Ein schweizerisches Protonentherapiezentrum am PSI
- ShortId
-
09.501
- Id
-
20090501
- Updated
-
10.04.2024 08:22
- Language
-
de
- Title
-
Ein schweizerisches Protonentherapiezentrum am PSI
- AdditionalIndexing
-
2841;Dezentralisierung;Spitzenmedizin;Kanton;Paul-Scherrer-Institut;Therapeutik;Kosten des Gesundheitswesens
- 1
-
- L04K01050218, Spitzenmedizin
- L05K1602020202, Paul-Scherrer-Institut
- L04K01050214, Therapeutik
- L04K01020406, Dezentralisierung
- L06K080701020108, Kanton
- L04K01050501, Kosten des Gesundheitswesens
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Das PSI hat eine weltweit beachtete Pionierforschung auf dem Gebiet der Protonentherapie geleistet. Jährlich werden derzeit etwa 400 Patienten behandelt. Mit dem laufenden Ausbau der Protonentherapieanlage am PSI kann die Kapazität weiter erhöht und die Protonentherapie in der Schweiz rasch etabliert werden. Offenbar gibt es sowohl bei Universitätsspitälern wie bei privaten Anbietern Projekte, um in diese hochspezialisierte und kostenintensive Therapieform zu investieren. Die Schaffung von neuen autonomen Protonentherapiezentren ist indes aus Gründen der Qualität und Kosteneffizienz nicht vertretbar. Im internationalen Vergleich ist mittelfristig ein einziges Protonentherapiezentrum für die Versorgung der Schweizer Bevölkerung absolut ausreichend, zumal die Schweiz im internationalen Vergleich schon heute pro Einwohner das höchste Angebot an Protonentherapie hat. Rund 95 Prozent der ausländischen und Schweizer Patienten werden ambulant behandelt. Die wenigen Patienten, welche gleichzeitig eine stationäre Spitalbehandlung brauchen, werden schon heute in naheliegenden Akutspitälern hospitalisiert. Es besteht absolut kein Bedarf, an verschiedenen Orten solche sehr teuren Therapieinstitutionen zu schaffen. Dies zumal wir mit dem PSI ein weltbekanntes Therapiezentrum haben, welches auf diesem Gebiet Spitzenforschung leistet, die technologische und medizinische Kompetenz besitzt sowie als eidgenössisches Forschungsinstitut mit allen Universitätskliniken und kantonalen Spitälern optimal zusammenarbeiten kann. </p><p>NFA und KVG wollen eine Konzentration der hochspezialisierten Medizin. Bevor die Kantone auch auf dem Gebiet der Protonentherapie ein "medizinisches Wettrüsten" beginnen und unnötigerweise Hunderte von Millionen Franken investieren, muss auf Bundesebene ein Entscheid für ein schweizerisches Protonenbehandlungszentrum am PSI gefällt werden.</p>
- <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein: </p><p>Es sind gesetzliche Grundlagen zu schaffen, welche das Protonentherapiezentrum am Paul-Scherrer-Institut (PSI), Villigen, bis 2020 zum einzigen schweizerischen Protonentherapiezentrum für die Versorgung der Bevölkerung bestimmen. Entsprechend soll nur die Protonentherapie am PSI zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung abgerechnet werden können.</p>
- Ein schweizerisches Protonentherapiezentrum am PSI
- State
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Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Das PSI hat eine weltweit beachtete Pionierforschung auf dem Gebiet der Protonentherapie geleistet. Jährlich werden derzeit etwa 400 Patienten behandelt. Mit dem laufenden Ausbau der Protonentherapieanlage am PSI kann die Kapazität weiter erhöht und die Protonentherapie in der Schweiz rasch etabliert werden. Offenbar gibt es sowohl bei Universitätsspitälern wie bei privaten Anbietern Projekte, um in diese hochspezialisierte und kostenintensive Therapieform zu investieren. Die Schaffung von neuen autonomen Protonentherapiezentren ist indes aus Gründen der Qualität und Kosteneffizienz nicht vertretbar. Im internationalen Vergleich ist mittelfristig ein einziges Protonentherapiezentrum für die Versorgung der Schweizer Bevölkerung absolut ausreichend, zumal die Schweiz im internationalen Vergleich schon heute pro Einwohner das höchste Angebot an Protonentherapie hat. Rund 95 Prozent der ausländischen und Schweizer Patienten werden ambulant behandelt. Die wenigen Patienten, welche gleichzeitig eine stationäre Spitalbehandlung brauchen, werden schon heute in naheliegenden Akutspitälern hospitalisiert. Es besteht absolut kein Bedarf, an verschiedenen Orten solche sehr teuren Therapieinstitutionen zu schaffen. Dies zumal wir mit dem PSI ein weltbekanntes Therapiezentrum haben, welches auf diesem Gebiet Spitzenforschung leistet, die technologische und medizinische Kompetenz besitzt sowie als eidgenössisches Forschungsinstitut mit allen Universitätskliniken und kantonalen Spitälern optimal zusammenarbeiten kann. </p><p>NFA und KVG wollen eine Konzentration der hochspezialisierten Medizin. Bevor die Kantone auch auf dem Gebiet der Protonentherapie ein "medizinisches Wettrüsten" beginnen und unnötigerweise Hunderte von Millionen Franken investieren, muss auf Bundesebene ein Entscheid für ein schweizerisches Protonenbehandlungszentrum am PSI gefällt werden.</p>
- <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein: </p><p>Es sind gesetzliche Grundlagen zu schaffen, welche das Protonentherapiezentrum am Paul-Scherrer-Institut (PSI), Villigen, bis 2020 zum einzigen schweizerischen Protonentherapiezentrum für die Versorgung der Bevölkerung bestimmen. Entsprechend soll nur die Protonentherapie am PSI zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung abgerechnet werden können.</p>
- Ein schweizerisches Protonentherapiezentrum am PSI
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