Gleichstellung. Mehr Frauen in technischen, mathematischen und naturwissenschaftlichen Berufen
- ShortId
-
09.3930
- Id
-
20093930
- Updated
-
25.06.2025 00:24
- Language
-
de
- Title
-
Gleichstellung. Mehr Frauen in technischen, mathematischen und naturwissenschaftlichen Berufen
- AdditionalIndexing
-
32;exakte Naturwissenschaften;Gleichstellung von Mann und Frau;Sekundarstufe;Gliederung nach Geschlecht;technischer Unterricht;Frauenförderung;Schüler/in;Mathematik;Frau;Naturwissenschaften und angewandte Wissenschaften
- 1
-
- L04K05020305, Gleichstellung von Mann und Frau
- L05K0107010301, Frau
- L04K13020307, technischer Unterricht
- L04K16010105, Mathematik
- L02K1601, Naturwissenschaften und angewandte Wissenschaften
- L04K01070103, Gliederung nach Geschlecht
- L04K13020505, Sekundarstufe
- L05K1301020103, Schüler/in
- L04K01010401, Frauenförderung
- L03K160102, exakte Naturwissenschaften
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Am 9. November 2005 hat der Bundesrat das Postulat Fetz 05.3508, "Massnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in den Studiengängen Mathematik, Naturwissenschaften und Technik", angenommen. Dieser Vorstoss bezieht sich ausschliesslich auf die Tertiärausbildung. </p><p>Ergänzend wird der Bundesrat mit diesem Postulat beauftragt, die Situation auch auf der Sekundarstufe II analysieren zu lassen und griffige Massnahmen zur Erhöhung der Frauenvertretung einzuleiten. </p><p>Artikel 8 Absatz 3 der Bundesverfassung verpflichtet zur tatsächlichen Gleichstellung in Ausbildung und Arbeit. </p><p>Die Schweiz wird seit Langem von der OECD wegen der ungenügenden Vertretung von Frauen in diesen Lehr- und Ausbildungsgängen kritisiert. Die Situation ist alarmierend, weil logischerweise in den entsprechenden Branchen auch der grösste Mangel an Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern und qualifizierten Fachkräften besteht. </p><p>Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Eine berufliche Grundbildung (Sekundarstufe II) im NMT-Bereich (Naturwissenschaften, Mathematik und Technik) haben 2006 nur 11 Prozent Frauen begonnen. Bei den Abschlüssen beträgt der Frauenanteil ebenfalls 11 Prozent. Entsprechend ist dann auch der Anteil der Hochschulabschlüsse von Frauen in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik in der Schweiz mit knapp 17 Prozent äusserst niedrig. Nur noch Japan liegt mit 15 Prozent tiefer. Im EU-Durchschnitt liegt der Frauenanteil bei 31 Prozent (Ausbildung in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik in der Schweiz, Neuenburg, 2009, S. 17ff.).</p>
- <p>Der Bundesrat ist zurzeit daran, im Rahmen des Postulates Hochreutener 07.3538, "Naturwissenschaftlich-technische Bildung", einen Bericht über den Stand, die Probleme und die Perspektiven der mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Bildung auf Fachhochschul- und Universitätsniveau zu erarbeiten.</p><p>Der Bericht wird voraussichtlich Anfang 2010 vorliegen. Er berücksichtigt auch die Postulate Recordon 07.3747, "Mangel an Fachleuten in wissenschaftlichen Berufen", und Widmer 07.3810, "Mehr Studierende in Ingenieur- und Naturwissenschaften", sowie die Interpellation der CVP/EVP/glp-Fraktion 08.3565, "Förderung der Naturwissenschaften und technischen Wissenschaften". Da das vorliegende Postulat thematisch ebenfalls eng damit verwandt ist, wird die Situation auf der Sekundarstufe II im gleichen Zusammenhang behandelt.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und Bericht zu erstatten, wie die krass unterdurchschnittliche Frauenvertretung in den technischen, mathematischen und naturwissenschaftlichen Ausbildungs- und Lehrgängen in der Sekundarstufe II in Zusammenarbeit mit den Kantonen erhöht werden kann.</p>
- Gleichstellung. Mehr Frauen in technischen, mathematischen und naturwissenschaftlichen Berufen
- State
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Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Am 9. November 2005 hat der Bundesrat das Postulat Fetz 05.3508, "Massnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in den Studiengängen Mathematik, Naturwissenschaften und Technik", angenommen. Dieser Vorstoss bezieht sich ausschliesslich auf die Tertiärausbildung. </p><p>Ergänzend wird der Bundesrat mit diesem Postulat beauftragt, die Situation auch auf der Sekundarstufe II analysieren zu lassen und griffige Massnahmen zur Erhöhung der Frauenvertretung einzuleiten. </p><p>Artikel 8 Absatz 3 der Bundesverfassung verpflichtet zur tatsächlichen Gleichstellung in Ausbildung und Arbeit. </p><p>Die Schweiz wird seit Langem von der OECD wegen der ungenügenden Vertretung von Frauen in diesen Lehr- und Ausbildungsgängen kritisiert. Die Situation ist alarmierend, weil logischerweise in den entsprechenden Branchen auch der grösste Mangel an Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern und qualifizierten Fachkräften besteht. </p><p>Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Eine berufliche Grundbildung (Sekundarstufe II) im NMT-Bereich (Naturwissenschaften, Mathematik und Technik) haben 2006 nur 11 Prozent Frauen begonnen. Bei den Abschlüssen beträgt der Frauenanteil ebenfalls 11 Prozent. Entsprechend ist dann auch der Anteil der Hochschulabschlüsse von Frauen in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik in der Schweiz mit knapp 17 Prozent äusserst niedrig. Nur noch Japan liegt mit 15 Prozent tiefer. Im EU-Durchschnitt liegt der Frauenanteil bei 31 Prozent (Ausbildung in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik in der Schweiz, Neuenburg, 2009, S. 17ff.).</p>
- <p>Der Bundesrat ist zurzeit daran, im Rahmen des Postulates Hochreutener 07.3538, "Naturwissenschaftlich-technische Bildung", einen Bericht über den Stand, die Probleme und die Perspektiven der mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Bildung auf Fachhochschul- und Universitätsniveau zu erarbeiten.</p><p>Der Bericht wird voraussichtlich Anfang 2010 vorliegen. Er berücksichtigt auch die Postulate Recordon 07.3747, "Mangel an Fachleuten in wissenschaftlichen Berufen", und Widmer 07.3810, "Mehr Studierende in Ingenieur- und Naturwissenschaften", sowie die Interpellation der CVP/EVP/glp-Fraktion 08.3565, "Förderung der Naturwissenschaften und technischen Wissenschaften". Da das vorliegende Postulat thematisch ebenfalls eng damit verwandt ist, wird die Situation auf der Sekundarstufe II im gleichen Zusammenhang behandelt.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und Bericht zu erstatten, wie die krass unterdurchschnittliche Frauenvertretung in den technischen, mathematischen und naturwissenschaftlichen Ausbildungs- und Lehrgängen in der Sekundarstufe II in Zusammenarbeit mit den Kantonen erhöht werden kann.</p>
- Gleichstellung. Mehr Frauen in technischen, mathematischen und naturwissenschaftlichen Berufen
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