Sprachliche und kulturelle Kompetenzen fördern. Mehr Schüleraustausch
- ShortId
-
10.3607
- Id
-
20103607
- Updated
-
28.07.2023 10:20
- Language
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de
- Title
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Sprachliche und kulturelle Kompetenzen fördern. Mehr Schüleraustausch
- AdditionalIndexing
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2831;32;deutsch-sprachige Schweiz;Austausch im Bildungswesen;französisch-sprachige Schweiz;Sprache;nationale Identität;italienisch-sprachige Schweiz;Sprachunterricht
- 1
-
- L04K01060103, Sprache
- L06K010601020101, deutsch-sprachige Schweiz
- L06K010601020201, französisch-sprachige Schweiz
- L06K010601020301, italienisch-sprachige Schweiz
- L04K13030105, Austausch im Bildungswesen
- L04K13020102, Sprachunterricht
- L04K08020219, nationale Identität
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Der nationale Zusammenhalt hängt stark davon ab, welche Kenntnis die verschiedenen Sprachregionen voneinander haben. Der Schüleraustausch ist ein ausgezeichnetes Mittel, nicht nur um die Sprachkenntnisse zu verbessern, sondern auch um die Landsleute jenseits der Sprachgrenze besser kennenzulernen und damit das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.</p><p>Institutionen wie etwa die Ch-Stiftung fördern diese Art von Austausch. Doch muss man zugeben, dass der Schüleraustausch heute nur in einem sehr geringen Umfang praktiziert wird. Mit ein paar Hundert Personen pro Jahr kann man nicht davon reden, dass dies für die grosse Masse der Schülerinnen und Schüler wirklich ein Thema ist. Kürzlich hat der Bundesrat seine Subventionen in diesem Bereich erhöht, was durchaus zu begrüssen ist. Doch bleibt die Massnahme noch immer höchst bescheiden, angesichts der Zahl der jungen Menschen, die davon profitieren könnten.</p><p>Deshalb sollte der Bundesrat die Möglichkeiten prüfen, wie - zusammen mit den Kantonen - ein sehr viel ambitionierteres und aktiveres Austauschsystem geschaffen werden könnte.</p>
- <p>Artikel 70 Absatz 3 der Bundesverfassung beauftragt den Bund und die Kantone, die Verständigung und den Austausch zwischen den Sprachgemeinschaften zu fördern. Diese Ziele sind auch im Gesetz über die Sprachen und die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften, Sprachengesetz (SpG), enthalten, das seit dem 1. Januar 2010 in Kraft ist. Seine Ausführungsverordnung (SpV) ist seit dem 1. Juli 2010 in Kraft und enthält die konkreten Massnahmen, um diese Ziele zu erreichen. Schulische Austausche tragen zur Verbesserung der Verständigung und der Kenntnisse der Sprachgemeinschaften bei. Damit können die Teilnehmenden ihre Kompetenzen in einer oder mehreren Landessprachen verbessern. </p><p>Die Umsetzung des Auftrags zur Förderung des schulischen Austausches wurde der Ch-Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit übertragen. Die Ch-Stiftung hat bereits heute auf Vertragsbasis der Kantone und einzelner Bundesdienste die Funktion eines nationalen Kompetenzzentrums für schulische Austausche inne.</p><p>Im Rahmen des SpG sind Bund und Kantone aufgefordert, den Austausch von Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonen auf allen Schulstufen zu fördern. Das SpG konkretisiert diese Ziele ab 2010 namentlich durch die Gewährung jährlicher Finanzhilfen an die Ch-Stiftung. Die Zahl der Teilnehmenden an solchen Austauschprogrammen soll damit in den nächsten fünf Jahren von 15 000 auf 30 000 erhöht werden. Die Angebote der Sprachregionen, insbesondere der kleineren Regionen, werden ausgebaut, damit das Austauschangebot ausgedehnt werden kann. Das neue SpG gewährleistet somit eine sehr viel aktivere und ehrgeizigere Politik der Sprachaustausche als bisher.</p><p>Der Gegenstand des Postulates - eine ehrgeizigere Politik in Belangen des Sprachaustausches und eine engere Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Akteuren - ist auf den bestehenden gesetzlichen Grundlagen und ihrer Ausführungsbestimmungen bereits erfüllt. Neue Massnahmen sind daher nicht nötig.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Möglichkeiten zu prüfen, wie der Schüleraustausch zwischen den Sprachregionen der Schweiz massiv verstärkt werden könnte.</p>
- Sprachliche und kulturelle Kompetenzen fördern. Mehr Schüleraustausch
- State
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Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Der nationale Zusammenhalt hängt stark davon ab, welche Kenntnis die verschiedenen Sprachregionen voneinander haben. Der Schüleraustausch ist ein ausgezeichnetes Mittel, nicht nur um die Sprachkenntnisse zu verbessern, sondern auch um die Landsleute jenseits der Sprachgrenze besser kennenzulernen und damit das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.</p><p>Institutionen wie etwa die Ch-Stiftung fördern diese Art von Austausch. Doch muss man zugeben, dass der Schüleraustausch heute nur in einem sehr geringen Umfang praktiziert wird. Mit ein paar Hundert Personen pro Jahr kann man nicht davon reden, dass dies für die grosse Masse der Schülerinnen und Schüler wirklich ein Thema ist. Kürzlich hat der Bundesrat seine Subventionen in diesem Bereich erhöht, was durchaus zu begrüssen ist. Doch bleibt die Massnahme noch immer höchst bescheiden, angesichts der Zahl der jungen Menschen, die davon profitieren könnten.</p><p>Deshalb sollte der Bundesrat die Möglichkeiten prüfen, wie - zusammen mit den Kantonen - ein sehr viel ambitionierteres und aktiveres Austauschsystem geschaffen werden könnte.</p>
- <p>Artikel 70 Absatz 3 der Bundesverfassung beauftragt den Bund und die Kantone, die Verständigung und den Austausch zwischen den Sprachgemeinschaften zu fördern. Diese Ziele sind auch im Gesetz über die Sprachen und die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften, Sprachengesetz (SpG), enthalten, das seit dem 1. Januar 2010 in Kraft ist. Seine Ausführungsverordnung (SpV) ist seit dem 1. Juli 2010 in Kraft und enthält die konkreten Massnahmen, um diese Ziele zu erreichen. Schulische Austausche tragen zur Verbesserung der Verständigung und der Kenntnisse der Sprachgemeinschaften bei. Damit können die Teilnehmenden ihre Kompetenzen in einer oder mehreren Landessprachen verbessern. </p><p>Die Umsetzung des Auftrags zur Förderung des schulischen Austausches wurde der Ch-Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit übertragen. Die Ch-Stiftung hat bereits heute auf Vertragsbasis der Kantone und einzelner Bundesdienste die Funktion eines nationalen Kompetenzzentrums für schulische Austausche inne.</p><p>Im Rahmen des SpG sind Bund und Kantone aufgefordert, den Austausch von Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonen auf allen Schulstufen zu fördern. Das SpG konkretisiert diese Ziele ab 2010 namentlich durch die Gewährung jährlicher Finanzhilfen an die Ch-Stiftung. Die Zahl der Teilnehmenden an solchen Austauschprogrammen soll damit in den nächsten fünf Jahren von 15 000 auf 30 000 erhöht werden. Die Angebote der Sprachregionen, insbesondere der kleineren Regionen, werden ausgebaut, damit das Austauschangebot ausgedehnt werden kann. Das neue SpG gewährleistet somit eine sehr viel aktivere und ehrgeizigere Politik der Sprachaustausche als bisher.</p><p>Der Gegenstand des Postulates - eine ehrgeizigere Politik in Belangen des Sprachaustausches und eine engere Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Akteuren - ist auf den bestehenden gesetzlichen Grundlagen und ihrer Ausführungsbestimmungen bereits erfüllt. Neue Massnahmen sind daher nicht nötig.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Möglichkeiten zu prüfen, wie der Schüleraustausch zwischen den Sprachregionen der Schweiz massiv verstärkt werden könnte.</p>
- Sprachliche und kulturelle Kompetenzen fördern. Mehr Schüleraustausch
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