Mangel an Pflegepersonal. Massnahmen zur Vermeidung von Berufsausstiegen
- ShortId
-
10.3546
- Id
-
20103546
- Updated
-
28.07.2023 13:14
- Language
-
de
- Title
-
Mangel an Pflegepersonal. Massnahmen zur Vermeidung von Berufsausstiegen
- AdditionalIndexing
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2841;15;arztähnlicher Beruf;Zufriedenheit bei der Arbeit;Arbeitskräftebedarf;Stress;Arbeitsbedingungen;Kündigung durch den Arbeitnehmer
- 1
-
- L04K01050401, arztähnlicher Beruf
- L05K0702020302, Arbeitskräftebedarf
- L07K07020502010105, Zufriedenheit bei der Arbeit
- L07K07020502010104, Stress
- L05K0702030105, Kündigung durch den Arbeitnehmer
- L04K07020502, Arbeitsbedingungen
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Eines der Probleme, die zu einem Mangel an Pflegepersonal führt, ist die hohe Zahl an Berufsausteigerinnen und -aussteigern. Neben den Massnahmen zur Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen und neben den Massnahmen, die beim Ausbildungssystem ansetzen, braucht es darum auch Massnahmen zugunsten der Personen, die im Pflegeberuf arbeiten. Neben Fragen der Lohnhöhe sind für das Personal auch Massnahmen wichtig, die der drohenden Überlastung entgegenwirken. Zu prüfen ist z. B., ob eine Förderung von Sabbaticals oder eine Entlastung von Schichtdiensten für ältere Pflegepersonen dabei helfen, Pflegepersonen dabei zu unterstützen, im Beruf zu bleiben. Ebenfalls zu prüfen ist, inwieweit durch den Einsatz von anderen Disziplinen wie Sozialarbeit, administrative Fachkräfte usw. eine Entlastung des Pflegepersonals möglich ist.</p>
- <p>Die hohe Zahl von Berufsausstiegen und die zu kurze Berufsverweildauer stellt in der Pflege ein Problem dar. Massnahmen bei der Personalerhaltung haben grosses Potenzial. Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) und die Nationale Dachorganisation der Arbeitswelt Gesundheit (OdASanté) schlagen im Nationalen Versorgungsbericht für die Gesundheitsberufe 2009, Personalbedarf und Massnahmen zur Personalsicherung auf nationaler Ebene, http://www.gdk-cds.ch/423.0.html, ein Bündel von Massnahmen vor, um die Berufsverweildauer des Pflegepersonals zu erhöhen. Studien zeigen, dass die Schlüsselfaktoren für die Erhaltung des Personals vorab bei den nichtmonetären Massnahmen liegen. Im Zentrum stehen die Arbeitsbedingungen, namentlich die Arbeitsbelastung, die Arbeitsverteilung, die Personalentwicklung, Arbeitszeitmodelle, Gesundheitsförderung sowie Anerkennung und Wertschätzung durch Mitarbeitende und Vorgesetzte. Eine wichtige Rolle bei der Aushandlung und der Umsetzung der Arbeitsbedingungen kommt dabei den Personalverbänden sowie den grossen Arbeitgeberverbänden H+ (die Spitäler der Schweiz), Spitexverband Schweiz (spitalexterne Hilfe, Gesundheits- und Krankenpflege) und Curaviva (Verband Heime und Institutionen Schweiz) zu. Im Weiteren dient die gezielte Befragung von Berufsaussteigerinnen und -aussteigern dazu, wichtige Hinweise für die Umsetzung von Massnahmen zu vermitteln. Eine systematische Befragung ist dem Bundesrat nicht bekannt. Es ist Aufgabe der Betriebe, in enger Absprache mit den Personal- und Arbeitgeberverbänden, OdASanté und der GDK, Umfang und Vorgehen einer systematischen Befragung der Berufsaussteigerinnen und -aussteiger zu prüfen und zu organisieren, um mehr Informationen über die Gründe der Berufssaustiege zu erfahren. Der erwähnte Nationale Versorgungsbericht von GDK und OdASanté stellt aber in jedem Fall bereits heute eine geeignete Grundlage dar, um die bestehenden Schwierigkeiten gezielt, koordiniert und mit der nötigen Nachhaltigkeit gesamtschweizerisch anzugehen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt zu berichten, ob eine systematische Befragung von Berufsaussteigerinnen und -aussteigern stattfindet und welche Massnahmen in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren und den Personalverbänden geprüft und entwickelt werden, um die Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals zu verbessern und die Zahl der Berufsausstiege beim Pflegepersonal zu minimieren.</p>
- Mangel an Pflegepersonal. Massnahmen zur Vermeidung von Berufsausstiegen
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Eines der Probleme, die zu einem Mangel an Pflegepersonal führt, ist die hohe Zahl an Berufsausteigerinnen und -aussteigern. Neben den Massnahmen zur Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen und neben den Massnahmen, die beim Ausbildungssystem ansetzen, braucht es darum auch Massnahmen zugunsten der Personen, die im Pflegeberuf arbeiten. Neben Fragen der Lohnhöhe sind für das Personal auch Massnahmen wichtig, die der drohenden Überlastung entgegenwirken. Zu prüfen ist z. B., ob eine Förderung von Sabbaticals oder eine Entlastung von Schichtdiensten für ältere Pflegepersonen dabei helfen, Pflegepersonen dabei zu unterstützen, im Beruf zu bleiben. Ebenfalls zu prüfen ist, inwieweit durch den Einsatz von anderen Disziplinen wie Sozialarbeit, administrative Fachkräfte usw. eine Entlastung des Pflegepersonals möglich ist.</p>
- <p>Die hohe Zahl von Berufsausstiegen und die zu kurze Berufsverweildauer stellt in der Pflege ein Problem dar. Massnahmen bei der Personalerhaltung haben grosses Potenzial. Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) und die Nationale Dachorganisation der Arbeitswelt Gesundheit (OdASanté) schlagen im Nationalen Versorgungsbericht für die Gesundheitsberufe 2009, Personalbedarf und Massnahmen zur Personalsicherung auf nationaler Ebene, http://www.gdk-cds.ch/423.0.html, ein Bündel von Massnahmen vor, um die Berufsverweildauer des Pflegepersonals zu erhöhen. Studien zeigen, dass die Schlüsselfaktoren für die Erhaltung des Personals vorab bei den nichtmonetären Massnahmen liegen. Im Zentrum stehen die Arbeitsbedingungen, namentlich die Arbeitsbelastung, die Arbeitsverteilung, die Personalentwicklung, Arbeitszeitmodelle, Gesundheitsförderung sowie Anerkennung und Wertschätzung durch Mitarbeitende und Vorgesetzte. Eine wichtige Rolle bei der Aushandlung und der Umsetzung der Arbeitsbedingungen kommt dabei den Personalverbänden sowie den grossen Arbeitgeberverbänden H+ (die Spitäler der Schweiz), Spitexverband Schweiz (spitalexterne Hilfe, Gesundheits- und Krankenpflege) und Curaviva (Verband Heime und Institutionen Schweiz) zu. Im Weiteren dient die gezielte Befragung von Berufsaussteigerinnen und -aussteigern dazu, wichtige Hinweise für die Umsetzung von Massnahmen zu vermitteln. Eine systematische Befragung ist dem Bundesrat nicht bekannt. Es ist Aufgabe der Betriebe, in enger Absprache mit den Personal- und Arbeitgeberverbänden, OdASanté und der GDK, Umfang und Vorgehen einer systematischen Befragung der Berufsaussteigerinnen und -aussteiger zu prüfen und zu organisieren, um mehr Informationen über die Gründe der Berufssaustiege zu erfahren. Der erwähnte Nationale Versorgungsbericht von GDK und OdASanté stellt aber in jedem Fall bereits heute eine geeignete Grundlage dar, um die bestehenden Schwierigkeiten gezielt, koordiniert und mit der nötigen Nachhaltigkeit gesamtschweizerisch anzugehen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt zu berichten, ob eine systematische Befragung von Berufsaussteigerinnen und -aussteigern stattfindet und welche Massnahmen in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren und den Personalverbänden geprüft und entwickelt werden, um die Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals zu verbessern und die Zahl der Berufsausstiege beim Pflegepersonal zu minimieren.</p>
- Mangel an Pflegepersonal. Massnahmen zur Vermeidung von Berufsausstiegen
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