Erhaltung der Patrouille Suisse
- ShortId
-
08.3561
- Id
-
20083561
- Updated
-
27.07.2023 19:06
- Language
-
de
- Title
-
Erhaltung der Patrouille Suisse
- AdditionalIndexing
-
09;Militärflugzeug;Image;Fliegertruppen
- 1
-
- L04K04020404, Militärflugzeug
- L05K0402030802, Fliegertruppen
- L04K08020215, Image
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Medienberichten konnte entnommen werden, dass mit dem Ausscheiden der Kampfjets F-5E-Tiger auch die Kunstflugstaffel Patrouille Suisse aus Kostengründen aufgegeben werden müsse. </p><p>Die Patrouille Suisse wurde 1964 gegründet und fliegt seit 44 Jahren unfallfrei. Die Flugzeuge werden neben dem Kunstflug auch für militärische Zieldarstellungen eingesetzt. Pro Jahr werden 10 bis 16 Vorführungen geflogen, davon rund ein Drittel im Ausland. Alle Aktivitäten für die Patrouille Suisse finden im Nebenamt statt. Die Vorführungen gehen zulasten des ordentlichen Flugtrainings. Wegen Patrouille-Suisse-Auftritten entstehen keine weiteren Flugkosten. Der effektive zusätzliche Kostenaufwand ist bescheiden und beträgt zurzeit jährlich 160 000 bis 180 000 Franken. Die Patrouille Suisse ist die wichtigste Visitenkarte sowie das attraktivste Aushängeschild der Schweizerischen Luftwaffe und der gesamten Armee. Sie dokumentiert den hohen Ausbildungsstand der schweizerischen Militärpiloten und verkörpert Präzision und Zuverlässigkeit. In diesem Sinne ist die Patrouille Suisse auch eine wichtige Botschafterin der Schweiz. Deshalb ist ihre Zukunft sicherzustellen.</p>
- <p>Die Patrouille Suisse wurde 1964 anlässlich der Landesausstellung und des 50-Jahre-Jubiläums der Schweizer Luftwaffe gegründet. Seit der Ausserdienststellung des Hawker Hunter 1994 fliegt die Patrouille Suisse den F-5E-Tiger. Mit der bevorstehenden altersbedingten Ausserbetriebsstellung dieses Flugzeugtyps - denkbar bereits ab 2013 - wird auch die Zukunft der Patrouille Suisse tangiert werden. Wie die aussehen wird, ist bis dato nicht entschieden. Sämtliche Optionen sind offen, allerdings innerhalb eines engen Rahmens.</p><p>Die Patrouille Suisse ist tatsächlich eine hervorragende Visitenkarte der Armee und Luftwaffe im Inland und der Schweiz im Ausland. Mit ihren Auftritten begeistert sie jährlich Hunderttausende und trägt so wesentlich zur Nachwuchsgewinnung in den Aviatikberufen bei. Sie beweist bei ihren Vorführungen den hohen Ausbildungsstand der Schweizer Berufsmilitärpiloten.</p><p>Im Einzelnen beantwortet der Bundesrat die Fragen wie folgt:</p><p>1./2. Rechtliche Grundlagen im Sinne der Frage des Interpellanten gibt es keine. Richtungsentscheide werden zu gegebener Zeit auf entsprechenden Antrag der Armee durch das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) zu treffen sein. Ein solcher Antrag ergeht, wenn politische Entscheide die erforderlichen Ressourcen (Stichworte Tiger-Teilersatz, Finanzen, Personal) so tangieren, dass eine Fortführung der Patrouille Suisse nicht mehr möglich sein wird.</p><p>3. Der Bundesrat, das VBS und die Armee werden ihr Möglichstes tun, um die Patrouille Suisse auf Jetflugzeugen zu erhalten. Ob der Erhalt der Patrouille Suisse schliesslich möglich sein wird, und wenn ja, in welcher Form, hängt massgeblich von den zur Verfügung stehenden Mitteln und somit von politischen Entscheiden ab.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>1. Wer entscheidet wann und aufgrund welcher rechtlicher Grundlagen über die Zukunft der Patrouille Suisse? </p><p>2. Welches sind die Beurteilungskriterien, nach denen der Entscheid gefällt wird? </p><p>3. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass aufgrund der vielfältigen Bedeutung der Patrouille Suisse diese auch in Zukunft erhalten und mit Jetflugzeugen weitergeführt werden sollte?</p>
- Erhaltung der Patrouille Suisse
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Medienberichten konnte entnommen werden, dass mit dem Ausscheiden der Kampfjets F-5E-Tiger auch die Kunstflugstaffel Patrouille Suisse aus Kostengründen aufgegeben werden müsse. </p><p>Die Patrouille Suisse wurde 1964 gegründet und fliegt seit 44 Jahren unfallfrei. Die Flugzeuge werden neben dem Kunstflug auch für militärische Zieldarstellungen eingesetzt. Pro Jahr werden 10 bis 16 Vorführungen geflogen, davon rund ein Drittel im Ausland. Alle Aktivitäten für die Patrouille Suisse finden im Nebenamt statt. Die Vorführungen gehen zulasten des ordentlichen Flugtrainings. Wegen Patrouille-Suisse-Auftritten entstehen keine weiteren Flugkosten. Der effektive zusätzliche Kostenaufwand ist bescheiden und beträgt zurzeit jährlich 160 000 bis 180 000 Franken. Die Patrouille Suisse ist die wichtigste Visitenkarte sowie das attraktivste Aushängeschild der Schweizerischen Luftwaffe und der gesamten Armee. Sie dokumentiert den hohen Ausbildungsstand der schweizerischen Militärpiloten und verkörpert Präzision und Zuverlässigkeit. In diesem Sinne ist die Patrouille Suisse auch eine wichtige Botschafterin der Schweiz. Deshalb ist ihre Zukunft sicherzustellen.</p>
- <p>Die Patrouille Suisse wurde 1964 anlässlich der Landesausstellung und des 50-Jahre-Jubiläums der Schweizer Luftwaffe gegründet. Seit der Ausserdienststellung des Hawker Hunter 1994 fliegt die Patrouille Suisse den F-5E-Tiger. Mit der bevorstehenden altersbedingten Ausserbetriebsstellung dieses Flugzeugtyps - denkbar bereits ab 2013 - wird auch die Zukunft der Patrouille Suisse tangiert werden. Wie die aussehen wird, ist bis dato nicht entschieden. Sämtliche Optionen sind offen, allerdings innerhalb eines engen Rahmens.</p><p>Die Patrouille Suisse ist tatsächlich eine hervorragende Visitenkarte der Armee und Luftwaffe im Inland und der Schweiz im Ausland. Mit ihren Auftritten begeistert sie jährlich Hunderttausende und trägt so wesentlich zur Nachwuchsgewinnung in den Aviatikberufen bei. Sie beweist bei ihren Vorführungen den hohen Ausbildungsstand der Schweizer Berufsmilitärpiloten.</p><p>Im Einzelnen beantwortet der Bundesrat die Fragen wie folgt:</p><p>1./2. Rechtliche Grundlagen im Sinne der Frage des Interpellanten gibt es keine. Richtungsentscheide werden zu gegebener Zeit auf entsprechenden Antrag der Armee durch das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) zu treffen sein. Ein solcher Antrag ergeht, wenn politische Entscheide die erforderlichen Ressourcen (Stichworte Tiger-Teilersatz, Finanzen, Personal) so tangieren, dass eine Fortführung der Patrouille Suisse nicht mehr möglich sein wird.</p><p>3. Der Bundesrat, das VBS und die Armee werden ihr Möglichstes tun, um die Patrouille Suisse auf Jetflugzeugen zu erhalten. Ob der Erhalt der Patrouille Suisse schliesslich möglich sein wird, und wenn ja, in welcher Form, hängt massgeblich von den zur Verfügung stehenden Mitteln und somit von politischen Entscheiden ab.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>1. Wer entscheidet wann und aufgrund welcher rechtlicher Grundlagen über die Zukunft der Patrouille Suisse? </p><p>2. Welches sind die Beurteilungskriterien, nach denen der Entscheid gefällt wird? </p><p>3. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass aufgrund der vielfältigen Bedeutung der Patrouille Suisse diese auch in Zukunft erhalten und mit Jetflugzeugen weitergeführt werden sollte?</p>
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