Swissgrid. Ausbau der Stromnetze im In- und Ausland
- ShortId
-
10.3265
- Id
-
20103265
- Updated
-
27.07.2023 19:07
- Language
-
de
- Title
-
Swissgrid. Ausbau der Stromnetze im In- und Ausland
- AdditionalIndexing
-
66;elektrische Leitung;Stromversorgung;sanfte Energie;elektrische Energie;Netzgesellschaft;öffentliche Infrastruktur;Transport über Kabel;Sicherung der Versorgung;Stromerzeugung;Europa
- 1
-
- L06K170303010102, Netzgesellschaft
- L04K01020409, öffentliche Infrastruktur
- L05K1703030101, elektrische Leitung
- L05K0701030905, Sicherung der Versorgung
- L05K1703030102, Stromerzeugung
- L06K170101060701, Stromversorgung
- L04K17030301, elektrische Energie
- L02K1705, sanfte Energie
- L04K18010305, Transport über Kabel
- L02K0301, Europa
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Verschiedene Stromanbieter in der Schweiz sind daran, Beteiligungen an Kraftwerken im Ausland zu erwerben. Dabei kommen immer stärker die erneuerbaren Energien (Windenergie, Fotovoltaik und solarthermische Kraftwerke) ins Spiel, die regional, saisonal und tageszeitlich ein spezifisches Profil aufweisen und deren Integration eine gute Vernetzung erfordert.</p><p>Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen ist es den hiesigen Netzbetreibern, die ja meist auch Stromerzeuger sind, nicht erlaubt, direkt ins europäische Stromnetz zu investieren. An ihrer Stelle sollte es deshalb Swissgrid erlaubt sein, Netze im nationalen Interesse zu erwerben oder sich an deren Ausbau zu beteiligen.</p>
- <p>Der Bundesrat ist sich der Notwendigkeit von Investitionen in die Netzinfrastruktur, insbesondere im Zusammenhang mit der verstärkten Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien, bewusst.</p><p>Die Swissgrid arbeitet gemäss Artikel 20 des Stromversorgungsgesetzes vom 23. März 2007 (StromVG; SR 734.7) mit ausländischen Übertragungsnetzbetreibern zusammen. Dies schliesst grundsätzlich auch die Möglichkeit ein, sich finanziell an ausländischen Übertragungsnetzbetreibern, nicht aber an Verteilnetzbetreibern zu beteiligen. Es ist ihr im Weiteren sowohl im In- wie auch im Ausland nicht erlaubt, Tätigkeiten in den Bereichen Elektrizitätsproduktion, -verteilung und -handel auszuüben oder Beteiligungen an Unternehmen zu besitzen, die in diesen Bereichen tätig sind (Art. 18 Abs. 6 StromVG). Darüber hinaus unterliegen Beteiligungen am Übertragungsnetz der EU zusätzlichen Bedingungen, solange die Schweiz ohne bilaterales Elektrizitätsabkommen als Drittstaat behandelt wird. Die Aufgabe der Swissgrid ist es, dauernd für einen zuverlässigen und leistungsfähigen Betrieb des Übertragungsnetzes zu sorgen; dies als wesentliche Grundlage für die sichere Versorgung der Schweiz.</p><p>Die Notwendigkeit des Netzausbaus im Zusammenhang mit der verstärkten Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien ist dem Bundesrat bewusst. Er hat bereits bei der Beantwortung des Postulats Stähelin 09.4041, "Zustand des Stromnetzes der Schweiz", entsprechenden Arbeiten zugestimmt. Im zu erstellenden Bericht wird der Zusammenhang mit der europäischen Netzausbauplanung dargestellt. Dabei ist zu erwähnen, dass die Schweiz seit dem 8. November 2007 in Verhandlungen mit der EU über ein Elektrizitätsabkommen steht. In diesen Verhandlungen geht es insbesondere auch um Fragen der Versorgungssicherheit, die im Bereich der Übertragungsnetze nur in internationaler Abstimmung erörtert werden können. Der Bundesrat hat am 12. Mai 2010 beschlossen, dass das Verhandlungsmandat erweitert werden soll. Somit wird dem Anliegen der Motion bereits nachgekommen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Die Netzinfrastruktur der Schweiz droht ins Hintertreffen zu geraten. Der Bundesrat wird beauftragt, die Rahmenbedingungen wie folgt zu verbessern:</p><p>1. Für eine bessere Vernetzung mit den europäischen Nachbarn soll sich Swissgrid an Ausbauvorhaben im Ausland finanziell beteiligen können, soweit dies für die Versorgungssicherheit der Schweiz und für den Stromhandel sinnvoll ist. </p><p>2. Der Bundesrat legt bis 2012 einen Bericht vor, welche Massnahmen notwendig sind, um die steigende Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien in den Nordsee-Anrainerstaaten sowie aus Italien und Spanien ins schweizerische Netz aufzunehmen. Im Bericht ist auch die mögliche Wertschöpfung aus dem Stromhandel zu berücksichtigen.</p>
- Swissgrid. Ausbau der Stromnetze im In- und Ausland
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
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-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Verschiedene Stromanbieter in der Schweiz sind daran, Beteiligungen an Kraftwerken im Ausland zu erwerben. Dabei kommen immer stärker die erneuerbaren Energien (Windenergie, Fotovoltaik und solarthermische Kraftwerke) ins Spiel, die regional, saisonal und tageszeitlich ein spezifisches Profil aufweisen und deren Integration eine gute Vernetzung erfordert.</p><p>Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen ist es den hiesigen Netzbetreibern, die ja meist auch Stromerzeuger sind, nicht erlaubt, direkt ins europäische Stromnetz zu investieren. An ihrer Stelle sollte es deshalb Swissgrid erlaubt sein, Netze im nationalen Interesse zu erwerben oder sich an deren Ausbau zu beteiligen.</p>
- <p>Der Bundesrat ist sich der Notwendigkeit von Investitionen in die Netzinfrastruktur, insbesondere im Zusammenhang mit der verstärkten Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien, bewusst.</p><p>Die Swissgrid arbeitet gemäss Artikel 20 des Stromversorgungsgesetzes vom 23. März 2007 (StromVG; SR 734.7) mit ausländischen Übertragungsnetzbetreibern zusammen. Dies schliesst grundsätzlich auch die Möglichkeit ein, sich finanziell an ausländischen Übertragungsnetzbetreibern, nicht aber an Verteilnetzbetreibern zu beteiligen. Es ist ihr im Weiteren sowohl im In- wie auch im Ausland nicht erlaubt, Tätigkeiten in den Bereichen Elektrizitätsproduktion, -verteilung und -handel auszuüben oder Beteiligungen an Unternehmen zu besitzen, die in diesen Bereichen tätig sind (Art. 18 Abs. 6 StromVG). Darüber hinaus unterliegen Beteiligungen am Übertragungsnetz der EU zusätzlichen Bedingungen, solange die Schweiz ohne bilaterales Elektrizitätsabkommen als Drittstaat behandelt wird. Die Aufgabe der Swissgrid ist es, dauernd für einen zuverlässigen und leistungsfähigen Betrieb des Übertragungsnetzes zu sorgen; dies als wesentliche Grundlage für die sichere Versorgung der Schweiz.</p><p>Die Notwendigkeit des Netzausbaus im Zusammenhang mit der verstärkten Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien ist dem Bundesrat bewusst. Er hat bereits bei der Beantwortung des Postulats Stähelin 09.4041, "Zustand des Stromnetzes der Schweiz", entsprechenden Arbeiten zugestimmt. Im zu erstellenden Bericht wird der Zusammenhang mit der europäischen Netzausbauplanung dargestellt. Dabei ist zu erwähnen, dass die Schweiz seit dem 8. November 2007 in Verhandlungen mit der EU über ein Elektrizitätsabkommen steht. In diesen Verhandlungen geht es insbesondere auch um Fragen der Versorgungssicherheit, die im Bereich der Übertragungsnetze nur in internationaler Abstimmung erörtert werden können. Der Bundesrat hat am 12. Mai 2010 beschlossen, dass das Verhandlungsmandat erweitert werden soll. Somit wird dem Anliegen der Motion bereits nachgekommen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Die Netzinfrastruktur der Schweiz droht ins Hintertreffen zu geraten. Der Bundesrat wird beauftragt, die Rahmenbedingungen wie folgt zu verbessern:</p><p>1. Für eine bessere Vernetzung mit den europäischen Nachbarn soll sich Swissgrid an Ausbauvorhaben im Ausland finanziell beteiligen können, soweit dies für die Versorgungssicherheit der Schweiz und für den Stromhandel sinnvoll ist. </p><p>2. Der Bundesrat legt bis 2012 einen Bericht vor, welche Massnahmen notwendig sind, um die steigende Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien in den Nordsee-Anrainerstaaten sowie aus Italien und Spanien ins schweizerische Netz aufzunehmen. Im Bericht ist auch die mögliche Wertschöpfung aus dem Stromhandel zu berücksichtigen.</p>
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