Korruptionsbekämpfung im Sport
- ShortId
-
10.513
- Id
-
20100513
- Updated
-
10.04.2024 12:14
- Language
-
de
- Title
-
Korruptionsbekämpfung im Sport
- AdditionalIndexing
-
28;12;strafrechtliche Verantwortlichkeit;Schmiergelder;internationale Organisation;Strafbarkeit;Vereinigung;Sport;Korruption
- 1
-
- L04K01010102, Sport
- L04K10020103, internationale Organisation
- L05K0101030204, Vereinigung
- L05K0501020104, Korruption
- L06K050102010401, Schmiergelder
- L04K05010110, Strafbarkeit
- L04K05010208, strafrechtliche Verantwortlichkeit
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Internationale Sportdachverbände wie beispielsweise die Fifa üben wegen ihrer Monopolstellung und der Tatsache, dass oft Regierungsmitglieder darin leitende Funktionen innehaben, eine quasiöffentliche Funktion aus. Bei der Vergabe einer Fussball-WM geht es jeweils nicht nur um nationales Prestige, sondern auch um Milliardenbeträge. Es erstaunt somit wenig, dass internationale Sportfunktionäre mit Schmiergeldern bedient werden.</p><p>Der grösste Korruptionsskandal der Sportgeschichte rüttelt aktuell die Öffentlichkeit wach. Einige Mitglieder des Exekutivkomitees der Fifa haben Schmiergelder in Millionenhöhe erhalten.</p><p>Offensichtlich genügt die Selbstregulierung nicht. Bestechungen von Sportfunktionären müssen strafrechtlich und von Amtes wegen verfolgt werden.</p><p>Leider hat es die Schweiz im Rahmen der Revision des Korruptionsstrafrechts im Jahre 2006 verpasst, die passive Bestechung von Vertretern internationaler Sportorganisationen unter Strafe zu stellen. Dafür gibt es keinen Grund. Die Straffreiheit ist kein Standortvorteil. Die Steuervergünstigen genügen.</p><p>Die Schweiz darf nicht zur Insel für dubiose Geschäfte werden.</p>
- <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und auf Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Artikel 322septies StGB sei dahingehend zu ergänzen, dass internationale Sportdachverbände den internationalen Organisationen gleichgestellt werden.</p>
- Korruptionsbekämpfung im Sport
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Internationale Sportdachverbände wie beispielsweise die Fifa üben wegen ihrer Monopolstellung und der Tatsache, dass oft Regierungsmitglieder darin leitende Funktionen innehaben, eine quasiöffentliche Funktion aus. Bei der Vergabe einer Fussball-WM geht es jeweils nicht nur um nationales Prestige, sondern auch um Milliardenbeträge. Es erstaunt somit wenig, dass internationale Sportfunktionäre mit Schmiergeldern bedient werden.</p><p>Der grösste Korruptionsskandal der Sportgeschichte rüttelt aktuell die Öffentlichkeit wach. Einige Mitglieder des Exekutivkomitees der Fifa haben Schmiergelder in Millionenhöhe erhalten.</p><p>Offensichtlich genügt die Selbstregulierung nicht. Bestechungen von Sportfunktionären müssen strafrechtlich und von Amtes wegen verfolgt werden.</p><p>Leider hat es die Schweiz im Rahmen der Revision des Korruptionsstrafrechts im Jahre 2006 verpasst, die passive Bestechung von Vertretern internationaler Sportorganisationen unter Strafe zu stellen. Dafür gibt es keinen Grund. Die Straffreiheit ist kein Standortvorteil. Die Steuervergünstigen genügen.</p><p>Die Schweiz darf nicht zur Insel für dubiose Geschäfte werden.</p>
- <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und auf Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Artikel 322septies StGB sei dahingehend zu ergänzen, dass internationale Sportdachverbände den internationalen Organisationen gleichgestellt werden.</p>
- Korruptionsbekämpfung im Sport
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