Ein Punktesystem für die Rente

ShortId
10.3908
Id
20103908
Updated
28.07.2023 13:10
Language
de
Title
Ein Punktesystem für die Rente
AdditionalIndexing
28;AHV;AHV-Rente
1
  • L05K0104010101, AHV
  • L06K010401010102, AHV-Rente
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Nachdem die 11. AHV-Revision auch im zweiten Anlauf gescheitert ist, steht fest, dass eine Lösung, die die Erhöhung des Frauenrentenalters mit einer sozialen Anpassung des Systems verbinden will - einerseits um das starre System des fixen Rentenalters aufzubrechen, andererseits um die erste Säule finanziell zu konsolidieren -, im Parlament keine Chance hat. </p><p>Das "Renten-Punktesystem" bietet eine interessante und effiziente Lösung für ein flexibleres Rentenalter, und zwar sowohl für den Vorbezug als auch für den Aufschub der Rente.</p><p>Damit kann das Problem des unterschiedlichen Rentenalters für Männer und Frauen gelöst werden, was sonst ohne ein neues System sehr schwierig wäre, wie das Scheitern der 11. AHV-Revision im zweiten Anlauf gezeigt hat.</p><p>Die unterschiedlichen Arbeitsbiografien der Versicherten und die Anzahl der Beitragsjahre können berücksichtigt werden.</p><p>Das Renten-Punktesystem bietet einen Ausweg aus dem starren System eines fixen Rentenalters.</p><p>Eine Mindestrente soll garantiert sein. Die Höchstrente trägt einer Verlängerung des Erwerbslebens Rechnung. </p><p>Dieses neue Berechnungssystem ermöglicht längerfristig eine Konsolidierung der AHV unter Berücksichtigung der demografischen und sozialen Gegebenheiten.</p>
  • <p>Der Bundesrat bereitet derzeit die Leitlinien für die nächste AHV-Reform vor. Dazu werden die interessierten Kreise einbezogen, vor allem politische Parteien und Sozialpartner. Es ist geplant, die einschlägige Botschaft dem Parlament in der kommenden Legislaturperiode vorzulegen. Im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten werden verschiedene Rentenmodelle analysiert und deren Auswirkungen genau geprüft, auch Modelle im Sinne der Motion. Vor diesem Hintergrund scheint es dem Bundesrat verfrüht, sich bereits jetzt für ein bestimmtes Modell zu entscheiden, wie dies die Motionärin wünscht. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass momentan noch alle Möglichkeiten offenbleiben müssen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen einer der nächsten AHV-Revisionen ein neues Berechnungsmodell für die AHV-Renten zu entwickeln und dem Parlament die notwendigen gesetzlichen Änderungen vorzulegen. </p><p>Bei diesem Modell soll es sich um ein "Renten-Punktesystem" handeln. So soll beispielsweise eine bestimmte Anzahl von Punkten vergeben werden, um die aktuelle Höchstrente, die als Referenz dienen kann, zu erhalten. Für die Höhe der Einzahlungen, die Beitragsjahre aufgrund einer Erwerbstätigkeit und die Erziehungs- und Betreuungsgutschriften erhält man ein "Punkte"-Kapital, das die Rentenberechnung ermöglicht. </p><p>Faktoren wie zum Beispiel körperliche Schwerarbeit können, sofern notwendig, bei der Punktevergabe berücksichtigt werden. Dies bleibt abzuklären.</p>
  • Ein Punktesystem für die Rente
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Nachdem die 11. AHV-Revision auch im zweiten Anlauf gescheitert ist, steht fest, dass eine Lösung, die die Erhöhung des Frauenrentenalters mit einer sozialen Anpassung des Systems verbinden will - einerseits um das starre System des fixen Rentenalters aufzubrechen, andererseits um die erste Säule finanziell zu konsolidieren -, im Parlament keine Chance hat. </p><p>Das "Renten-Punktesystem" bietet eine interessante und effiziente Lösung für ein flexibleres Rentenalter, und zwar sowohl für den Vorbezug als auch für den Aufschub der Rente.</p><p>Damit kann das Problem des unterschiedlichen Rentenalters für Männer und Frauen gelöst werden, was sonst ohne ein neues System sehr schwierig wäre, wie das Scheitern der 11. AHV-Revision im zweiten Anlauf gezeigt hat.</p><p>Die unterschiedlichen Arbeitsbiografien der Versicherten und die Anzahl der Beitragsjahre können berücksichtigt werden.</p><p>Das Renten-Punktesystem bietet einen Ausweg aus dem starren System eines fixen Rentenalters.</p><p>Eine Mindestrente soll garantiert sein. Die Höchstrente trägt einer Verlängerung des Erwerbslebens Rechnung. </p><p>Dieses neue Berechnungssystem ermöglicht längerfristig eine Konsolidierung der AHV unter Berücksichtigung der demografischen und sozialen Gegebenheiten.</p>
    • <p>Der Bundesrat bereitet derzeit die Leitlinien für die nächste AHV-Reform vor. Dazu werden die interessierten Kreise einbezogen, vor allem politische Parteien und Sozialpartner. Es ist geplant, die einschlägige Botschaft dem Parlament in der kommenden Legislaturperiode vorzulegen. Im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten werden verschiedene Rentenmodelle analysiert und deren Auswirkungen genau geprüft, auch Modelle im Sinne der Motion. Vor diesem Hintergrund scheint es dem Bundesrat verfrüht, sich bereits jetzt für ein bestimmtes Modell zu entscheiden, wie dies die Motionärin wünscht. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass momentan noch alle Möglichkeiten offenbleiben müssen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen einer der nächsten AHV-Revisionen ein neues Berechnungsmodell für die AHV-Renten zu entwickeln und dem Parlament die notwendigen gesetzlichen Änderungen vorzulegen. </p><p>Bei diesem Modell soll es sich um ein "Renten-Punktesystem" handeln. So soll beispielsweise eine bestimmte Anzahl von Punkten vergeben werden, um die aktuelle Höchstrente, die als Referenz dienen kann, zu erhalten. Für die Höhe der Einzahlungen, die Beitragsjahre aufgrund einer Erwerbstätigkeit und die Erziehungs- und Betreuungsgutschriften erhält man ein "Punkte"-Kapital, das die Rentenberechnung ermöglicht. </p><p>Faktoren wie zum Beispiel körperliche Schwerarbeit können, sofern notwendig, bei der Punktevergabe berücksichtigt werden. Dies bleibt abzuklären.</p>
    • Ein Punktesystem für die Rente

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