Studie über Bio-Zement

ShortId
10.3563
Id
20103563
Updated
27.07.2023 19:53
Language
de
Title
Studie über Bio-Zement
AdditionalIndexing
52;ökologische Forschung;saubere Technologie;Bericht;neue Technologie;Zement;Umweltverträglichkeit
1
  • L06K070503030107, Zement
  • L05K0706010508, neue Technologie
  • L04K06010306, ökologische Forschung
  • L06K070601050403, saubere Technologie
  • L04K06010401, Umweltverträglichkeit
  • L03K020206, Bericht
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Wesentliche Entwicklungen sind auf dem Gebiet von Bio-Zement im Ausland im Gange, insbesondere in Holland. Es handelt sich um einen Zement, der sich mit dem Zusatz von speziellen Bakterien zusammen mit einem Granulat selbst reparieren kann.</p><p>Bio-Beton auf der Basis von Bakterien hat den Vorteil, sich im Vergleich zu normalem Beton viel länger zu halten. Er kann so einen wesentlichen Beitrag zur Senkung von Kosten für Reparaturen und Unterhalt von Gebäuden und Strassen leisten.</p><p>Gemäss Spezialisten widerstehen diese Bakterien Hitze und Kälte und können im Beton etwa 200 Jahre überleben. Sobald im Beton Risse entstehen und Wasser eindringt, werden die Bakterien aktiv, beginnen das zugemischte Granulat zu fressen und scheiden Kalkstein-Kalzium-Carbonat aus, welches den Riss kittet und den Beton wieder wasserdicht macht. </p><p>Im Lichte der wirtschaftlichen Vorteile des neuen Werkstoffes ist es gerechtfertigt, eine Studie zu den Auswirkungen des Bio-Zements auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt durchzuführen.</p>
  • <p>Die Forschung im Bereich Bio-Zement entwickelt sich grundsätzlich auf zwei Gebieten: Geforscht wird vor allem im Bereich der Biomedizin, wobei auch eine gewisse wissenschaftliche Tätigkeit im Bausektor erkennbar ist.</p><p>Solche Verfahren bergen ein grosses Potenzial im Sinne der nachhaltigen Nutzung von Organismen (Bakterien) oder des klassischen Umweltschutzes (z. B. längerer Lebenszyklus der Infrastruktur, geringere CO2-Emissionen durch die Zementproduktion). Damit einher gehen aber auch eventuelle Risiken für Mensch und Umwelt durch diese Organismen. Aufgrund der heutigen Gesetzgebung (Art. 29a ff. des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983; SR 814.01) müssen diese Risiken beurteilt werden. </p><p>Grundsätzlich ist es Sache der Privatwirtschaft, die Produktentwicklung selbst zu bestreiten (eventuell unterstützt mittels Forschungsgeldern z. B. aus KTI oder SNF). Ebenso ist es ihre Pflicht, im Rahmen der Selbstverantwortung und der Selbstkontrolle die Auswirkungen eines neuen Werkstoffs genau zu prüfen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über den aktuellen Stand der Forschung an Bio-Zement in der Schweiz, über die aktuellen und zukünftigen Kosten dieser Forschung sowie über die biologischen Auswirkungen des Werkstoffes auf Mensch und Umwelt zu erstellen.</p>
  • Studie über Bio-Zement
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Wesentliche Entwicklungen sind auf dem Gebiet von Bio-Zement im Ausland im Gange, insbesondere in Holland. Es handelt sich um einen Zement, der sich mit dem Zusatz von speziellen Bakterien zusammen mit einem Granulat selbst reparieren kann.</p><p>Bio-Beton auf der Basis von Bakterien hat den Vorteil, sich im Vergleich zu normalem Beton viel länger zu halten. Er kann so einen wesentlichen Beitrag zur Senkung von Kosten für Reparaturen und Unterhalt von Gebäuden und Strassen leisten.</p><p>Gemäss Spezialisten widerstehen diese Bakterien Hitze und Kälte und können im Beton etwa 200 Jahre überleben. Sobald im Beton Risse entstehen und Wasser eindringt, werden die Bakterien aktiv, beginnen das zugemischte Granulat zu fressen und scheiden Kalkstein-Kalzium-Carbonat aus, welches den Riss kittet und den Beton wieder wasserdicht macht. </p><p>Im Lichte der wirtschaftlichen Vorteile des neuen Werkstoffes ist es gerechtfertigt, eine Studie zu den Auswirkungen des Bio-Zements auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt durchzuführen.</p>
    • <p>Die Forschung im Bereich Bio-Zement entwickelt sich grundsätzlich auf zwei Gebieten: Geforscht wird vor allem im Bereich der Biomedizin, wobei auch eine gewisse wissenschaftliche Tätigkeit im Bausektor erkennbar ist.</p><p>Solche Verfahren bergen ein grosses Potenzial im Sinne der nachhaltigen Nutzung von Organismen (Bakterien) oder des klassischen Umweltschutzes (z. B. längerer Lebenszyklus der Infrastruktur, geringere CO2-Emissionen durch die Zementproduktion). Damit einher gehen aber auch eventuelle Risiken für Mensch und Umwelt durch diese Organismen. Aufgrund der heutigen Gesetzgebung (Art. 29a ff. des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983; SR 814.01) müssen diese Risiken beurteilt werden. </p><p>Grundsätzlich ist es Sache der Privatwirtschaft, die Produktentwicklung selbst zu bestreiten (eventuell unterstützt mittels Forschungsgeldern z. B. aus KTI oder SNF). Ebenso ist es ihre Pflicht, im Rahmen der Selbstverantwortung und der Selbstkontrolle die Auswirkungen eines neuen Werkstoffs genau zu prüfen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über den aktuellen Stand der Forschung an Bio-Zement in der Schweiz, über die aktuellen und zukünftigen Kosten dieser Forschung sowie über die biologischen Auswirkungen des Werkstoffes auf Mensch und Umwelt zu erstellen.</p>
    • Studie über Bio-Zement

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