Berufliche Vorsorge und Säule 3a. Statistik der Anspruchsberechtigten und der Renten

ShortId
08.3404
Id
20083404
Updated
27.07.2023 21:32
Language
de
Title
Berufliche Vorsorge und Säule 3a. Statistik der Anspruchsberechtigten und der Renten
AdditionalIndexing
28;Vermögensverteilung;Berufliche Vorsorge;Rente;Einkommensverteilung;Statistik;Gesetzesevaluation;Dritte Säule
1
  • L04K01040112, Rente
  • L05K0104010102, Berufliche Vorsorge
  • L05K0104010103, Dritte Säule
  • L03K020218, Statistik
  • L05K0704050205, Einkommensverteilung
  • L07K07040502050201, Vermögensverteilung
  • L04K08070301, Gesetzesevaluation
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die berufliche Vorsorge ist eine der drei Säulen der Altersvorsorge in der Schweiz. Damit die Regelungen in den drei Bereichen AHV, berufliche Vorsorge nach BVG und private Vorsorge in der Säule 3a auf ihre Wirksamkeit überprüft werden können, braucht es zuverlässige Statistiken. Leider wurden aber diesbezüglich noch keine ernsthaften Anstrengungen unternommen, dies, obwohl die Lücken seit Jahren bekannt sind und obwohl verschiedene parlamentarische Vorstösse deren Schliessung verlangt haben.</p><p>Eine kürzlich vom BSV veröffentlichte wissenschaftliche Studie (Wanner, 2008) bestätigt diese unbefriedigende Situation. Damit das System der Altersvorsorge auf objektiver Kenntnis seiner Wirkungen aufbauen kann, sind aber dringend genaue Angaben über die Rentenhöhe der Anspruchsberechtigten erforderlich, wie dies bei der AHV bereits der Fall ist. Ohne Kenntnis der Verteilung der Renten lässt sich nicht überprüfen, ob das System der drei Säulen den verfassungsmässigen Zielsetzungen entspricht. Die heutigen Analysen, die sich auf Mittelwerte und Annäherungen stützen, bieten dafür keine verlässliche Grundlage.</p>
  • <p>Im Rahmen des statistischen Mehrjahresprogramms des Bundes sind drei Aktivitäten zu dieser Thematik geplant: die Neurentenerhebung, die Steuerdatenerhebung und die Statistik der Alterssicherung. </p><p>Das für den Bundesrat prioritäre Projekt ist die Neurentenerhebung, welche die Neurenten auf Ebene der Bezüger erfasst. Die Daten für diese Angaben stammen einerseits von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV), die von Pensionskassen, Versicherungen und Banken Meldungen über Neurenten der 2. und 3. Säule erhält, und andererseits von der Zentralen Ausgleichsstelle (ZAS), welche die Register der 1. Säule führt. Dieses Vorhaben ist aufgrund der Zusammenarbeit mit verschiedenen Beteiligten (mehrere Bundesämter, alle Kantone, etwa 4000 Vorsorgeeinrichtungen) sehr aufwendig. Seine Realisierung wird aus diesem Grund noch längere Zeit in Anspruch nehmen und dürfte nicht vor 2013 abgeschlossen sein. </p><p>Das Projekt Steuerdatenerhebung prüft, ob sich direkt bei den kantonalen Steuerbehörden Angaben zur Einkommens- und Vermögenssituation der Haushalte abrufen und statistisch auswerten lassen.</p><p>Ein weiterer Teil der gewünschten Informationen wird im Rahmen der Statistik der Alterssicherung erarbeitet. Dabei werden aus Stichprobenerhebungen, welche eine Hochrechnung auf gesamtschweizerische Werte erlauben, u. a. die Renteneinkommen aus den drei Säulen auf Ebene der Bezüger berechnet. Entsprechende Indikatoren sollen 2009 publiziert werden. </p><p>Der Bundesrat ist der Überzeugung, dass durch diese Tätigkeiten, insbesondere durch die Neurentenerhebung, ein grosser Teil der vom Motionär gewünschten Informationen vorliegen wird. Zur Prüfung der noch bestehenden Informationslücken sowie der Möglichkeiten und Voraussetzungen zu ihrer Schliessung schlägt der Bundesrat die Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie vor.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Statistik zu veröffentlichen, die für die 2. Säule (berufliche Vorsorge nach BVG) und die Säule 3a die Zahl der Anspruchsberechtigten und die Aufgliederung der Rentenbeträge ausweist.</p>
  • Berufliche Vorsorge und Säule 3a. Statistik der Anspruchsberechtigten und der Renten
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die berufliche Vorsorge ist eine der drei Säulen der Altersvorsorge in der Schweiz. Damit die Regelungen in den drei Bereichen AHV, berufliche Vorsorge nach BVG und private Vorsorge in der Säule 3a auf ihre Wirksamkeit überprüft werden können, braucht es zuverlässige Statistiken. Leider wurden aber diesbezüglich noch keine ernsthaften Anstrengungen unternommen, dies, obwohl die Lücken seit Jahren bekannt sind und obwohl verschiedene parlamentarische Vorstösse deren Schliessung verlangt haben.</p><p>Eine kürzlich vom BSV veröffentlichte wissenschaftliche Studie (Wanner, 2008) bestätigt diese unbefriedigende Situation. Damit das System der Altersvorsorge auf objektiver Kenntnis seiner Wirkungen aufbauen kann, sind aber dringend genaue Angaben über die Rentenhöhe der Anspruchsberechtigten erforderlich, wie dies bei der AHV bereits der Fall ist. Ohne Kenntnis der Verteilung der Renten lässt sich nicht überprüfen, ob das System der drei Säulen den verfassungsmässigen Zielsetzungen entspricht. Die heutigen Analysen, die sich auf Mittelwerte und Annäherungen stützen, bieten dafür keine verlässliche Grundlage.</p>
    • <p>Im Rahmen des statistischen Mehrjahresprogramms des Bundes sind drei Aktivitäten zu dieser Thematik geplant: die Neurentenerhebung, die Steuerdatenerhebung und die Statistik der Alterssicherung. </p><p>Das für den Bundesrat prioritäre Projekt ist die Neurentenerhebung, welche die Neurenten auf Ebene der Bezüger erfasst. Die Daten für diese Angaben stammen einerseits von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV), die von Pensionskassen, Versicherungen und Banken Meldungen über Neurenten der 2. und 3. Säule erhält, und andererseits von der Zentralen Ausgleichsstelle (ZAS), welche die Register der 1. Säule führt. Dieses Vorhaben ist aufgrund der Zusammenarbeit mit verschiedenen Beteiligten (mehrere Bundesämter, alle Kantone, etwa 4000 Vorsorgeeinrichtungen) sehr aufwendig. Seine Realisierung wird aus diesem Grund noch längere Zeit in Anspruch nehmen und dürfte nicht vor 2013 abgeschlossen sein. </p><p>Das Projekt Steuerdatenerhebung prüft, ob sich direkt bei den kantonalen Steuerbehörden Angaben zur Einkommens- und Vermögenssituation der Haushalte abrufen und statistisch auswerten lassen.</p><p>Ein weiterer Teil der gewünschten Informationen wird im Rahmen der Statistik der Alterssicherung erarbeitet. Dabei werden aus Stichprobenerhebungen, welche eine Hochrechnung auf gesamtschweizerische Werte erlauben, u. a. die Renteneinkommen aus den drei Säulen auf Ebene der Bezüger berechnet. Entsprechende Indikatoren sollen 2009 publiziert werden. </p><p>Der Bundesrat ist der Überzeugung, dass durch diese Tätigkeiten, insbesondere durch die Neurentenerhebung, ein grosser Teil der vom Motionär gewünschten Informationen vorliegen wird. Zur Prüfung der noch bestehenden Informationslücken sowie der Möglichkeiten und Voraussetzungen zu ihrer Schliessung schlägt der Bundesrat die Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie vor.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Statistik zu veröffentlichen, die für die 2. Säule (berufliche Vorsorge nach BVG) und die Säule 3a die Zahl der Anspruchsberechtigten und die Aufgliederung der Rentenbeträge ausweist.</p>
    • Berufliche Vorsorge und Säule 3a. Statistik der Anspruchsberechtigten und der Renten

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