Analyse der Bedrohung durch Cyberwar

ShortId
10.3136
Id
20103136
Updated
24.06.2025 23:48
Language
de
Title
Analyse der Bedrohung durch Cyberwar
AdditionalIndexing
34;12;Computerkriminalität;Evaluation;Datenschutz;Internet
1
  • L04K12030301, Computerkriminalität
  • L05K1202020105, Internet
  • L04K05020513, Datenschutz
  • L04K08020302, Evaluation
PriorityCouncil1
Ständerat
Texts
  • <p>Die Behörden der Schweiz fangen langsam an, sich vertraut zu machen mit der Plage der Cyberkriminalität im Bereich von Pädophilie, Betrug, Immaterialgüterrecht usw. Der schädigende Gebrauch von Informatik und Telekommunikation geht aber über diese für sich schon sehr beunruhigenden Tatbestände hinaus: Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass auch staatliche Ziele oder solche von nationaler Bedeutung und grossem Umfang angegriffen werden, zum Beispiel Lettland, aber auch Departemente des Bundes wie das EDA. Angreifer können böswillige, sprich terroristische Gruppierungen sein, aber auch Staaten, wie dies der Fall zu sein schien bei einer Störung der Satellitenübertragung, die kürzlich die British Broadcasting Corporation (BBC) betraf. Befürchtet werden muss insbesondere eine totale oder partielle Blockierung der Infrastruktur und des lebenswichtigen Versorgungsnetzes eines Landes (Kommunikation, Energie, Verkehr, Gesundheitsversorgung, Wasserversorgung), womit das Land in die Knie gezwungen würde oder Katastrophen herbeigeführt würden. Ebenso würde selbst die Armee handlungsunfähig gemacht, ist doch - in Anbetracht des Obengesagten - die Informatisierung deren Achillesferse. Auch die Staaten, die über sehr hohe Verteidigungsbudgets verfügen, wissen, dass sie auf eine solche Gefahr schlecht vorbereitet sind. Die Schweiz sollte in dem für dieses Jahr erwarteten Sicherheitsbericht diese Gefahr bei ihren Verteidigungsmassnahmen aufführen. Aber dies allein genügt nicht: Angesichts der Tatsache, dass diese Bedrohung neu und sehr ernst ist und dass es enorm schwierig ist, sie abzuwehren, ist ein detaillierter Sonderbericht zu diesem Thema notwendig.</p>
  • <p>Der Bundesrat ist sich der Gefahren und Verletzlichkeiten, die sich aus zivilen und militärischen Angriffen gegen computergestützte Infrastrukturen ergeben, bewusst. Er wies schon in seiner Antwort auf die Interpellation Graber 08.3924, "Massnahmen gegen den elektronischen Krieg", vom 11. Februar 2009 auf seine umfassende Abwehr- und Vorsorgestrategie hin.</p><p>Der Bundesrat hatte auch das Postulat Frick 08.3101, "Die Schweiz wirksamer gegen Cybercrime schützen", angenommen, wonach er einen umfassenden Bericht über Bedrohungen und Stand bei der Bekämpfung der Internetkriminalität als nötig erachtet hat, um die bereits getroffenen Massnahmen in diesem Bereich einer genaueren Prüfung zu unterziehen. Auch die von beiden Räten angenommene Motion Burkhalter 08.3100, "Nationale Strategie für die Bekämpfung der Internetkriminalität", verlangt eine breite Übersicht des Ist-Zustandes im Bereich der Internetkriminalität sowie eine umfassende Strategie, welche auch den Schutz der kritischen Informationsinfrastrukturen und des Wirtschaftsstandortes Schweiz beinhalten muss. Der Sicherheitsausschuss des Bundesrates hat seinen Stab beauftragt, auf Ende 2010 eine interdepartementale Vorsorgeplanung zum Thema Cyberattacke zu erarbeiten.</p><p>Der Bundesrat wird im Zuge der Erfüllung dieser Vorstösse darauf achten, die in diesem Postulat angesprochenen Punkte gebührend zu berücksichtigen und einzubauen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird gebeten, einen Bericht zu erstellen, in dem er Antwort gibt auf die sich mehrenden schwerwiegenden Fragen zur Fähigkeit der Schweiz, dem Cyberwar mit all seinen zivilen und militärischen Konsequenzen die Stirn zu bieten.</p>
  • Analyse der Bedrohung durch Cyberwar
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Behörden der Schweiz fangen langsam an, sich vertraut zu machen mit der Plage der Cyberkriminalität im Bereich von Pädophilie, Betrug, Immaterialgüterrecht usw. Der schädigende Gebrauch von Informatik und Telekommunikation geht aber über diese für sich schon sehr beunruhigenden Tatbestände hinaus: Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass auch staatliche Ziele oder solche von nationaler Bedeutung und grossem Umfang angegriffen werden, zum Beispiel Lettland, aber auch Departemente des Bundes wie das EDA. Angreifer können böswillige, sprich terroristische Gruppierungen sein, aber auch Staaten, wie dies der Fall zu sein schien bei einer Störung der Satellitenübertragung, die kürzlich die British Broadcasting Corporation (BBC) betraf. Befürchtet werden muss insbesondere eine totale oder partielle Blockierung der Infrastruktur und des lebenswichtigen Versorgungsnetzes eines Landes (Kommunikation, Energie, Verkehr, Gesundheitsversorgung, Wasserversorgung), womit das Land in die Knie gezwungen würde oder Katastrophen herbeigeführt würden. Ebenso würde selbst die Armee handlungsunfähig gemacht, ist doch - in Anbetracht des Obengesagten - die Informatisierung deren Achillesferse. Auch die Staaten, die über sehr hohe Verteidigungsbudgets verfügen, wissen, dass sie auf eine solche Gefahr schlecht vorbereitet sind. Die Schweiz sollte in dem für dieses Jahr erwarteten Sicherheitsbericht diese Gefahr bei ihren Verteidigungsmassnahmen aufführen. Aber dies allein genügt nicht: Angesichts der Tatsache, dass diese Bedrohung neu und sehr ernst ist und dass es enorm schwierig ist, sie abzuwehren, ist ein detaillierter Sonderbericht zu diesem Thema notwendig.</p>
    • <p>Der Bundesrat ist sich der Gefahren und Verletzlichkeiten, die sich aus zivilen und militärischen Angriffen gegen computergestützte Infrastrukturen ergeben, bewusst. Er wies schon in seiner Antwort auf die Interpellation Graber 08.3924, "Massnahmen gegen den elektronischen Krieg", vom 11. Februar 2009 auf seine umfassende Abwehr- und Vorsorgestrategie hin.</p><p>Der Bundesrat hatte auch das Postulat Frick 08.3101, "Die Schweiz wirksamer gegen Cybercrime schützen", angenommen, wonach er einen umfassenden Bericht über Bedrohungen und Stand bei der Bekämpfung der Internetkriminalität als nötig erachtet hat, um die bereits getroffenen Massnahmen in diesem Bereich einer genaueren Prüfung zu unterziehen. Auch die von beiden Räten angenommene Motion Burkhalter 08.3100, "Nationale Strategie für die Bekämpfung der Internetkriminalität", verlangt eine breite Übersicht des Ist-Zustandes im Bereich der Internetkriminalität sowie eine umfassende Strategie, welche auch den Schutz der kritischen Informationsinfrastrukturen und des Wirtschaftsstandortes Schweiz beinhalten muss. Der Sicherheitsausschuss des Bundesrates hat seinen Stab beauftragt, auf Ende 2010 eine interdepartementale Vorsorgeplanung zum Thema Cyberattacke zu erarbeiten.</p><p>Der Bundesrat wird im Zuge der Erfüllung dieser Vorstösse darauf achten, die in diesem Postulat angesprochenen Punkte gebührend zu berücksichtigen und einzubauen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird gebeten, einen Bericht zu erstellen, in dem er Antwort gibt auf die sich mehrenden schwerwiegenden Fragen zur Fähigkeit der Schweiz, dem Cyberwar mit all seinen zivilen und militärischen Konsequenzen die Stirn zu bieten.</p>
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