Offensive für den schweizerischen Tourismus

ShortId
08.3970
Id
20083970
Updated
27.07.2023 20:38
Language
de
Title
Offensive für den schweizerischen Tourismus
AdditionalIndexing
15;sektorale Beihilfe;Tourismus;Finanzhilfe
1
  • L04K01010103, Tourismus
  • L05K0704010109, sektorale Beihilfe
  • L04K11020302, Finanzhilfe
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Wenn man den Tourismusprognosen von BAK Basel Economics und den Befragungen der wichtigsten Reiseagenturen vertraut, könnte auf die bisher aussergewöhnlich gute Wintersaison eine sehr schlechte Sommersaison folgen. Die Wirtschafts- und Finanzkrise trifft nämlich gerade die treuesten Kunden der Schweiz (Deutschland, Grossbritannien, Japan, Asien, USA) besonders heftig. 2008 konnte die Schweiz zwar einen Anstieg der Übernachtungen von über 4 Prozent verzeichnen, für 2009 bestehen jedoch negative Prognosen, vor allem was die Gäste aus dem Ausland betrifft, die einen wichtigen Teil der Übernachtungen ausmachen. Besonders negative Auswirkungen werden für den Luxustourismus, den Bereich der Kuren sowie den Kongress- und den Städtetourismus erwartet. Diese Entwicklung wird sich noch zusätzlich verstärken, sobald die touristischen Destinationen im Ausland in Schwierigkeiten geraten und den Markt mit Dumpingangeboten überschwemmen, um sich gegen die Rezession zu behaupten. Wenn schon vorher gehandelt wird und verstärkte Fördermassnahmen ergriffen werden, kann dem schweizerischen Tourismussektor geholfen werden. </p><p>In Absprache mit der Tourismusbranche könnte ein solches Programm schnell umgesetzt werden. Eine antizyklische Förderung auf den ausländischen Märkten stärkt die Marktpräsenz der Schweiz. Ausserdem soll eine an die inländischen Gäste gerichtete Kampagne diese dazu einladen, ihre Ferien in der Schweiz zu verbringen. In diesem Zusammenhang sind für Familien erschwingliche touristische Angebote, wie zum Beispiel Agrotourismus, sehr dienlich.</p>
  • <p>Der Bundesrat erachtet eine Erhöhung der Marketingmittel im Schweizer Tourismus im Rahmen der 2. Stufe der konjunkturellen Stabilisierungsmassnahmen als geeignete Massnahme zur Bekämpfung des absehbaren Nachfrageeinbruchs im Schweizer Tourismus. Mit der vorübergehenden Mittelaufstockung wird eine Tourismusmarketing-Offensive von Schweiz Tourismus finanziert, welche den erwarteten touristischen Nachfrageeinbruch abdämpfen soll. Die Offensive Tourismusmarketing kann sofort umgesetzt werden, da ein Umsetzungskonzept bereits vorliegt. </p><p>Die Bundesmittel für die Offensive Tourismusmarketing werden vollständig über den Nachtragskredit 2009 finanziert. Es entstehen dem Bundeshaushalt keine Folgekosten in den späteren Jahren. Die Mittel sollen schwergewichtig im Sommerhalbjahr 2009 sowie im Hinblick auf das Winterhalbjahr 2009/10 verwendet werden. </p><p>Bei der vorübergehenden Aufstockung der Marketingmittel von Schweiz Tourismus handelt es sich um zusätzliche Ausgaben ohne spätere Kompensation. Eine solche wäre infolge der durch Schweiz Tourismus erbrachten temporären Zusatzleistungen nicht sachgerecht. Zudem muss berücksichtigt werden, dass die Tätigkeit von Schweiz Tourismus auf der Basis einer Leistungsvereinbarung mit dem Seco auf eine langfristig kontinuierliche Bearbeitung der Märkte ausgerichtet ist.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Absprache mit der Tourismusbranche zusätzliche Finanzmittel bereitzustellen, um damit auf den erwarteten deutlichen Rückgang im Tourismussektor im Zusammenhang mit der Finanzkrise zu reagieren. Es müssen offensive Massnahmen ergriffen werden, um einen drastischen Konsumeinbruch in diesem Sektor zu vermeiden.</p>
  • Offensive für den schweizerischen Tourismus
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Wenn man den Tourismusprognosen von BAK Basel Economics und den Befragungen der wichtigsten Reiseagenturen vertraut, könnte auf die bisher aussergewöhnlich gute Wintersaison eine sehr schlechte Sommersaison folgen. Die Wirtschafts- und Finanzkrise trifft nämlich gerade die treuesten Kunden der Schweiz (Deutschland, Grossbritannien, Japan, Asien, USA) besonders heftig. 2008 konnte die Schweiz zwar einen Anstieg der Übernachtungen von über 4 Prozent verzeichnen, für 2009 bestehen jedoch negative Prognosen, vor allem was die Gäste aus dem Ausland betrifft, die einen wichtigen Teil der Übernachtungen ausmachen. Besonders negative Auswirkungen werden für den Luxustourismus, den Bereich der Kuren sowie den Kongress- und den Städtetourismus erwartet. Diese Entwicklung wird sich noch zusätzlich verstärken, sobald die touristischen Destinationen im Ausland in Schwierigkeiten geraten und den Markt mit Dumpingangeboten überschwemmen, um sich gegen die Rezession zu behaupten. Wenn schon vorher gehandelt wird und verstärkte Fördermassnahmen ergriffen werden, kann dem schweizerischen Tourismussektor geholfen werden. </p><p>In Absprache mit der Tourismusbranche könnte ein solches Programm schnell umgesetzt werden. Eine antizyklische Förderung auf den ausländischen Märkten stärkt die Marktpräsenz der Schweiz. Ausserdem soll eine an die inländischen Gäste gerichtete Kampagne diese dazu einladen, ihre Ferien in der Schweiz zu verbringen. In diesem Zusammenhang sind für Familien erschwingliche touristische Angebote, wie zum Beispiel Agrotourismus, sehr dienlich.</p>
    • <p>Der Bundesrat erachtet eine Erhöhung der Marketingmittel im Schweizer Tourismus im Rahmen der 2. Stufe der konjunkturellen Stabilisierungsmassnahmen als geeignete Massnahme zur Bekämpfung des absehbaren Nachfrageeinbruchs im Schweizer Tourismus. Mit der vorübergehenden Mittelaufstockung wird eine Tourismusmarketing-Offensive von Schweiz Tourismus finanziert, welche den erwarteten touristischen Nachfrageeinbruch abdämpfen soll. Die Offensive Tourismusmarketing kann sofort umgesetzt werden, da ein Umsetzungskonzept bereits vorliegt. </p><p>Die Bundesmittel für die Offensive Tourismusmarketing werden vollständig über den Nachtragskredit 2009 finanziert. Es entstehen dem Bundeshaushalt keine Folgekosten in den späteren Jahren. Die Mittel sollen schwergewichtig im Sommerhalbjahr 2009 sowie im Hinblick auf das Winterhalbjahr 2009/10 verwendet werden. </p><p>Bei der vorübergehenden Aufstockung der Marketingmittel von Schweiz Tourismus handelt es sich um zusätzliche Ausgaben ohne spätere Kompensation. Eine solche wäre infolge der durch Schweiz Tourismus erbrachten temporären Zusatzleistungen nicht sachgerecht. Zudem muss berücksichtigt werden, dass die Tätigkeit von Schweiz Tourismus auf der Basis einer Leistungsvereinbarung mit dem Seco auf eine langfristig kontinuierliche Bearbeitung der Märkte ausgerichtet ist.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Absprache mit der Tourismusbranche zusätzliche Finanzmittel bereitzustellen, um damit auf den erwarteten deutlichen Rückgang im Tourismussektor im Zusammenhang mit der Finanzkrise zu reagieren. Es müssen offensive Massnahmen ergriffen werden, um einen drastischen Konsumeinbruch in diesem Sektor zu vermeiden.</p>
    • Offensive für den schweizerischen Tourismus

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