Millionenfache Einsparungen für KMU durch mehr E-Government

ShortId
10.3946
Id
20103946
Updated
24.06.2025 23:56
Language
de
Title
Millionenfache Einsparungen für KMU durch mehr E-Government
AdditionalIndexing
04;15;Klein- und mittleres Unternehmen;Zusammenarbeit der Verwaltungen;Kanton;Sparmassnahme;Vereinfachung von Verfahren;eGovernment;Verwaltungstätigkeit
1
  • L04K08060105, eGovernment
  • L05K0703060302, Klein- und mittleres Unternehmen
  • L06K080701020108, Kanton
  • L05K0503020801, Vereinfachung von Verfahren
  • L04K11080108, Sparmassnahme
  • L04K08060101, Verwaltungstätigkeit
  • L04K08060114, Zusammenarbeit der Verwaltungen
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der administrative Aufwand für Unternehmen lässt sich mit E-Government-Anwendungen erheblich verringern. Die elektronische Einreichung der Mehrwertsteuer-Abrechnung ist ein Beispiel für eine E-Government-Anwendung, welche die Unternehmen massgeblich von nichtwertschöpfendem Aufwand entlasten kann. Experten gehen beim E-Government von einem jährlichen Millionensparpotenzial für die gesamte Wirtschaft aus.</p><p>Gemäss einer Benchmarkstudie der EU liegt die Schweiz bezüglich E-Government deutlich unter dem Durchschnitt der EU-Länder. Die vom Bund und von den Kantonen gemeinsam beim Institut GFS Bern in Auftrag gegebene Studie "E-Government und Verwaltung 2010" zeigt, dass dessen Weiterentwicklung trotz einer Vielzahl geplanter Vorhaben stockt. Die Hürden für den Ausbau von E-Government liegen u. a. in der ungenügenden Zusammenarbeit und Koordination zwischen den drei föderalen Ebenen, und auch zwischen einzelnen Bundesämtern. Das Potenzial von E-Government kann nur dann umfassend genutzt werden, wenn in den Verwaltungen von Bund und Kantonen ein Kulturwandel stattfindet und diese bereit sind, ihre Prozesse zu überdenken und vermehrt untereinander zu harmonisieren.</p><p>Durch die Stärkung der Führungsrolle des Bundes und die Übertragung der Verantwortung für die koordinierte Umsetzung auf einen einzelnen Bundesrat, welcher sich dezidiert dafür einsetzt, werden die Voraussetzungen für die Realisierung des Millionensparpotenzials geschaffen.</p>
  • <p>Die von der Motion angestrebten Ziele werden, soweit nicht schon realisiert, als Vorgabe bei der Erneuerung der Rahmenvereinbarung berücksichtigt.</p><p>Die Vorsteherin des Eidgenössischen Finanzdepartementes (EFD) hat den Vorsitz des Steuerungsausschusses, der die Umsetzung der nationalen E-Government-Strategie koordiniert. Die Geschäftsstelle E-Government Schweiz wird vom Bund finanziert und im Informatikstrategieorgan Bund (ISB) geführt, das zum EFD gehört.</p><p>Die Erneuerung der Rahmenvereinbarung wird in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen vorbereitet. In diesem Rahmen sollen Vorschläge für die Organisation einer stärkeren Führungsrolle des Bundes und für die Finanzierung der dafür benötigten Ressourcen ausgearbeitet werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, anlässlich der Erneuerung der Rahmenvereinbarung zwischen Bund und Kantonen 2011 dafür zu sorgen, dass die Geschwindigkeit bei der Realisierung von E-Government-Angeboten zur administrativen Entlastung der Unternehmen im Verkehr mit Verwaltungsstellen gegenüber heute massiv erhöht wird. Die Zusammenarbeit und Koordination zwischen den drei föderalen Ebenen Bund, Kantonen und Gemeinden und auch jene zwischen den einzelnen Bundesämtern sind weiter zu verbessern und auszubauen. Der Bund soll dabei eine stärkere Führungsrolle einnehmen und vermehrt Vorgaben bezüglich Standards machen. Zudem soll der Bundesrat einem seiner Mitglieder im Steuerungsausschuss die Hauptverantwortung bezüglich der koordinierten Umsetzung der E-Government-Strategie Schweiz übertragen. Die Kantone nehmen weiterhin ihre Umsetzungsverantwortung in einer aktiven Rolle unter der verstärkten Koordination des Bundes wahr.</p>
  • Millionenfache Einsparungen für KMU durch mehr E-Government
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der administrative Aufwand für Unternehmen lässt sich mit E-Government-Anwendungen erheblich verringern. Die elektronische Einreichung der Mehrwertsteuer-Abrechnung ist ein Beispiel für eine E-Government-Anwendung, welche die Unternehmen massgeblich von nichtwertschöpfendem Aufwand entlasten kann. Experten gehen beim E-Government von einem jährlichen Millionensparpotenzial für die gesamte Wirtschaft aus.</p><p>Gemäss einer Benchmarkstudie der EU liegt die Schweiz bezüglich E-Government deutlich unter dem Durchschnitt der EU-Länder. Die vom Bund und von den Kantonen gemeinsam beim Institut GFS Bern in Auftrag gegebene Studie "E-Government und Verwaltung 2010" zeigt, dass dessen Weiterentwicklung trotz einer Vielzahl geplanter Vorhaben stockt. Die Hürden für den Ausbau von E-Government liegen u. a. in der ungenügenden Zusammenarbeit und Koordination zwischen den drei föderalen Ebenen, und auch zwischen einzelnen Bundesämtern. Das Potenzial von E-Government kann nur dann umfassend genutzt werden, wenn in den Verwaltungen von Bund und Kantonen ein Kulturwandel stattfindet und diese bereit sind, ihre Prozesse zu überdenken und vermehrt untereinander zu harmonisieren.</p><p>Durch die Stärkung der Führungsrolle des Bundes und die Übertragung der Verantwortung für die koordinierte Umsetzung auf einen einzelnen Bundesrat, welcher sich dezidiert dafür einsetzt, werden die Voraussetzungen für die Realisierung des Millionensparpotenzials geschaffen.</p>
    • <p>Die von der Motion angestrebten Ziele werden, soweit nicht schon realisiert, als Vorgabe bei der Erneuerung der Rahmenvereinbarung berücksichtigt.</p><p>Die Vorsteherin des Eidgenössischen Finanzdepartementes (EFD) hat den Vorsitz des Steuerungsausschusses, der die Umsetzung der nationalen E-Government-Strategie koordiniert. Die Geschäftsstelle E-Government Schweiz wird vom Bund finanziert und im Informatikstrategieorgan Bund (ISB) geführt, das zum EFD gehört.</p><p>Die Erneuerung der Rahmenvereinbarung wird in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen vorbereitet. In diesem Rahmen sollen Vorschläge für die Organisation einer stärkeren Führungsrolle des Bundes und für die Finanzierung der dafür benötigten Ressourcen ausgearbeitet werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, anlässlich der Erneuerung der Rahmenvereinbarung zwischen Bund und Kantonen 2011 dafür zu sorgen, dass die Geschwindigkeit bei der Realisierung von E-Government-Angeboten zur administrativen Entlastung der Unternehmen im Verkehr mit Verwaltungsstellen gegenüber heute massiv erhöht wird. Die Zusammenarbeit und Koordination zwischen den drei föderalen Ebenen Bund, Kantonen und Gemeinden und auch jene zwischen den einzelnen Bundesämtern sind weiter zu verbessern und auszubauen. Der Bund soll dabei eine stärkere Führungsrolle einnehmen und vermehrt Vorgaben bezüglich Standards machen. Zudem soll der Bundesrat einem seiner Mitglieder im Steuerungsausschuss die Hauptverantwortung bezüglich der koordinierten Umsetzung der E-Government-Strategie Schweiz übertragen. Die Kantone nehmen weiterhin ihre Umsetzungsverantwortung in einer aktiven Rolle unter der verstärkten Koordination des Bundes wahr.</p>
    • Millionenfache Einsparungen für KMU durch mehr E-Government

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