Naturwissenschaftliche Ausbildungen. Eine Förderpolitik ist dringend nötig

ShortId
10.3270
Id
20103270
Updated
28.07.2023 13:01
Language
de
Title
Naturwissenschaftliche Ausbildungen. Eine Förderpolitik ist dringend nötig
AdditionalIndexing
15;36;32;Studium;Technologie;exakte Naturwissenschaften;Biologie;Naturwissenschaften und angewandte Wissenschaften;Universität;Abschluss einer Ausbildung;Arbeitskräftebedarf;Gliederung nach Geschlecht;Unterrichtsprogramm;Wissenschaft und Forschung;Frauenförderung;wissenschaftlich-technischer Beruf;Fachhochschule;Arzt/Ärztin;Student/in;Berufsgruppe;Ingenieur/in;Mathematik;Frau
1
  • L04K07050704, wissenschaftlich-technischer Beruf
  • L05K0702020107, Berufsgruppe
  • L01K16, Wissenschaft und Forschung
  • L05K0702020302, Arbeitskräftebedarf
  • L04K13020110, Studium
  • L04K16010301, Biologie
  • L05K0705070401, Ingenieur/in
  • L04K01050402, Arzt/Ärztin
  • L02K1601, Naturwissenschaften und angewandte Wissenschaften
  • L04K16010105, Mathematik
  • L03K160102, exakte Naturwissenschaften
  • L04K07060105, Technologie
  • L04K01070103, Gliederung nach Geschlecht
  • L04K01010401, Frauenförderung
  • L05K1301020101, Student/in
  • L05K0107010301, Frau
  • L04K13010310, Unterrichtsprogramm
  • L04K13010101, Abschluss einer Ausbildung
  • L05K1302050105, Universität
  • L05K1302050102, Fachhochschule
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der Nationalrat hat am 21. Dezember 2007 das Postulat Recordon 07.3747 überwiesen, das am 5. Oktober 2007 eingereicht wurde und dessen Annahme der Bundesrat am 28. November 2007 beantragt hat. Es handelt von den Mängeln in den wissenschaftlichen Berufen, seien es universitäre oder nicht, in den Bereichen Medizin, Ingenieurwissenschaften und Biologie. Es steht aber auch bei der Ausbildung des Pflegepersonals, der Technikerinnen und Techniker, der Laborantinnen und Laboranten nicht zum Besten. Das Postulat verlangt eine baldige Antwort - die Dringlichkeit ist ja auch offensichtlich. Unser Land ist verletzbar geworden wegen seiner zunehmenden Abhängigkeit vom Ausland, was den Erhalt seines gutausgebildeten Stabs an Allgemeinmedizinerinnen und -medizinern betrifft, das Herzstück einer Hausarztmedizin, auf der viele unserer Hoffnungen ruhen, aber auch was den Generationenwechsel bei den Ingenieurinnen und Ingenieuren betrifft, denen wir ein gutes Stück unseres Wohlstandes verdanken, oder was die Fortschritte in der Biologie anbelangt, die vom Umweltschutz wie auch von der Biotechnologie dringend benötigt werden. Langfristig dürfen wir uns bei der Rekrutierung des medizinischen Personals nicht auf das Dominoprinzip verlassen: Die Schweiz holt die Fachleute aus Deutschland, Deutschland holt sie aus den osteuropäischen Ländern, diese versuchen die Lücken mit Fachleuten aus Übersee zu schliessen. Am Ende dieses Braindrains beuten wir die Länder des Südens aus, die ohnehin über geringe Mittel verfügen und grosse Opfer bringen, um Fachkräfte auszubilden, nur damit wir sie ihnen anschliessend weglocken. Hinzu kommt, dass diese ungute Kette der Rekrutierung von Fachleuten jederzeit reissen kann, wenn sich etwa die Beschäftigungssituation hier oder dort ändern sollte. Wenn die Situation in den andern Berufen auch etwas weniger angespannt ist, so ist sie doch keineswegs gesichert. Unser Warten auf den bundesrätlichen Bericht dauert nun schon über zwei Jahre und damit zu lange, dies umso mehr, als der Bericht auf Sorgen reagieren sollte, die schon früher angemeldet worden sind (Postulat Fetz 05.3508; Postulat Hochreutener 07.3538).</p>
  • <p>Der Bundesrat ist sich der Wichtigkeit der Ausbildung von qualifizierten Arbeitskräften im Bereich Mathematik, Informatik, Technik und Naturwissenschaften (Mint) bewusst. Er ist zurzeit daran, in Beantwortung der Postulate Fetz 05.3508, Hochreutener 07.3538 und Recordon 07.3747 einen Bericht über das Ausmass und die Ursachen des Fachkräftemangels in Mint zu erarbeiten. </p><p>Aus folgenden Gründen ist es zu Verzögerungen gekommen: Im Laufe der vergangenen Jahre sind zusätzliche parlamentarische Vorstösse mit ähnlichen Fragestellungen eingereicht worden (Widmer 07.3810, "Mehr Studierende in den Ingenieur- und Naturwissenschaften", Fraktion CVP/EVP/glp 08.3565, "Förderung der Naturwissenschaften und der technischen Wissenschaften", und Kiener Nellen 09.3930, "Gleichstellung. Mehr Frauen in technische, mathematische und naturwissenschaftliche Berufe"). Da diese Vorstösse mit den obengenannten Postulaten thematisch eng verwandt sind, hat der Bundesrat beschlossen, sie im selben Bericht zu behandeln. Dies hatte aber eine Ausweitung der ursprünglichen Thematik zur Folge. Hinzu kommt, dass aufgrund schlechter Datenlage zusätzliche Erhebungen in Auftrag gegeben werden mussten. Der Bundesrat plant, den Bericht im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2010 zu verabschieden.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass in den Ausbildungen in den Bereichen Medizin, Ingenieurwissenschaften und Biologie dringender Handlungsbedarf besteht? Wann wird der Bundesrat endlich den Bericht vorlegen, den das Postulat Recordon und die ähnlich ausgerichteten Postulate Fetz und Hochreutener fordern?</p>
  • Naturwissenschaftliche Ausbildungen. Eine Förderpolitik ist dringend nötig
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der Nationalrat hat am 21. Dezember 2007 das Postulat Recordon 07.3747 überwiesen, das am 5. Oktober 2007 eingereicht wurde und dessen Annahme der Bundesrat am 28. November 2007 beantragt hat. Es handelt von den Mängeln in den wissenschaftlichen Berufen, seien es universitäre oder nicht, in den Bereichen Medizin, Ingenieurwissenschaften und Biologie. Es steht aber auch bei der Ausbildung des Pflegepersonals, der Technikerinnen und Techniker, der Laborantinnen und Laboranten nicht zum Besten. Das Postulat verlangt eine baldige Antwort - die Dringlichkeit ist ja auch offensichtlich. Unser Land ist verletzbar geworden wegen seiner zunehmenden Abhängigkeit vom Ausland, was den Erhalt seines gutausgebildeten Stabs an Allgemeinmedizinerinnen und -medizinern betrifft, das Herzstück einer Hausarztmedizin, auf der viele unserer Hoffnungen ruhen, aber auch was den Generationenwechsel bei den Ingenieurinnen und Ingenieuren betrifft, denen wir ein gutes Stück unseres Wohlstandes verdanken, oder was die Fortschritte in der Biologie anbelangt, die vom Umweltschutz wie auch von der Biotechnologie dringend benötigt werden. Langfristig dürfen wir uns bei der Rekrutierung des medizinischen Personals nicht auf das Dominoprinzip verlassen: Die Schweiz holt die Fachleute aus Deutschland, Deutschland holt sie aus den osteuropäischen Ländern, diese versuchen die Lücken mit Fachleuten aus Übersee zu schliessen. Am Ende dieses Braindrains beuten wir die Länder des Südens aus, die ohnehin über geringe Mittel verfügen und grosse Opfer bringen, um Fachkräfte auszubilden, nur damit wir sie ihnen anschliessend weglocken. Hinzu kommt, dass diese ungute Kette der Rekrutierung von Fachleuten jederzeit reissen kann, wenn sich etwa die Beschäftigungssituation hier oder dort ändern sollte. Wenn die Situation in den andern Berufen auch etwas weniger angespannt ist, so ist sie doch keineswegs gesichert. Unser Warten auf den bundesrätlichen Bericht dauert nun schon über zwei Jahre und damit zu lange, dies umso mehr, als der Bericht auf Sorgen reagieren sollte, die schon früher angemeldet worden sind (Postulat Fetz 05.3508; Postulat Hochreutener 07.3538).</p>
    • <p>Der Bundesrat ist sich der Wichtigkeit der Ausbildung von qualifizierten Arbeitskräften im Bereich Mathematik, Informatik, Technik und Naturwissenschaften (Mint) bewusst. Er ist zurzeit daran, in Beantwortung der Postulate Fetz 05.3508, Hochreutener 07.3538 und Recordon 07.3747 einen Bericht über das Ausmass und die Ursachen des Fachkräftemangels in Mint zu erarbeiten. </p><p>Aus folgenden Gründen ist es zu Verzögerungen gekommen: Im Laufe der vergangenen Jahre sind zusätzliche parlamentarische Vorstösse mit ähnlichen Fragestellungen eingereicht worden (Widmer 07.3810, "Mehr Studierende in den Ingenieur- und Naturwissenschaften", Fraktion CVP/EVP/glp 08.3565, "Förderung der Naturwissenschaften und der technischen Wissenschaften", und Kiener Nellen 09.3930, "Gleichstellung. Mehr Frauen in technische, mathematische und naturwissenschaftliche Berufe"). Da diese Vorstösse mit den obengenannten Postulaten thematisch eng verwandt sind, hat der Bundesrat beschlossen, sie im selben Bericht zu behandeln. Dies hatte aber eine Ausweitung der ursprünglichen Thematik zur Folge. Hinzu kommt, dass aufgrund schlechter Datenlage zusätzliche Erhebungen in Auftrag gegeben werden mussten. Der Bundesrat plant, den Bericht im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2010 zu verabschieden.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass in den Ausbildungen in den Bereichen Medizin, Ingenieurwissenschaften und Biologie dringender Handlungsbedarf besteht? Wann wird der Bundesrat endlich den Bericht vorlegen, den das Postulat Recordon und die ähnlich ausgerichteten Postulate Fetz und Hochreutener fordern?</p>
    • Naturwissenschaftliche Ausbildungen. Eine Förderpolitik ist dringend nötig

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