Strategie für die Forschungsinfrastrukturen an den Hochschulen

ShortId
10.3733
Id
20103733
Updated
24.06.2025 23:55
Language
de
Title
Strategie für die Forschungsinfrastrukturen an den Hochschulen
AdditionalIndexing
36;wissenschaftliche Zusammenarbeit;Koordination;wissenschaftliches Gerät;Forschungspolitik;Hochschulwesen;Hochschulforschung
1
  • L04K16020105, Hochschulforschung
  • L04K13020501, Hochschulwesen
  • L04K08020314, Koordination
  • L05K0705020506, wissenschaftliches Gerät
  • L04K10010216, wissenschaftliche Zusammenarbeit
  • L03K160202, Forschungspolitik
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Forschung in der Schweiz ist in vielen Fachgebieten auf immer komplexere und kostspieligere Apparaturen, Datenbanken und Hochleistungsrechner angewiesen. Einzelne Hochschulen sind aus finanziellen Gründen häufig nicht mehr in der Lage, die entsprechenden Bedürfnisse zu befriedigen. Um die vorhandenen finanziellen Mittel optimal einzusetzen, erscheint eine gewisse Koordination auf gesamtschweizerischer Ebene angebracht. Der Bundesrat wird deshalb aufgefordert, aufzuzeigen, welche Forschungsinfrastrukturen für die Forschenden mehrerer Hochschulen benötigt werden und wie diese möglichst kostengünstig beschafft bzw. effektiv verwendet werden können.</p>
  • <p>Die Planungsarbeiten im Bereich Forschungsinfrastrukturen mit disziplinenübergreifendem Auftrag und gesamtschweizerischem Koordinationsbedarf wurden bereits 2008 aufgenommen. Im Rahmen der Vorbereitungen zur BFI-Botschaft 2013-2016 erarbeitet das Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) eine Schweizer Roadmap für Forschungsinfrastrukturen. Diese Roadmap wird unter Abstützung auf die Wissenschaftsgemeinschaft und in enger Zusammenarbeit mit dem ETH-Rat, der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (Crus), der Konferenz der Fachhochschulen (KFH), dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF), der Kommission für Technologie und Innovation (KTI), dem Akademieverbund, dem Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierat (SWTR) sowie dem Landwirtschaftlichen Forschungsrat (LFR) des Bundesamtes für Landwirtschaft erstellt. Sie ist eine bottom-up generierte Auslegeordnung, welche die Bedürfnisse der Schweizer (Hochschul-)Forschung in Bezug auf Forschungsinfrastrukturen darlegt und priorisiert. Die in die Roadmap aufgenommenen, neu geplanten Forschungsinfrastrukturen</p><p>- leisten einen klaren Beitrag für die Entwicklung der Forschungsaktivitäten in einer Disziplin oder in mehreren Wissenschaftsbereichen (Generierung von wissenschaftlichem Mehrwert);</p><p>- werden durch die in der Schweiz tätigen Forschenden breit genutzt;</p><p>- übersteigen die finanziellen Möglichkeiten der betroffenen Institution(en), oder es ist aufgrund der Rechtspersönlichkeit der Forschungsinfrastruktu, nur eine staatliche Beteiligung möglich.</p><p>Die erste Ausgabe der Schweizer Roadmap für Forschungsinfrastrukturen wird sich auf die Schaffung und Weiterentwicklung von nationalen Forschungsinfrastrukturen, die in einem internationalen Kontext eingebettet sind (internationale Forschungsorganisationen; Projekte des European Strategy Forum on Research Infrastructures, ESFRI), konzentrieren. In Zukunft ist vorgesehen, auch primär national ausgerichtete Forschungsinfrastrukturen mit disziplinenübergreifendem Auftrag und gesamtschweizerischem Koordinationsbedarf in diese Roadmap einzuschliessen. </p><p>Die Roadmap selber wird weder Finanzierungsentscheide noch Entscheide hinsichtlich der Verteilung allfälliger Bundesmittel auf die einzelnen Förderkredite enthalten. Der Bundesrat wird dem Parlament im Rahmen der BFI-Botschaft 2013-2016 entsprechende Entscheide beantragen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in der BFI-Botschaft 2013-2016 die effektiven Bedürfnisse der Schweizer Hochschulforschung in Bezug auf die Forschungsinfrastrukturen aufzuzeigen und darzulegen, mit welcher Strategie diese Bedürfnisse aus einer gesamtschweizerischen Perspektive möglichst kostengünstig umgesetzt bzw. befriedigt werden können.</p>
  • Strategie für die Forschungsinfrastrukturen an den Hochschulen
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Forschung in der Schweiz ist in vielen Fachgebieten auf immer komplexere und kostspieligere Apparaturen, Datenbanken und Hochleistungsrechner angewiesen. Einzelne Hochschulen sind aus finanziellen Gründen häufig nicht mehr in der Lage, die entsprechenden Bedürfnisse zu befriedigen. Um die vorhandenen finanziellen Mittel optimal einzusetzen, erscheint eine gewisse Koordination auf gesamtschweizerischer Ebene angebracht. Der Bundesrat wird deshalb aufgefordert, aufzuzeigen, welche Forschungsinfrastrukturen für die Forschenden mehrerer Hochschulen benötigt werden und wie diese möglichst kostengünstig beschafft bzw. effektiv verwendet werden können.</p>
    • <p>Die Planungsarbeiten im Bereich Forschungsinfrastrukturen mit disziplinenübergreifendem Auftrag und gesamtschweizerischem Koordinationsbedarf wurden bereits 2008 aufgenommen. Im Rahmen der Vorbereitungen zur BFI-Botschaft 2013-2016 erarbeitet das Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) eine Schweizer Roadmap für Forschungsinfrastrukturen. Diese Roadmap wird unter Abstützung auf die Wissenschaftsgemeinschaft und in enger Zusammenarbeit mit dem ETH-Rat, der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (Crus), der Konferenz der Fachhochschulen (KFH), dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF), der Kommission für Technologie und Innovation (KTI), dem Akademieverbund, dem Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierat (SWTR) sowie dem Landwirtschaftlichen Forschungsrat (LFR) des Bundesamtes für Landwirtschaft erstellt. Sie ist eine bottom-up generierte Auslegeordnung, welche die Bedürfnisse der Schweizer (Hochschul-)Forschung in Bezug auf Forschungsinfrastrukturen darlegt und priorisiert. Die in die Roadmap aufgenommenen, neu geplanten Forschungsinfrastrukturen</p><p>- leisten einen klaren Beitrag für die Entwicklung der Forschungsaktivitäten in einer Disziplin oder in mehreren Wissenschaftsbereichen (Generierung von wissenschaftlichem Mehrwert);</p><p>- werden durch die in der Schweiz tätigen Forschenden breit genutzt;</p><p>- übersteigen die finanziellen Möglichkeiten der betroffenen Institution(en), oder es ist aufgrund der Rechtspersönlichkeit der Forschungsinfrastruktu, nur eine staatliche Beteiligung möglich.</p><p>Die erste Ausgabe der Schweizer Roadmap für Forschungsinfrastrukturen wird sich auf die Schaffung und Weiterentwicklung von nationalen Forschungsinfrastrukturen, die in einem internationalen Kontext eingebettet sind (internationale Forschungsorganisationen; Projekte des European Strategy Forum on Research Infrastructures, ESFRI), konzentrieren. In Zukunft ist vorgesehen, auch primär national ausgerichtete Forschungsinfrastrukturen mit disziplinenübergreifendem Auftrag und gesamtschweizerischem Koordinationsbedarf in diese Roadmap einzuschliessen. </p><p>Die Roadmap selber wird weder Finanzierungsentscheide noch Entscheide hinsichtlich der Verteilung allfälliger Bundesmittel auf die einzelnen Förderkredite enthalten. Der Bundesrat wird dem Parlament im Rahmen der BFI-Botschaft 2013-2016 entsprechende Entscheide beantragen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in der BFI-Botschaft 2013-2016 die effektiven Bedürfnisse der Schweizer Hochschulforschung in Bezug auf die Forschungsinfrastrukturen aufzuzeigen und darzulegen, mit welcher Strategie diese Bedürfnisse aus einer gesamtschweizerischen Perspektive möglichst kostengünstig umgesetzt bzw. befriedigt werden können.</p>
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