Forschungsschwerpunkte für erneuerbare Energie

ShortId
08.3796
Id
20083796
Updated
14.11.2025 06:47
Language
de
Title
Forschungsschwerpunkte für erneuerbare Energie
AdditionalIndexing
66;ökologische Forschung;sanfte Energie;Energieforschung;Koordination;Forschungsstelle;neue Technologie;Energieprogramm;Forschungsförderung;erneuerbare Energie
1
  • L03K170503, erneuerbare Energie
  • L04K17010108, Energieforschung
  • L04K06010306, ökologische Forschung
  • L04K16020204, Forschungsförderung
  • L04K16020202, Forschungsstelle
  • L05K0706010508, neue Technologie
  • L04K17010110, Energieprogramm
  • L04K08020314, Koordination
  • L02K1705, sanfte Energie
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die erneuerbaren Energien Sonne (Thermik und Fotovoltaik), Wind, Wasser, Geothermie und Biomasse werden in diesem Jahrhundert mit Sicherheit unaufhaltsam an Bedeutung gewinnen. Alles spricht dafür, dass in der Industrie der Stellenwert von Technologien, die mit der Produktion von erneuerbaren Energien verbunden sind, künftig weiter steigen wird. Von dieser Entwicklung könnte die schweizerische Wirtschaft in zweierlei Hinsicht profitieren: zunächst durch die Forschung und die Bereitstellung von Know-how, im Weiteren dann durch einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Energieversorgung der Schweiz. </p><p>In der Schweiz gibt es heute verschiedene Forschungsstätten, verteilt auf die verschiedensten Institutionen (Universität, IPS, ETHL, ETHZ, FH), die in diesen Forschungsbereichen zur Spitze gehören. Dies ist zur Hauptsache auf das entschlossene Engagement einiger Einzelpersonen und Professoren zurückzuführen, deren Bemühungen vom Bundesamt für Energie koordiniert werden. Auch wenn die Schweiz in verschiedenen Sektoren (wie z. B. der Fotovoltaik oder der Geothermie) ein hohes Ansehen gewinnen konnten, muss gleichzeitig festgestellt werden, dass vonseiten des Bundes bisher nicht genug getan wird, um wirkliche Kompetenzschwerpunkte oder "Technologiezentren" im Bereich erneuerbare Energien zu fördern und zu entwickeln. </p><p>Während die meisten europäischen und asiatischen Länder richtiggehende Solarenergiezentren aufbauen, hat die Schweiz keinen entscheidenden Schritt in diese Richtung unternommen, obwohl ein bemerkenswerter industrieller Aufschwung in diesem Technologiebereich zu verzeichnen ist. Der Bund muss sich also im Forschungsbereich erneuerbare Energien unbedingt stärker finanziell engagieren, soll sich dabei aber auch auf die aktive Zusammenarbeit mit privaten Partnern stützen. Das würde vor allem auch den Technologietransfer in die Unternehmen fördern und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Schweiz verbessern. </p><p>Fachleute gehen davon aus, dass diese Aufgabe mit der Schaffung von einem oder mehreren Forschungsschwerpunkten für erneuerbare Energien erfüllt werden könnte. Das BFE sollte auf jeden Fall im Rahmen des Programms Energie Schweiz die Koordination dieses Projekts übernehmen.</p>
  • <p>Die Schwerpunkte der Energieforschung der Schweizer werden durch die beratende ausserparlamentarische Energieforschungskommission/Commission fédérale pour la recherche énergétique (Core) festgelegt. Das Sekretariat der CoreE wird durch das Bundesamt für Energie (BFE) geführt.</p><p>Die Core setzt sich aus 15 Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zusammen, wobei die Fachhochschulen, die Universitäten und der ETH-Bereich stark vertreten sind. Auf diese Weise wird die Koordination der angewandten Forschung der Fachhochschulen mit der Grundlagenforschung der ETH sichergestellt. Daneben unterhält das BFE mit seinen 25 Energieforschungsprogrammen eine breite Plattform, über welche ein intensiver Informationsaustausch zwischen sämtlichen Trägerschaften der Schweizer Energieforschung untereinander und mit der internationalen Forschergemeinschaft stattfindet. Das BFE ist zudem direkt und auch über seine Programmleiter in die wichtigsten internationalen Forschungsprogramme der Internationalen Energie-Agentur (IEA) und der EU eingebunden. </p><p>Mit seinen im Februar 2008 verabschiedeten energiepolitischen Aktionsplänen hat der Bundesrat die zentrale Rolle der erneuerbaren Energien bekräftigt und Massnahmen zu ihrer Förderung beschlossen. Das Parlament hat im Voranschlag 2009 das Energieforschungsbudget deutlich erhöht. Insgesamt wurden zusätzliche drei Millionen Franken für Forschungsprojekte und eine Million Franken für Pilot- und Demonstrationsprojekte bewilligt. Diese zusätzlichen Mittel wurden zur Hauptsache den Forschungsprogrammen Fotovoltaik, Geothermie und Biomasse zugesprochen.</p><p>Zur Bündelung der Kräfte wurden Ende 2008 seitens des BFE drei Vorschläge für Nationale Forschungsprogramme eingereicht, von denen zwei - Fotovoltaik und Geothermie - erneuerbare Energien betreffen. Diese Anträge werden zurzeit im regulären Verfahren durch den Schweizerischen Nationalfonds geprüft. Neben diesen Forschungsprogrammen gehören auch die Forschungsprogramme für Solarwärmenutzung, Umgebungswärme und Biomasse seit Langem zu denjenigen mit den grössten Budgets. Weitere Forschungsprogramme des BFE im Bereich der erneuerbaren Energien sind Wasserstoff-/Brennstoffzellen und Windenergie. Das BFE hat seit je erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Schweizer Kompetenzen im Bereich der erneuerbaren Energien deutlich zu stärken beziehungsweise um Kompetenzzentren aufzubauen. Die Einzelheiten können den jährlichen Forschungsberichten entnommen werden. </p><p>Die Förderagentur für Innovation KTI unterstützt seit vielen Jahren anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung, die Unternehmen zusammen mit Hochschulen im Bereich der erneuerbaren Energien durchführen. Bottom-up werden anwendungsorientierte Forschungsprojekte mit grossem Umsetzungspotenzial in marktfähige Produkte gefördert. In den letzten sieben Jahren konnte die KTI über 90 F&amp;E-Projekte in den Technologiebereichen Fotovoltaik, Solarthermie, rationelle Energienutzung in Gebäuden, Brennstoffzellen, industrielle Prozesse, Biomasse und Wasserkraftanlagen unterstützen. Zudem hat sie gezielt Kompetenznetzwerke zu den Themenbereichen Energie und erneuerbare Energie aufgebaut (Wissens- und Technologietransfer-Konsortium "Umwelt und Energie" oder das F&amp;E-Konsortium "Nationales Kompetenznetzwerk Gebäudetechnik und erneuerbare Energien"). Diese Konsortien unterstützen aktiv die Zusammenarbeit unter den verschiedenen Hochschulen und Experten und schlagen die Brücke zur Industrie.</p><p>Konkreter Bedarf für weitere Kompetenzzentren besteht nach Ansicht der Experten des BFE jedoch nicht.</p><p>Zurzeit wird im zuständigen Eidgenössischen Departement des Innern geprüft, ob die nächste Ausschreibung für Nationale Forschungsschwerpunkte (NFS) - ein Instrument des Bundes zur Förderung der orientierten Forschung mit dem Ziel, die schweizerische Forschung in strategisch wichtigen Bereichen zu stärken - Vorgaben nach thematischen Bereichen im öffentlichen Interesse und gemäss Bundesaufgaben enthalten soll. Falls solche Vorgaben gemacht werden und den Bereich der Energieforschung betreffen, wird sich das Bundesamt für Energie dafür einsetzen, dass sich die interessierten Hochschulpartner an den entsprechenden Ausschreibungen des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) beteiligen werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt zu untersuchen, ob die Schaffung eines oder sogar mehrerer nationaler Forschungsschwerpunkte für erneuerbare Energie sinnvoll ist.</p>
  • Forschungsschwerpunkte für erneuerbare Energie
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die erneuerbaren Energien Sonne (Thermik und Fotovoltaik), Wind, Wasser, Geothermie und Biomasse werden in diesem Jahrhundert mit Sicherheit unaufhaltsam an Bedeutung gewinnen. Alles spricht dafür, dass in der Industrie der Stellenwert von Technologien, die mit der Produktion von erneuerbaren Energien verbunden sind, künftig weiter steigen wird. Von dieser Entwicklung könnte die schweizerische Wirtschaft in zweierlei Hinsicht profitieren: zunächst durch die Forschung und die Bereitstellung von Know-how, im Weiteren dann durch einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Energieversorgung der Schweiz. </p><p>In der Schweiz gibt es heute verschiedene Forschungsstätten, verteilt auf die verschiedensten Institutionen (Universität, IPS, ETHL, ETHZ, FH), die in diesen Forschungsbereichen zur Spitze gehören. Dies ist zur Hauptsache auf das entschlossene Engagement einiger Einzelpersonen und Professoren zurückzuführen, deren Bemühungen vom Bundesamt für Energie koordiniert werden. Auch wenn die Schweiz in verschiedenen Sektoren (wie z. B. der Fotovoltaik oder der Geothermie) ein hohes Ansehen gewinnen konnten, muss gleichzeitig festgestellt werden, dass vonseiten des Bundes bisher nicht genug getan wird, um wirkliche Kompetenzschwerpunkte oder "Technologiezentren" im Bereich erneuerbare Energien zu fördern und zu entwickeln. </p><p>Während die meisten europäischen und asiatischen Länder richtiggehende Solarenergiezentren aufbauen, hat die Schweiz keinen entscheidenden Schritt in diese Richtung unternommen, obwohl ein bemerkenswerter industrieller Aufschwung in diesem Technologiebereich zu verzeichnen ist. Der Bund muss sich also im Forschungsbereich erneuerbare Energien unbedingt stärker finanziell engagieren, soll sich dabei aber auch auf die aktive Zusammenarbeit mit privaten Partnern stützen. Das würde vor allem auch den Technologietransfer in die Unternehmen fördern und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Schweiz verbessern. </p><p>Fachleute gehen davon aus, dass diese Aufgabe mit der Schaffung von einem oder mehreren Forschungsschwerpunkten für erneuerbare Energien erfüllt werden könnte. Das BFE sollte auf jeden Fall im Rahmen des Programms Energie Schweiz die Koordination dieses Projekts übernehmen.</p>
    • <p>Die Schwerpunkte der Energieforschung der Schweizer werden durch die beratende ausserparlamentarische Energieforschungskommission/Commission fédérale pour la recherche énergétique (Core) festgelegt. Das Sekretariat der CoreE wird durch das Bundesamt für Energie (BFE) geführt.</p><p>Die Core setzt sich aus 15 Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zusammen, wobei die Fachhochschulen, die Universitäten und der ETH-Bereich stark vertreten sind. Auf diese Weise wird die Koordination der angewandten Forschung der Fachhochschulen mit der Grundlagenforschung der ETH sichergestellt. Daneben unterhält das BFE mit seinen 25 Energieforschungsprogrammen eine breite Plattform, über welche ein intensiver Informationsaustausch zwischen sämtlichen Trägerschaften der Schweizer Energieforschung untereinander und mit der internationalen Forschergemeinschaft stattfindet. Das BFE ist zudem direkt und auch über seine Programmleiter in die wichtigsten internationalen Forschungsprogramme der Internationalen Energie-Agentur (IEA) und der EU eingebunden. </p><p>Mit seinen im Februar 2008 verabschiedeten energiepolitischen Aktionsplänen hat der Bundesrat die zentrale Rolle der erneuerbaren Energien bekräftigt und Massnahmen zu ihrer Förderung beschlossen. Das Parlament hat im Voranschlag 2009 das Energieforschungsbudget deutlich erhöht. Insgesamt wurden zusätzliche drei Millionen Franken für Forschungsprojekte und eine Million Franken für Pilot- und Demonstrationsprojekte bewilligt. Diese zusätzlichen Mittel wurden zur Hauptsache den Forschungsprogrammen Fotovoltaik, Geothermie und Biomasse zugesprochen.</p><p>Zur Bündelung der Kräfte wurden Ende 2008 seitens des BFE drei Vorschläge für Nationale Forschungsprogramme eingereicht, von denen zwei - Fotovoltaik und Geothermie - erneuerbare Energien betreffen. Diese Anträge werden zurzeit im regulären Verfahren durch den Schweizerischen Nationalfonds geprüft. Neben diesen Forschungsprogrammen gehören auch die Forschungsprogramme für Solarwärmenutzung, Umgebungswärme und Biomasse seit Langem zu denjenigen mit den grössten Budgets. Weitere Forschungsprogramme des BFE im Bereich der erneuerbaren Energien sind Wasserstoff-/Brennstoffzellen und Windenergie. Das BFE hat seit je erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Schweizer Kompetenzen im Bereich der erneuerbaren Energien deutlich zu stärken beziehungsweise um Kompetenzzentren aufzubauen. Die Einzelheiten können den jährlichen Forschungsberichten entnommen werden. </p><p>Die Förderagentur für Innovation KTI unterstützt seit vielen Jahren anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung, die Unternehmen zusammen mit Hochschulen im Bereich der erneuerbaren Energien durchführen. Bottom-up werden anwendungsorientierte Forschungsprojekte mit grossem Umsetzungspotenzial in marktfähige Produkte gefördert. In den letzten sieben Jahren konnte die KTI über 90 F&amp;E-Projekte in den Technologiebereichen Fotovoltaik, Solarthermie, rationelle Energienutzung in Gebäuden, Brennstoffzellen, industrielle Prozesse, Biomasse und Wasserkraftanlagen unterstützen. Zudem hat sie gezielt Kompetenznetzwerke zu den Themenbereichen Energie und erneuerbare Energie aufgebaut (Wissens- und Technologietransfer-Konsortium "Umwelt und Energie" oder das F&amp;E-Konsortium "Nationales Kompetenznetzwerk Gebäudetechnik und erneuerbare Energien"). Diese Konsortien unterstützen aktiv die Zusammenarbeit unter den verschiedenen Hochschulen und Experten und schlagen die Brücke zur Industrie.</p><p>Konkreter Bedarf für weitere Kompetenzzentren besteht nach Ansicht der Experten des BFE jedoch nicht.</p><p>Zurzeit wird im zuständigen Eidgenössischen Departement des Innern geprüft, ob die nächste Ausschreibung für Nationale Forschungsschwerpunkte (NFS) - ein Instrument des Bundes zur Förderung der orientierten Forschung mit dem Ziel, die schweizerische Forschung in strategisch wichtigen Bereichen zu stärken - Vorgaben nach thematischen Bereichen im öffentlichen Interesse und gemäss Bundesaufgaben enthalten soll. Falls solche Vorgaben gemacht werden und den Bereich der Energieforschung betreffen, wird sich das Bundesamt für Energie dafür einsetzen, dass sich die interessierten Hochschulpartner an den entsprechenden Ausschreibungen des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) beteiligen werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt zu untersuchen, ob die Schaffung eines oder sogar mehrerer nationaler Forschungsschwerpunkte für erneuerbare Energie sinnvoll ist.</p>
    • Forschungsschwerpunkte für erneuerbare Energie

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