser Phase vor der Einschulung sind Familien und Alleinerziehende mit besonderen sozialen Risiken durch Fachpersonen kaum zu erreichen, und spezialisierte staatliche und private Programme sind weitgehend inexistent.</p><p>Ohne die Erziehungskompetenz der Eltern einzuschränken, ist es angezeigt, eine geeignete Beratung und Unterstützung zur Verbesserung der Selbstkompetenz und Stärkung der Eigenverantwortung der Erziehungsberechtigten im Frühbereich anzubieten. Die Massnahmen müssen zum Ziel haben, die soziale und gesellschaftliche Kompetenz zu stärken und damit die Integrations- und Leistungsfähigkeit der heranwachsenden Kinder in Familie, Beruf und Gesellschaft zu verbessern.</p><p>Die empirischen Daten für die rechtzeitige familienbasierte Prävention sind bekannt. Der Bericht soll Empfehlungen zuhanden der zuständigen Stellen in Kantonen, Gemeinden und Fachstellen erarbeiten.</p>
- <p>Der Bundesrat hat die vom Bund initiierten bzw. unterstützten Massnahmen bereits in seiner ablehnenden Stellungnahme zur fast gleichlautenden Motion Galladé 08.3189, "Familienbasierte Prävention im Frühbereich", welche ein erhöhtes finanzielles Engagement des Bundes im Bereich der familienbasierten Prävention im Frühbereich verlangte, aufgelistet. Die aufgeführten Massnahmen werden in jenen thematischen Zusammenhängen umgesetzt, welche die Postulantin explizit nennt: Gesundheit, Bildung, Erziehung und Integration. Wie in der genannten Stellungnahme ebenfalls bereits ausgeführt worden ist, wird der Bundesrat im Rahmen der Umsetzung der Motion SGK-N 06.3001, "Strategie zur Armutsbekämpfung", die soziale Dimension der Problematik vertieft analysieren. Im Weiteren hat der Bundesrat am 25. Juni 2008 die Vernehmlassung zum Vorentwurf des Bundesgesetzes über Prävention und Gesundheitsförderung eröffnet. In diesem Rahmen soll auch die Problematik der gesundheitlichen Risiken für den frühkindlichen Bereich geprüft werden.</p><p>Für den Bundesrat besteht unter diesen Umständen kein weiterer Handlungsbedarf, weshalb sich auch die Erstellung einer zusätzlichen Studie zum jetzigen Zeitpunkt nicht rechtfertigt.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird eingeladen, bis 2010 einen Bericht zu folgenden Fragen vorzulegen: </p><p>1. Zu welchen Zeitpunkten können Eltern am besten über soziale und gesundheitliche Risiken informiert werden, die längerfristig negativen Einfluss auf die gesunde Entwicklung oder die Integration ihrer Kinder in die Gesellschaft haben können? </p><p>2. Wann und wie kann die Selbstkompetenz von Eltern in Sachen Bildung, Erziehung, Gesundheit sowie das entsprechende Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihren Kindern gestärkt und verbessert werden? </p><p>3. Übermässiges bzw. abnormes Sucht-, Gewalt- und Risikoverhalten von Kindern und Jugendlichen ist oft die Spitze des Eisbergs einer psychisch bzw. psychosozial instabilen Situation. Wie kann sichergestellt werden, dass die entsprechenden Massnahmen insbesondere Familien mit besonderen sozialen, gesellschaftlichen oder gesundheitlichen Risikofaktoren zugutekommen?</p>
- Kompetenz der Eltern im Frühbereich und in kritischen entwicklungsbedingten Übergängen
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