Fallkostenpauschalen. Erfahrungen und Stand der Umsetzung

ShortId
09.3061
Id
20093061
Updated
25.06.2025 00:23
Language
de
Title
Fallkostenpauschalen. Erfahrungen und Stand der Umsetzung
AdditionalIndexing
2841;Tarif;Spitalkosten;Festpreis;Ländervergleich;Kantonsvergleich;Therapeutik;Gesetzesevaluation
1
  • L06K110503020101, Tarif
  • L05K1105030201, Festpreis
  • L05K0105050102, Spitalkosten
  • L04K08070301, Gesetzesevaluation
  • L04K01050214, Therapeutik
  • L03K020219, Kantonsvergleich
  • L04K02022201, Ländervergleich
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der Bundesrat plant, schweizweit einheitliche Fallkostenpauschalen (Diagnosis Related Groups, DRG) per 1. Januar 2012 einzuführen. Verschiedene Kantone haben DRG bereits eingeführt und erste Erfahrungen gesammelt. In diesem Zusammenhang sind jedoch auch konfliktreiche Situationen, wie beispielsweise im Kanton Zug, entstanden, wo der Regierungsrat zur Beruhigung der Situation eine Task-Force eingesetzt hat (Medienmitteilung des Regierungsrates des Kantons Zug vom 27. November 2008). Im Kanton Zürich wird inzwischen eine kontroverse medienöffentliche Diskussion unter Ärzten ausgetragen (siehe u. a. "NZZ" vom 19. Februar 2009: "Die Spitalfinanzierung sorgt für rote Köpfe."). Auch andere Länder haben die Auswirkungen von DRG bereits evaluiert. Dazu bestehen publizierte Untersuchungen, so auch mit besorgniserregenden Befunden wie in Deutschland. Die im Gesundheitswesen relevanten Organisationen stellen sich im Hinblick auf die flächendeckende Einführung dieses Instruments in der Schweiz verschiedene Fragen bezüglich Qualität der Versorgung, Konsequenzen für Weiterbildung, Arbeits- und Lohnbedingungen des Personals und Versorgungssicherheit für die Bevölkerung. Um den Fragen und Bedenken im Hinblick auf die DRG-Anwendung Rechnung zu tragen, soll der Bundesrat einen Bericht vorlegen, der Erfahrungen aus anderen Ländern und einzelnen Kantonen aufzeigt und auswertet. Der Bericht soll auch Auskunft darüber geben, was im Hinblick auf die gesamtschweizerische Anwendung von DRG bisher unternommen wurde und wie sich der Umsetzungsprozess bis 2012 gestalten soll.</p>
  • Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, bis Ende 2009 einen Bericht über die Fallkostenpauschalen mit folgenden Inhalten vorzulegen:</p><p>1. Stand der Umsetzungsarbeiten zur flächendeckenden Einführung von DRG in der Schweiz bis 2012 gemäss der neuen Spitalfinanzierung,</p><p>2. direkter Einbezug der betroffenen Leistungserbringer, namentlich des Pflegepersonals und der Hebammen, in die Ausgestaltung der DRG,</p><p>3. Auswertung von Erfahrungen mit DRG in anderen Ländern, u. a. Deutschland, insbesondere auf die vor- und nachgelagerten Bereiche wie Spitex, Pflegeheime und Wochenbettbetreuung nach Geburt, und</p><p>4. erste Erfahrungen aus all den Kantonen, welche DRG bereits eingeführt haben, unter Einbezug der konkreten Auswirkungen auf die Personalsituation sowie die Folgen für Patientinnen und Patienten und deren Versorgungsqualität.</p>
  • Fallkostenpauschalen. Erfahrungen und Stand der Umsetzung
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der Bundesrat plant, schweizweit einheitliche Fallkostenpauschalen (Diagnosis Related Groups, DRG) per 1. Januar 2012 einzuführen. Verschiedene Kantone haben DRG bereits eingeführt und erste Erfahrungen gesammelt. In diesem Zusammenhang sind jedoch auch konfliktreiche Situationen, wie beispielsweise im Kanton Zug, entstanden, wo der Regierungsrat zur Beruhigung der Situation eine Task-Force eingesetzt hat (Medienmitteilung des Regierungsrates des Kantons Zug vom 27. November 2008). Im Kanton Zürich wird inzwischen eine kontroverse medienöffentliche Diskussion unter Ärzten ausgetragen (siehe u. a. "NZZ" vom 19. Februar 2009: "Die Spitalfinanzierung sorgt für rote Köpfe."). Auch andere Länder haben die Auswirkungen von DRG bereits evaluiert. Dazu bestehen publizierte Untersuchungen, so auch mit besorgniserregenden Befunden wie in Deutschland. Die im Gesundheitswesen relevanten Organisationen stellen sich im Hinblick auf die flächendeckende Einführung dieses Instruments in der Schweiz verschiedene Fragen bezüglich Qualität der Versorgung, Konsequenzen für Weiterbildung, Arbeits- und Lohnbedingungen des Personals und Versorgungssicherheit für die Bevölkerung. Um den Fragen und Bedenken im Hinblick auf die DRG-Anwendung Rechnung zu tragen, soll der Bundesrat einen Bericht vorlegen, der Erfahrungen aus anderen Ländern und einzelnen Kantonen aufzeigt und auswertet. Der Bericht soll auch Auskunft darüber geben, was im Hinblick auf die gesamtschweizerische Anwendung von DRG bisher unternommen wurde und wie sich der Umsetzungsprozess bis 2012 gestalten soll.</p>
    • Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, bis Ende 2009 einen Bericht über die Fallkostenpauschalen mit folgenden Inhalten vorzulegen:</p><p>1. Stand der Umsetzungsarbeiten zur flächendeckenden Einführung von DRG in der Schweiz bis 2012 gemäss der neuen Spitalfinanzierung,</p><p>2. direkter Einbezug der betroffenen Leistungserbringer, namentlich des Pflegepersonals und der Hebammen, in die Ausgestaltung der DRG,</p><p>3. Auswertung von Erfahrungen mit DRG in anderen Ländern, u. a. Deutschland, insbesondere auf die vor- und nachgelagerten Bereiche wie Spitex, Pflegeheime und Wochenbettbetreuung nach Geburt, und</p><p>4. erste Erfahrungen aus all den Kantonen, welche DRG bereits eingeführt haben, unter Einbezug der konkreten Auswirkungen auf die Personalsituation sowie die Folgen für Patientinnen und Patienten und deren Versorgungsqualität.</p>
    • Fallkostenpauschalen. Erfahrungen und Stand der Umsetzung

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