Zukunft der Forschung im Bereich der nichtionisierenden Strahlung
- ShortId
-
09.4325
- Id
-
20094325
- Updated
-
14.11.2025 07:45
- Language
-
de
- Title
-
Zukunft der Forschung im Bereich der nichtionisierenden Strahlung
- AdditionalIndexing
-
2841;36;elektromagnetische schädliche Auswirkung;Gesundheitsrisiko;angewandte Forschung;Forschungsvorhaben
- 1
-
- L04K06020103, elektromagnetische schädliche Auswirkung
- L04K16020101, angewandte Forschung
- L04K01050510, Gesundheitsrisiko
- L04K16020206, Forschungsvorhaben
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die Sicherstellung der schweizerischen Stromversorgung bedarf eines Ausbaus des Hochspannungsnetzes. Die drahtlose Kommunikationstechnologie kann dank einer sehr raschen technologischen Entwicklung laufend ausgebaut werden. Diese Veränderungen führen aktuell zu einer starken Zunahme der Exposition der Schweizer Bevölkerung gegenüber NIS. Die Exposition der Bevölkerung hat sich allein durch die Funkbelastung in den letzten 20 Jahren verzehnfacht. Neben der Quantität verändert sich auch die Qualität der NIS im Hochfrequenzbereich laufend, sodass sowohl Monitoring als auch Forschung in Bezug auf die Interaktionen mit lebenden Organismen spezifiziert und intensiviert werden sollten. Unter diesen Umständen ist es anspruchsvoll, dass umweltbezogene Forschung und Fortschritt in den angewandten Technologien miteinander Schritt halten. </p><p>Zurzeit läuft das Programm des Schweizerischen Nationalfonds NFP 57, das die Auswirkungen von NIS auf den menschlichen Körper untersucht. Dieses ist aber auf vier Jahre befristet, und in der Regel werden keine Anschlussprogramme im gleichen Forschungssegment bewilligt. Daneben gibt es noch ein kleines Budget industrieunabhängiger Forschungsgelder im Bereich der Ressortforschung. Es stellt sich deshalb die dringende Frage, wie sowohl die industrieunabhängige staatliche Forschung als auch die gemischte, durch Industrie und Staat finanzierte Forschung gesichert werden kann. Mehrere wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die rein industriefinanzierte Forschung wegen Interessenbindungen die Studienresultate beeinflusst. Es erscheint deshalb offensichtlich, dass eine qualitativ hochstehende Forschung im Bereich NIS gesichert werden muss.</p>
- <p>Das vom Bundesrat am 11. März 2005 bewilligte Nationale Forschungsprogramm NFP 57, "Nichtionisierende Strahlung, Umwelt und Gesundheit", wird im Laufe des Jahres 2010 abgeschlossen werden. Der Bundesrat rechnet nicht mit einem Forschungsbedarf in der bisherigen Quantität. Angesichts der Vielfalt der Emissionsquellen, der möglichen biologischen Reaktionen sowie der zukünftigen Entwicklung von neuen NIS-emittierenden Technologien ist aber auch weiterhin mit einem gewissen Forschungsbedarf zu rechnen. Der Bundesrat wird im Zusammenhang mit der Berichterstattung über das NFP 57 darlegen, welche weiteren Forschungsarbeiten allenfalls noch erforderlich sind.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, über Möglichkeiten und Bedarf an zukünftiger Forschung im Bereich NIS Bericht zu erstatten und Möglichkeiten zu Art und Sicherung von deren Finanzierung aufzuzeigen.</p>
- Zukunft der Forschung im Bereich der nichtionisierenden Strahlung
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die Sicherstellung der schweizerischen Stromversorgung bedarf eines Ausbaus des Hochspannungsnetzes. Die drahtlose Kommunikationstechnologie kann dank einer sehr raschen technologischen Entwicklung laufend ausgebaut werden. Diese Veränderungen führen aktuell zu einer starken Zunahme der Exposition der Schweizer Bevölkerung gegenüber NIS. Die Exposition der Bevölkerung hat sich allein durch die Funkbelastung in den letzten 20 Jahren verzehnfacht. Neben der Quantität verändert sich auch die Qualität der NIS im Hochfrequenzbereich laufend, sodass sowohl Monitoring als auch Forschung in Bezug auf die Interaktionen mit lebenden Organismen spezifiziert und intensiviert werden sollten. Unter diesen Umständen ist es anspruchsvoll, dass umweltbezogene Forschung und Fortschritt in den angewandten Technologien miteinander Schritt halten. </p><p>Zurzeit läuft das Programm des Schweizerischen Nationalfonds NFP 57, das die Auswirkungen von NIS auf den menschlichen Körper untersucht. Dieses ist aber auf vier Jahre befristet, und in der Regel werden keine Anschlussprogramme im gleichen Forschungssegment bewilligt. Daneben gibt es noch ein kleines Budget industrieunabhängiger Forschungsgelder im Bereich der Ressortforschung. Es stellt sich deshalb die dringende Frage, wie sowohl die industrieunabhängige staatliche Forschung als auch die gemischte, durch Industrie und Staat finanzierte Forschung gesichert werden kann. Mehrere wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die rein industriefinanzierte Forschung wegen Interessenbindungen die Studienresultate beeinflusst. Es erscheint deshalb offensichtlich, dass eine qualitativ hochstehende Forschung im Bereich NIS gesichert werden muss.</p>
- <p>Das vom Bundesrat am 11. März 2005 bewilligte Nationale Forschungsprogramm NFP 57, "Nichtionisierende Strahlung, Umwelt und Gesundheit", wird im Laufe des Jahres 2010 abgeschlossen werden. Der Bundesrat rechnet nicht mit einem Forschungsbedarf in der bisherigen Quantität. Angesichts der Vielfalt der Emissionsquellen, der möglichen biologischen Reaktionen sowie der zukünftigen Entwicklung von neuen NIS-emittierenden Technologien ist aber auch weiterhin mit einem gewissen Forschungsbedarf zu rechnen. Der Bundesrat wird im Zusammenhang mit der Berichterstattung über das NFP 57 darlegen, welche weiteren Forschungsarbeiten allenfalls noch erforderlich sind.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, über Möglichkeiten und Bedarf an zukünftiger Forschung im Bereich NIS Bericht zu erstatten und Möglichkeiten zu Art und Sicherung von deren Finanzierung aufzuzeigen.</p>
- Zukunft der Forschung im Bereich der nichtionisierenden Strahlung
Back to List