Konjunkturbelebung durch die Bekämpfung der Klimaerwärmung

ShortId
08.4005
Id
20084005
Updated
24.06.2025 23:29
Language
de
Title
Konjunkturbelebung durch die Bekämpfung der Klimaerwärmung
AdditionalIndexing
15;52;technologische Innovation;ökologische Forschung;Umwelttechnologie;Klimaveränderung;neue Technologie;Investitionsprogramm;Forschungsförderung;Ankurbelung der Wirtschaft
1
  • L04K06020209, Klimaveränderung
  • L05K0706010513, Umwelttechnologie
  • L06K110901060101, Investitionsprogramm
  • L04K16020204, Forschungsförderung
  • L05K0706010508, neue Technologie
  • L05K0704010201, Ankurbelung der Wirtschaft
  • L04K16020110, technologische Innovation
  • L04K06010306, ökologische Forschung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Falls die Politiker, die öffentlichen Institutionen und die Unternehmen einen Weg aus der aktuellen Wirtschaftskrise finden sollten, wird ein Teil von ihnen sicherlich versucht sein, wieder an dasselbe Modell anzuknüpfen, das teilweise mitverantwortlich ist für die globale Krise, die wir zurzeit erleben: vor allem eine Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch eine Umweltkrise. </p><p>Vor diesem Hintergrund scheint es äusserst wünschenswert, dass ein Teil der Hilfen für den Industriesektor und allgemein aller öffentlichen Beiträge dazu verwendet wird, ein neues Wirtschaftsmodell und Technologien zu erforschen und zu entwickeln, die zur Bekämpfung der Klimaerwärmung beitragen. Insbesondere empfiehlt sich, in erster Linie für solche Bankkredite zu bürgen, die für Investitionen in umweltverträgliche Technologien und erneuerbare Energien bestimmt sind. Auf diese Weise könnte die Schweiz der Industrie einen entscheidenden Anstoss geben, vergleichbar mit den Impulsen, die mit der Einführung der Eisenbahn oder der Elektrizität ausgelöst wurden und die den Anfang einer lang anhaltenden Phase wirtschaftlichen Aufschwungs bildeten.</p>
  • <p>Der Bundesrat hat in seiner Strategie zur nachhaltigen Entwicklung der Schweiz die Bekämpfung der globalen Klimaerwärmung als strategisch vorrangige Herausforderung verankert. Dabei ist die Senkung der CO2-Emissionen durch verbesserte Effizienz beim Verbrauch fossiler Energien und die vermehrte Nutzung von erneuerbaren Energien von grosser Bedeutung. Diesem Ziel dient beispielsweise das Gebäudesanierungsprogramm, für welches das Parlament zusätzliche Fördermittel bewilligt hat; ebenso die vom Bundesrat im Rahmen der zweiten Phase der Stabilisierungsmassnahmen beschlossenen Investitionen für energetische Erneuerungen von Bauten der EPFL und Armasuisse, für die Förderung von Fotovoltaik-Anlagen, Fernwärmeprojekten und Heizungssystemen mit erneuerbaren Energien sowie für die Änderung des Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetzes (WEG) zugunsten von energiesparenden Erneuerungsarbeiten.</p><p>Bei allfälligen weiteren Konjunkturstabilisierungsmassnahmen wird der Bundesrat dafür besorgt sein, nach Möglichkeit auch zukunftsträchtige Bereiche zu berücksichtigen. Solche finden sich zweifellos im Bereich der Umwelt- und Klimatechnologien. Dabei muss aber beachtet werden, dass die Massnahmen eines Konjunkturprogramms neben der langfristigen auch eine bedeutende kurzfristige Wirkung haben müssen und deshalb Projekte mit kurzfristiger Realisierbarkeit vorhanden sein müssen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu untersuchen, ob im Rahmen eines zukünftigen Programms für die Ankurbelung der schweizerischen Wirtschaft Technologien zur Bekämpfung der Klimaerwärmung besonders gefördert werden könnten.</p>
  • Konjunkturbelebung durch die Bekämpfung der Klimaerwärmung
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Falls die Politiker, die öffentlichen Institutionen und die Unternehmen einen Weg aus der aktuellen Wirtschaftskrise finden sollten, wird ein Teil von ihnen sicherlich versucht sein, wieder an dasselbe Modell anzuknüpfen, das teilweise mitverantwortlich ist für die globale Krise, die wir zurzeit erleben: vor allem eine Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch eine Umweltkrise. </p><p>Vor diesem Hintergrund scheint es äusserst wünschenswert, dass ein Teil der Hilfen für den Industriesektor und allgemein aller öffentlichen Beiträge dazu verwendet wird, ein neues Wirtschaftsmodell und Technologien zu erforschen und zu entwickeln, die zur Bekämpfung der Klimaerwärmung beitragen. Insbesondere empfiehlt sich, in erster Linie für solche Bankkredite zu bürgen, die für Investitionen in umweltverträgliche Technologien und erneuerbare Energien bestimmt sind. Auf diese Weise könnte die Schweiz der Industrie einen entscheidenden Anstoss geben, vergleichbar mit den Impulsen, die mit der Einführung der Eisenbahn oder der Elektrizität ausgelöst wurden und die den Anfang einer lang anhaltenden Phase wirtschaftlichen Aufschwungs bildeten.</p>
    • <p>Der Bundesrat hat in seiner Strategie zur nachhaltigen Entwicklung der Schweiz die Bekämpfung der globalen Klimaerwärmung als strategisch vorrangige Herausforderung verankert. Dabei ist die Senkung der CO2-Emissionen durch verbesserte Effizienz beim Verbrauch fossiler Energien und die vermehrte Nutzung von erneuerbaren Energien von grosser Bedeutung. Diesem Ziel dient beispielsweise das Gebäudesanierungsprogramm, für welches das Parlament zusätzliche Fördermittel bewilligt hat; ebenso die vom Bundesrat im Rahmen der zweiten Phase der Stabilisierungsmassnahmen beschlossenen Investitionen für energetische Erneuerungen von Bauten der EPFL und Armasuisse, für die Förderung von Fotovoltaik-Anlagen, Fernwärmeprojekten und Heizungssystemen mit erneuerbaren Energien sowie für die Änderung des Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetzes (WEG) zugunsten von energiesparenden Erneuerungsarbeiten.</p><p>Bei allfälligen weiteren Konjunkturstabilisierungsmassnahmen wird der Bundesrat dafür besorgt sein, nach Möglichkeit auch zukunftsträchtige Bereiche zu berücksichtigen. Solche finden sich zweifellos im Bereich der Umwelt- und Klimatechnologien. Dabei muss aber beachtet werden, dass die Massnahmen eines Konjunkturprogramms neben der langfristigen auch eine bedeutende kurzfristige Wirkung haben müssen und deshalb Projekte mit kurzfristiger Realisierbarkeit vorhanden sein müssen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu untersuchen, ob im Rahmen eines zukünftigen Programms für die Ankurbelung der schweizerischen Wirtschaft Technologien zur Bekämpfung der Klimaerwärmung besonders gefördert werden könnten.</p>
    • Konjunkturbelebung durch die Bekämpfung der Klimaerwärmung

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