Warum wurde Botschafterin Heidi Tagliavini vom EDA freigestellt?
- ShortId
-
10.1074
- Id
-
20101074
- Updated
-
24.06.2025 23:03
- Language
-
de
- Title
-
Warum wurde Botschafterin Heidi Tagliavini vom EDA freigestellt?
- AdditionalIndexing
-
08;04;Personalverwaltung;diplomatischer Dienst;Beendigung des Arbeitsverhältnisses;EDA
- 1
-
- L03K080409, EDA
- L06K100201020105, diplomatischer Dienst
- L04K07020102, Personalverwaltung
- L04K07020301, Beendigung des Arbeitsverhältnisses
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Der Bundesrat teilt die Auffassung der Fragestellerin, wonach es sich bei Frau Botschafterin Heidi Tagliavini um eine hervorragend qualifizierte Diplomatin handelt, die sich insbesondere im Rahmen ihrer Tätigkeiten in Tschetschenien und Georgien einen ausgezeichneten internationalen Ruf erworben hat. Im Wissen um ihre besonderen Kenntnisse über die politischen Verhältnisse in Osteuropa und der früheren Sowjetunion hat das EDA Botschafterin Tagliavini verschiedentlich für internationale Mandate zur Verfügung gestellt. Anlässlich ihrer Einsätze für die Leitung der UN-Beobachtermission in Georgien (Unomig, 2002-2006) und für die Leitung der EU-Untersuchungsmission zum Georgienkrieg (2008-2009) hat das EDA Frau Tagliavini unbezahlten Urlaub gewährt.</p><p>Frau Botschafterin Heidi Tagliavini steht weiterhin in einem Arbeitsverhältnis mit dem EDA. Sie wurde von diesem nicht freigestellt und steht zurzeit als Angestellte des EDA dem Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik als Expertin zur Verfügung. Bis Ende Februar 2010 hat Frau Botschafterin Tagliavini die OSZE-Wahlmission in der Ukraine geleitet. Auch in dieser Funktion war sie Angestellte des EDA.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Botschafterin Heidi Tagliavini ist eine exzellente Diplomatin mit einem ausgezeichneten Leistungsausweis, grosser Erfahrung und breitester politischer Anerkennung, auch im Ausland. Sie arbeitete in der OSZE-Assistenzgruppe für Tschetschenien, war Botschafterin in Bosnien-Herzegowina, Chefin der Politischen Abteilung IV (Menschenrechte und Humanitäre Angelegenheiten) und übernahm 2002 bis 2006 die Uno-Beobachtermission in Georgien. Anschliessend war sie stellvertretende Leiterin der Direktion für politische Angelegenheiten. 2009 untersuchte Heidi Tagliavini im Auftrag der EU die Ursachen des Georgienkriegs. Dieser Bericht gilt heute weltweit als die Referenz. Wie ist es möglich, dass eine so hochqualifizierte und erfahrene Diplomatin nach Abschluss des sogenannten Tagliavini-Berichtes zu Georgien und Leitung der OSZE-Wahlbeobachtungsmission während den ukrainischen Präsidentschaftswahlen vom EDA freigestellt ist?</p>
- Warum wurde Botschafterin Heidi Tagliavini vom EDA freigestellt?
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Der Bundesrat teilt die Auffassung der Fragestellerin, wonach es sich bei Frau Botschafterin Heidi Tagliavini um eine hervorragend qualifizierte Diplomatin handelt, die sich insbesondere im Rahmen ihrer Tätigkeiten in Tschetschenien und Georgien einen ausgezeichneten internationalen Ruf erworben hat. Im Wissen um ihre besonderen Kenntnisse über die politischen Verhältnisse in Osteuropa und der früheren Sowjetunion hat das EDA Botschafterin Tagliavini verschiedentlich für internationale Mandate zur Verfügung gestellt. Anlässlich ihrer Einsätze für die Leitung der UN-Beobachtermission in Georgien (Unomig, 2002-2006) und für die Leitung der EU-Untersuchungsmission zum Georgienkrieg (2008-2009) hat das EDA Frau Tagliavini unbezahlten Urlaub gewährt.</p><p>Frau Botschafterin Heidi Tagliavini steht weiterhin in einem Arbeitsverhältnis mit dem EDA. Sie wurde von diesem nicht freigestellt und steht zurzeit als Angestellte des EDA dem Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik als Expertin zur Verfügung. Bis Ende Februar 2010 hat Frau Botschafterin Tagliavini die OSZE-Wahlmission in der Ukraine geleitet. Auch in dieser Funktion war sie Angestellte des EDA.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Botschafterin Heidi Tagliavini ist eine exzellente Diplomatin mit einem ausgezeichneten Leistungsausweis, grosser Erfahrung und breitester politischer Anerkennung, auch im Ausland. Sie arbeitete in der OSZE-Assistenzgruppe für Tschetschenien, war Botschafterin in Bosnien-Herzegowina, Chefin der Politischen Abteilung IV (Menschenrechte und Humanitäre Angelegenheiten) und übernahm 2002 bis 2006 die Uno-Beobachtermission in Georgien. Anschliessend war sie stellvertretende Leiterin der Direktion für politische Angelegenheiten. 2009 untersuchte Heidi Tagliavini im Auftrag der EU die Ursachen des Georgienkriegs. Dieser Bericht gilt heute weltweit als die Referenz. Wie ist es möglich, dass eine so hochqualifizierte und erfahrene Diplomatin nach Abschluss des sogenannten Tagliavini-Berichtes zu Georgien und Leitung der OSZE-Wahlbeobachtungsmission während den ukrainischen Präsidentschaftswahlen vom EDA freigestellt ist?</p>
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