Strategie zur Kinder- und Jugendgesundheit
- ShortId
-
10.3155
- Id
-
20103155
- Updated
-
27.07.2023 20:33
- Language
-
de
- Title
-
Strategie zur Kinder- und Jugendgesundheit
- AdditionalIndexing
-
2841;junger Mensch;Gesundheitsförderung;Koordination;Gesundheitszustand;Kind
- 1
-
- L04K01050507, Gesundheitsförderung
- L05K0107010205, Kind
- L05K0107010204, junger Mensch
- L04K08020314, Koordination
- L04K01050523, Gesundheitszustand
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Artikel 11 der Bundesverfassung hält den Anspruch der Kinder und Jugendlichen auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit und auf Förderung ihrer Entwicklung fest. In diesem Rahmen spielt die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen eine zentrale Rolle, denn sie ist eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde, leistungsfähige und nachhaltige Gesellschaft. Entscheidend für eine gesunde Entwicklung sind insbesondere die frühen Lebensjahre und wichtige Übergänge (z. B. der Schuleintritt, der Eintritt ins Erwerbsleben). Insgesamt wird die Gesundheit von verschiedensten Einflussfaktoren bestimmt und ist damit auch von unterschiedlichsten Gesetzen und Massnahmen betroffen (z. B. gesetzliche Regelungen zum Jugendschutz, nationale Präventionsprogramme, Strafgesetzbuch). Aufgrund der unterschiedlichen Verteilung der Risiko- und Schutzfaktoren sind sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche besonderen Risiken ausgesetzt. Die gesetzlichen Bestimmungen und Massnahmen von Bund, Kantonen und Gemeinden zum Schutz und zur Förderung der Kinder- und Jugendgesundheit sind bisher nur punktuell (z. B. Nationales Programm Ernährung und Bewegung), wenig systematisch (z. B. Vernachlässigung des vorschulischen Bereichs, zu wenige Förderungsmassnahmen) und ungenügend koordiniert. Es gilt deshalb, eine Übersicht über die vorhandenen Gesetze und Massnahmen/Projekte zu schaffen, Lücken zu schliessen, Schwächen auszugleichen, Ziele und Schwerpunkte für die Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen festzulegen und ein Konzept zur themen- und sektorübergreifenden Zusammenarbeit im Bereich der Kinder- und Jugendgesundheit zu erarbeiten. Damit könnte der Bund einen Beitrag zur Gesundheit der gesamten Schweizer Bevölkerung leisten, die volkswirtschaftliche Leistungsfähigkeit stärken und eine nachhaltige Entwicklung sichern.</p>
- <p>Die Förderung der Kinder- und Jugendgesundheit ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Die Hauptverantwortung für die gesundheitlichen Belange der Kinder und Jugendlichen liegt aber bei den Eltern. Der Bund sieht seine Aufgabe vor allem darin, Rahmenbedingungen für eine gesunde Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu identifizieren und zu fördern. Er ist in dieser Hinsicht bereits aktiv und hat verschiedene Projekte lanciert und Massnahmen getroffen, so insbesondere in den nationalen Programmen Alkohol, Tabak, Drogen, Ernährung und Bewegung (BAG), in verschiedenen Programmen der Kinder- und Jugendpolitik (z. B. Revision des Jugendförderungsgesetzes oder gesamtschweizerisches Präventionsprogramm Jugend und Gewalt; BSV) sowie in den Bereichen der Bildung (z. B. Motivationssemester für Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Lehrstelle; Seco) und des Sports (z. B. Schule bewegt; Baspo). Die Erarbeitung einer umfassenden Strategie ist angesichts dieser Aktivitäten nicht nötig; dies ganz abgesehen davon, dass die erforderlichen Ressourcen hierfür nicht vorhanden sind. Der Bundesrat anerkennt aber, dass in diesem Bereich ein gewisser Koordinationsbedarf besteht, dem er im Rahmen des neuen Präventionsgesetzes Rechnung tragen will. In diesem Sinne ist der Bundesrat mit dem Grundanliegen der Motion einverstanden.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Strategie für eine kohärente und koordinierte Förderung der Kinder- und Jugendgesundheit zu erarbeiten. Dabei gilt es insbesondere, die bestehenden gesetzlichen Grundlagen, Massnahmen und Projekte systematisch zu analysieren und koordinieren, den vorschulischen Bereich speziell zu berücksichtigen, neben den Risikofaktoren auch bei den Schutzfaktoren anzusetzen sowie innovative Projekte zu fördern.</p>
- Strategie zur Kinder- und Jugendgesundheit
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Artikel 11 der Bundesverfassung hält den Anspruch der Kinder und Jugendlichen auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit und auf Förderung ihrer Entwicklung fest. In diesem Rahmen spielt die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen eine zentrale Rolle, denn sie ist eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde, leistungsfähige und nachhaltige Gesellschaft. Entscheidend für eine gesunde Entwicklung sind insbesondere die frühen Lebensjahre und wichtige Übergänge (z. B. der Schuleintritt, der Eintritt ins Erwerbsleben). Insgesamt wird die Gesundheit von verschiedensten Einflussfaktoren bestimmt und ist damit auch von unterschiedlichsten Gesetzen und Massnahmen betroffen (z. B. gesetzliche Regelungen zum Jugendschutz, nationale Präventionsprogramme, Strafgesetzbuch). Aufgrund der unterschiedlichen Verteilung der Risiko- und Schutzfaktoren sind sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche besonderen Risiken ausgesetzt. Die gesetzlichen Bestimmungen und Massnahmen von Bund, Kantonen und Gemeinden zum Schutz und zur Förderung der Kinder- und Jugendgesundheit sind bisher nur punktuell (z. B. Nationales Programm Ernährung und Bewegung), wenig systematisch (z. B. Vernachlässigung des vorschulischen Bereichs, zu wenige Förderungsmassnahmen) und ungenügend koordiniert. Es gilt deshalb, eine Übersicht über die vorhandenen Gesetze und Massnahmen/Projekte zu schaffen, Lücken zu schliessen, Schwächen auszugleichen, Ziele und Schwerpunkte für die Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen festzulegen und ein Konzept zur themen- und sektorübergreifenden Zusammenarbeit im Bereich der Kinder- und Jugendgesundheit zu erarbeiten. Damit könnte der Bund einen Beitrag zur Gesundheit der gesamten Schweizer Bevölkerung leisten, die volkswirtschaftliche Leistungsfähigkeit stärken und eine nachhaltige Entwicklung sichern.</p>
- <p>Die Förderung der Kinder- und Jugendgesundheit ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Die Hauptverantwortung für die gesundheitlichen Belange der Kinder und Jugendlichen liegt aber bei den Eltern. Der Bund sieht seine Aufgabe vor allem darin, Rahmenbedingungen für eine gesunde Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu identifizieren und zu fördern. Er ist in dieser Hinsicht bereits aktiv und hat verschiedene Projekte lanciert und Massnahmen getroffen, so insbesondere in den nationalen Programmen Alkohol, Tabak, Drogen, Ernährung und Bewegung (BAG), in verschiedenen Programmen der Kinder- und Jugendpolitik (z. B. Revision des Jugendförderungsgesetzes oder gesamtschweizerisches Präventionsprogramm Jugend und Gewalt; BSV) sowie in den Bereichen der Bildung (z. B. Motivationssemester für Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Lehrstelle; Seco) und des Sports (z. B. Schule bewegt; Baspo). Die Erarbeitung einer umfassenden Strategie ist angesichts dieser Aktivitäten nicht nötig; dies ganz abgesehen davon, dass die erforderlichen Ressourcen hierfür nicht vorhanden sind. Der Bundesrat anerkennt aber, dass in diesem Bereich ein gewisser Koordinationsbedarf besteht, dem er im Rahmen des neuen Präventionsgesetzes Rechnung tragen will. In diesem Sinne ist der Bundesrat mit dem Grundanliegen der Motion einverstanden.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Strategie für eine kohärente und koordinierte Förderung der Kinder- und Jugendgesundheit zu erarbeiten. Dabei gilt es insbesondere, die bestehenden gesetzlichen Grundlagen, Massnahmen und Projekte systematisch zu analysieren und koordinieren, den vorschulischen Bereich speziell zu berücksichtigen, neben den Risikofaktoren auch bei den Schutzfaktoren anzusetzen sowie innovative Projekte zu fördern.</p>
- Strategie zur Kinder- und Jugendgesundheit
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