Die Wettbewerbskommission stärken

ShortId
08.3640
Id
20083640
Updated
27.07.2023 19:27
Language
de
Title
Die Wettbewerbskommission stärken
AdditionalIndexing
15;04;Zufriedenheit bei der Arbeit;Wettbewerb;Einstellung;Arbeitsbedingungen;berufliche Eignung;ausserparlamentarische Kommission
1
  • L05K0806020201, ausserparlamentarische Kommission
  • L03K070301, Wettbewerb
  • L05K0702010204, Einstellung
  • L05K0702020106, berufliche Eignung
  • L07K07020502010105, Zufriedenheit bei der Arbeit
  • L04K07020502, Arbeitsbedingungen
PriorityCouncil1
Ständerat
Texts
  • <p>Der kürzliche Abgang des Vize-Präsidenten der Weko, Patrick Krauskopf, ist ein alarmierendes Zeichen dafür, dass eine Karriere innerhalb dieser Kommission bei Teilzeitpensen zu wenig attraktiv ist, besonders für die wichtigen Führungskräfte. Krauskopf hat sich bei seinem Abgang darüber beklagt, dass ihm zu wenig Mittel zur Verfügung gestanden seien und es schwierig sei, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu halten, gerade junge, für die sich schnell eine interessantere Möglichkeit in der Privatwirtschaft ergibt. Ausserdem scheint die Schweiz im internationalen Vergleich mangelhaft ausgestattet zu sein, nicht bloss aus den genannten Gründen, sondern auch, weil die Weko teilweise nur über Teilzeitstellen verfügt. Das Beispiel der zukünftigen Finanzmarktaufsicht zeigt, dass die vollständige Professionalisierung einer solchen Behörde in unserem Land möglich ist.</p>
  • <p>1. Die Fluktuationsrate der Bundesverwaltung betrug 10,4 Prozent im Jahre 2007 bzw. 13 Prozent im Jahre 2006, jene des Sekretariates der Wettbewerbskommission (Sekretariat) 13,7 Prozent im Jahre 2007 bzw. 9,5 Prozent im Jahre 2006. Somit liegt die Fluktuationsrate des Sekretariates im Durchschnitt der gesamten Bundesverwaltung und gibt keinen Anlass zur Besorgnis. Hingegen sind Rekrutierungsprobleme nicht von der Hand zu weisen: Das Sekretariat ist zur Erfüllung seiner Aufgabe auf gut ausgebildete und spezialisierte Mitarbeitende (Juristen bzw. Juristinnen und Ökonomen bzw. Ökonominnen) angewiesen. Da für Arbeitskräfte mit langjähriger Berufserfahrung in diesen Bereichen (z. B. Juristen bzw. Juristinnen aus Wirtschaftskanzleien) eine erhebliche Lohndifferenz zwischen Bundesverwaltung und Privatwirtschaft besteht, ist es dem Sekretariat nur schwer möglich, solche Personen zu rekrutieren. Dies ist mit ein Grund für die junge Mitarbeiterstruktur des Sekretariates.</p><p>2. In Artikel 59a des Kartellgesetzes (KG; SR 251) wird der Bundesrat mit der Evaluation des 2003 revidierten KG und seines Vollzuges beauftragt. Der Bundesrat hat die Evaluation und Vorschläge für das weitere Vorgehen bis im Frühjahr 2009 vorzulegen. Entsprechend dem Auftrag des EVD und im Zusammenhang mit der Interpellation Baumann J. Alexander 06.3237, "Organisationsstruktur der Wettbewerbsbehörden", beinhaltet die Evaluation auch eine Analyse der Organisation der Wettbewerbsbehörden und internationale Vergleiche. Diese werden Teil der Berichterstattung des Bundesrates an das Parlament darstellen.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie beurteilt er die Schwierigkeit, talentierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Wettbewerbskommission (Weko) zu halten?</p><p>2. Sollte eine derartige Behörde in der Schweiz nicht wie in den anderen europäischen Ländern vollständig professionalisiert und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter attraktiv sein?</p>
  • Die Wettbewerbskommission stärken
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der kürzliche Abgang des Vize-Präsidenten der Weko, Patrick Krauskopf, ist ein alarmierendes Zeichen dafür, dass eine Karriere innerhalb dieser Kommission bei Teilzeitpensen zu wenig attraktiv ist, besonders für die wichtigen Führungskräfte. Krauskopf hat sich bei seinem Abgang darüber beklagt, dass ihm zu wenig Mittel zur Verfügung gestanden seien und es schwierig sei, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu halten, gerade junge, für die sich schnell eine interessantere Möglichkeit in der Privatwirtschaft ergibt. Ausserdem scheint die Schweiz im internationalen Vergleich mangelhaft ausgestattet zu sein, nicht bloss aus den genannten Gründen, sondern auch, weil die Weko teilweise nur über Teilzeitstellen verfügt. Das Beispiel der zukünftigen Finanzmarktaufsicht zeigt, dass die vollständige Professionalisierung einer solchen Behörde in unserem Land möglich ist.</p>
    • <p>1. Die Fluktuationsrate der Bundesverwaltung betrug 10,4 Prozent im Jahre 2007 bzw. 13 Prozent im Jahre 2006, jene des Sekretariates der Wettbewerbskommission (Sekretariat) 13,7 Prozent im Jahre 2007 bzw. 9,5 Prozent im Jahre 2006. Somit liegt die Fluktuationsrate des Sekretariates im Durchschnitt der gesamten Bundesverwaltung und gibt keinen Anlass zur Besorgnis. Hingegen sind Rekrutierungsprobleme nicht von der Hand zu weisen: Das Sekretariat ist zur Erfüllung seiner Aufgabe auf gut ausgebildete und spezialisierte Mitarbeitende (Juristen bzw. Juristinnen und Ökonomen bzw. Ökonominnen) angewiesen. Da für Arbeitskräfte mit langjähriger Berufserfahrung in diesen Bereichen (z. B. Juristen bzw. Juristinnen aus Wirtschaftskanzleien) eine erhebliche Lohndifferenz zwischen Bundesverwaltung und Privatwirtschaft besteht, ist es dem Sekretariat nur schwer möglich, solche Personen zu rekrutieren. Dies ist mit ein Grund für die junge Mitarbeiterstruktur des Sekretariates.</p><p>2. In Artikel 59a des Kartellgesetzes (KG; SR 251) wird der Bundesrat mit der Evaluation des 2003 revidierten KG und seines Vollzuges beauftragt. Der Bundesrat hat die Evaluation und Vorschläge für das weitere Vorgehen bis im Frühjahr 2009 vorzulegen. Entsprechend dem Auftrag des EVD und im Zusammenhang mit der Interpellation Baumann J. Alexander 06.3237, "Organisationsstruktur der Wettbewerbsbehörden", beinhaltet die Evaluation auch eine Analyse der Organisation der Wettbewerbsbehörden und internationale Vergleiche. Diese werden Teil der Berichterstattung des Bundesrates an das Parlament darstellen.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie beurteilt er die Schwierigkeit, talentierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Wettbewerbskommission (Weko) zu halten?</p><p>2. Sollte eine derartige Behörde in der Schweiz nicht wie in den anderen europäischen Ländern vollständig professionalisiert und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter attraktiv sein?</p>
    • Die Wettbewerbskommission stärken

Back to List