Pflege als Zweitausbildung. Massnahme gegen den Pflegepersonalmangel
- ShortId
-
10.3503
- Id
-
20103503
- Updated
-
27.07.2023 21:20
- Language
-
de
- Title
-
Pflege als Zweitausbildung. Massnahme gegen den Pflegepersonalmangel
- AdditionalIndexing
-
32;2841;arztähnlicher Beruf;Krankenpflege;Arbeitskräftebedarf;Zugang zur Bildung;Unterricht für arztähnliche Berufe;berufliche Bildung;Erwachsenenbildung;Zugang zum Beruf
- 1
-
- L06K010505110101, Krankenpflege
- L04K01050401, arztähnlicher Beruf
- L03K130202, berufliche Bildung
- L04K13030202, Erwachsenenbildung
- L05K0702030313, Zugang zum Beruf
- L04K13030117, Zugang zur Bildung
- L05K0702020302, Arbeitskräftebedarf
- L04K13020308, Unterricht für arztähnliche Berufe
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Der Pflegebedarf steigt, nicht nur weil die Zahl der älteren Menschen und damit der Anteil der Menschen, die Pflege brauchen, steigt, sondern weil zudem der Anteil jüngerer Menschen also, die Zahl der Menschen, die Pflegedienstleistungen erbringen können, sinkt. In einigen Institutionen und Kantonen mangelt es an Ausbildungsmöglichkeiten, in anderen ist die Nachfrage nach Bildungsplätzen für den Bildungsgang Pflege HF zu gering, um den Bedarf zu decken. Ein Grund für die mangelnde Nachfrage scheint zu sein, dass ein Teil der Interessierten den Bildungsgang aus finanziellen Gründen nicht absolvieren kann. Es ist das Segment erwachsener Menschen, die eine Erstausbildung in einem anderen Berufsfeld absolviert haben und sich nun beruflich umorientieren möchten. Es gilt den Kreis der Personen zu vergrössern, die für eine höhere Fachausbildung Pflege infrage kommen. Zielpublikum wären geeignete Kandidatinnen und Kandidaten, welche ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis ausserhalb des Gesundheitswesens erworben haben und/oder welche nachweislich die notwendigen Fähigkeiten für diesen Beruf mitbringen und den regulären Bildungsgang aus finanziellen Gründen nicht absolvieren können. Der Bund hat für die Rekrutierung von Quereinsteigenden angepasste Ausbildungsangebote zu schaffen und Rahmenbedingungen vorzugeben, welche den Lebensunterhalt während der Ausbildung sicherstellen sollen.</p>
- <p>Zwei Berichte, "Bildung Pflegeberufe" des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes (EVD) sowie der Nationale Versorgungsbericht für die Gesundheitsberufe 2009 von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) und der Nationalen Dachorganisation der Arbeitswelt Gesundheit (OdASanté), sehen ein Bündel von Massnahmen vor, um in enger Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und OdASanté gezielt und koordiniert die Zahl der Ausbildungsplätze auf der Stufe höhere Fachschule und der Fachhochschule zu erhöhen. Zu den vorgeschlagenen Massnahmen gehört auch die Steigerung der Attraktivität einer Pflegeausbildung als Zweitausbildung.</p><p>Eine der zentralen Herausforderungen der Kantone und der OdASanté wird es sein, in enger Absprache und Zusammenarbeit mit den Betrieben Lehrgänge anzubieten, die es Personen ermöglichen, die Pflege als Zweitausbildung, einschliesslich Sicherung des Lebensunterhalts, zu absolvieren. Bereits heute bieten einzelne Kantone Quereinsteigerinnen und -einsteigern attraktive Angebote an höheren Fachschulen mit einem für die Sicherung des Lebensunterhalts angemessenen Lohn an. Weitere Verbesserungen bei der Durchlässigkeit des Bildungssystems und der Anrechnung erworbener Bildungsleistungen können ebenfalls einen Beitrag leisten, den Kreis interessierter Kandidatinnen und Kandidaten für eine Zweitausbildung zu erweitern. Mit der Revision des Rahmenlehrplans Pflege HF wird zudem der Spielraum für berufsbegleitende und stärker betriebsgestützte Angebote, namentlich auch für Zweitausbildungen, erhöht. Der zwischen der GDK, der Erziehungsdirektorenkonferenz, der OdASanté, dem Bundesamt für Gesundheit und dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie auf Mandat des EVD gestartete Masterplan "Bildung Pflegeberufe" stellt weiter sicher, dass die Umsetzung koordiniert erfolgt und mit politischen Weichenstellungen und entsprechender Berichterstattung begleitet wird.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, Regelungen zu prüfen und in Zusammenarbeit mit den Kantonen die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Ausbildungsangebote zu schaffen, die es ermöglichen, im Rahmen einer Zweitausbildung den Lebensunterhalt während der Ausbildung sicherzustellen.</p>
- Pflege als Zweitausbildung. Massnahme gegen den Pflegepersonalmangel
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Der Pflegebedarf steigt, nicht nur weil die Zahl der älteren Menschen und damit der Anteil der Menschen, die Pflege brauchen, steigt, sondern weil zudem der Anteil jüngerer Menschen also, die Zahl der Menschen, die Pflegedienstleistungen erbringen können, sinkt. In einigen Institutionen und Kantonen mangelt es an Ausbildungsmöglichkeiten, in anderen ist die Nachfrage nach Bildungsplätzen für den Bildungsgang Pflege HF zu gering, um den Bedarf zu decken. Ein Grund für die mangelnde Nachfrage scheint zu sein, dass ein Teil der Interessierten den Bildungsgang aus finanziellen Gründen nicht absolvieren kann. Es ist das Segment erwachsener Menschen, die eine Erstausbildung in einem anderen Berufsfeld absolviert haben und sich nun beruflich umorientieren möchten. Es gilt den Kreis der Personen zu vergrössern, die für eine höhere Fachausbildung Pflege infrage kommen. Zielpublikum wären geeignete Kandidatinnen und Kandidaten, welche ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis ausserhalb des Gesundheitswesens erworben haben und/oder welche nachweislich die notwendigen Fähigkeiten für diesen Beruf mitbringen und den regulären Bildungsgang aus finanziellen Gründen nicht absolvieren können. Der Bund hat für die Rekrutierung von Quereinsteigenden angepasste Ausbildungsangebote zu schaffen und Rahmenbedingungen vorzugeben, welche den Lebensunterhalt während der Ausbildung sicherstellen sollen.</p>
- <p>Zwei Berichte, "Bildung Pflegeberufe" des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes (EVD) sowie der Nationale Versorgungsbericht für die Gesundheitsberufe 2009 von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) und der Nationalen Dachorganisation der Arbeitswelt Gesundheit (OdASanté), sehen ein Bündel von Massnahmen vor, um in enger Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und OdASanté gezielt und koordiniert die Zahl der Ausbildungsplätze auf der Stufe höhere Fachschule und der Fachhochschule zu erhöhen. Zu den vorgeschlagenen Massnahmen gehört auch die Steigerung der Attraktivität einer Pflegeausbildung als Zweitausbildung.</p><p>Eine der zentralen Herausforderungen der Kantone und der OdASanté wird es sein, in enger Absprache und Zusammenarbeit mit den Betrieben Lehrgänge anzubieten, die es Personen ermöglichen, die Pflege als Zweitausbildung, einschliesslich Sicherung des Lebensunterhalts, zu absolvieren. Bereits heute bieten einzelne Kantone Quereinsteigerinnen und -einsteigern attraktive Angebote an höheren Fachschulen mit einem für die Sicherung des Lebensunterhalts angemessenen Lohn an. Weitere Verbesserungen bei der Durchlässigkeit des Bildungssystems und der Anrechnung erworbener Bildungsleistungen können ebenfalls einen Beitrag leisten, den Kreis interessierter Kandidatinnen und Kandidaten für eine Zweitausbildung zu erweitern. Mit der Revision des Rahmenlehrplans Pflege HF wird zudem der Spielraum für berufsbegleitende und stärker betriebsgestützte Angebote, namentlich auch für Zweitausbildungen, erhöht. Der zwischen der GDK, der Erziehungsdirektorenkonferenz, der OdASanté, dem Bundesamt für Gesundheit und dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie auf Mandat des EVD gestartete Masterplan "Bildung Pflegeberufe" stellt weiter sicher, dass die Umsetzung koordiniert erfolgt und mit politischen Weichenstellungen und entsprechender Berichterstattung begleitet wird.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, Regelungen zu prüfen und in Zusammenarbeit mit den Kantonen die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Ausbildungsangebote zu schaffen, die es ermöglichen, im Rahmen einer Zweitausbildung den Lebensunterhalt während der Ausbildung sicherzustellen.</p>
- Pflege als Zweitausbildung. Massnahme gegen den Pflegepersonalmangel
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