Überblick über Modelle zur Neuorganisation der medizinischen Notfalldienste

ShortId
11.3035
Id
20113035
Updated
28.07.2023 07:33
Language
de
Title
Überblick über Modelle zur Neuorganisation der medizinischen Notfalldienste
AdditionalIndexing
2841;ärztliche Versorgung;Bericht;Notfallmedizin;Ländervergleich
1
  • L04K01050514, Notfallmedizin
  • L03K020206, Bericht
  • L05K0105051104, ärztliche Versorgung
  • L04K02022201, Ländervergleich
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>In den letzten Jahren entstanden in verschiedenen Regionen der Schweiz neue Notfalldienstmodelle, darunter das Modell des Kantons Wallis, das Badener Modell oder das Modell der Spital Thurgau AG. Mit diesen Modellen ist es gelungen, verschiedene Probleme - darunter der Mangel an Ärztinnen und Ärzten, die bereit sind, Notfalldienst zu leisten, sowie der starke Zulauf bei den Spitalnotfalldiensten für Bagatellfälle - gemeinsam zu lösen.</p><p>Der Bericht soll einen Überblick über in- und ausländische Modelle von medizinischen Notfallorganisationen geben und es damit den Verantwortlichen in den Kantonen erleichtern, ihre Notfalldienste neu zu gestalten. Damit das Rad nicht x-mal mit hohen Kosten neu erfunden werden muss, sollen die Modelle möglichst konkret dargestellt werden. Eine Zusammenarbeit mit der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren, FMH, Hausärzte Schweiz, dem Spitalverband H plus sowie den Versicherungen ist erwünscht.</p>
  • <p>Die Organisation der medizinischen Notfalldienste liegt im Zuständigkeitsbereich der Kantone. Diese haben den Notfalldienst in der Regel an die kantonalen Ärztegesellschaften delegiert. Der Bundesrat hält fest, dass bei der Organisation der medizinischen Notfalldienste in den letzten Jahren eine erfreuliche Entwicklung zu beobachten ist. In vielen Kantonen bzw. Notfalldienstkreisen wurde der ärztliche Notfalldienst neu organisiert. Dazu beigetragen haben zahlreiche gemeinsame Arbeitsgruppen des Bundes und der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), die seit 2005 im Auftrag des Dialogs nationale Gesundheitspolitik verschiedene Probleme der medizinischen Grundversorgung erörtern und unter Einbezug der betroffenen Kreise Berichte und Empfehlungen erarbeitet haben: </p><p>a) Im Oktober 2006 hat eine zu diesem Thema eingesetzte gemeinsame Arbeitsgruppe der GDK und des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) einen entsprechenden Bericht unter dem Titel "Notfalldienst: Massnahmen und Empfehlungen" publiziert. Der Bericht nimmt Erkenntnisse der nationalen und internationalen Literatur zum Thema auf. Der Bericht ist unter folgendem Internetlink zu finden: <a href="http://www.gdk-cds.ch/fileadmin/pdf/Themen/Gesundheitsversorgung/Medizinische_Grundversorgung/Bericht_NFD-d__Schlussbericht_publiziert26.10.06_.pdf">http://www.gdk-cds.ch/fileadmin/pdf/Themen/Gesundheitsversorgung/Medizinische_Grundversorgung/Bericht_NFD-d__Schlussbericht_publiziert26.10.06_.pdf</a></p><p>b) Diese Arbeiten wurden 2008 in einem weiteren Bericht von derselben Arbeitsgruppe unter dem Titel "Reorganisation ärztlicher Notfalldienst - Bewertung spezifischer Massnahmen" vertieft. Dieser Bericht enthält eine umfassende Beschreibung verschiedener Organisationsmodelle wie z. B. der spitalassoziierten Notfallpraxen (Badener Modell) oder der Übernahme des Notfalldienstes durch Spitäler in der Nacht und am Wochenende. Die Vor- und Nachteile dieser Modelle sind in verständlicher und nachvollziehbarer Form aufgelistet. Dieser Bericht enthält überdies eine Auflistung verschiedener Reorganisationsprojekte in allen Kantonen zu diesem Zeitpunkt. Der Bericht ist unter folgendem Internetlink zu finden: <a href="http://www.gdk-cds.ch/fileadmin/pdf/Themen/Gesundheitsversorgung/Medizinische_Grundversorgung/BT_Massnahmen__def__20081023-d.pdf">http://www.gdk-cds.ch/fileadmin/pdf/Themen/Gesundheitsversorgung/Medizinische_Grundversorgung/BT_Massnahmen__def__20081023-d.pdf</a></p><p>c) Und schliesslich hat die GDK auf dem Internet eine Informationsplattform zum Notfalldienst aufgebaut. Auf dieser Plattform sind verschiedene Projekte der Kantone mit Angaben zu den Projekten selber und den Kontaktpersonen aufgeführt. </p><p>Diese Arbeiten und Informationen tragen weiterhin zu einer grossen Dynamik im Bereich des ärztlichen Notfalldienstes bei. Auch wenn noch nicht alle Probleme gelöst sind, so sind die möglichen Lösungswege heute bekannt. Mit den erarbeiteten Berichten verfügen die GDK und die Kantone bereits heute über ausreichende Mittel, sich zu informieren und zu vernetzen. Der Bundesrat ist deshalb der Ansicht, dass ein weiterer Bericht keine grundlegend neuen Erkenntnisse bringt und demzufolge kein Handlungsbedarf besteht.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht verschiedene Modelle aufzuzeigen, wie die ärztlichen Notfalldienste neu organisiert werden können.</p>
  • Überblick über Modelle zur Neuorganisation der medizinischen Notfalldienste
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>In den letzten Jahren entstanden in verschiedenen Regionen der Schweiz neue Notfalldienstmodelle, darunter das Modell des Kantons Wallis, das Badener Modell oder das Modell der Spital Thurgau AG. Mit diesen Modellen ist es gelungen, verschiedene Probleme - darunter der Mangel an Ärztinnen und Ärzten, die bereit sind, Notfalldienst zu leisten, sowie der starke Zulauf bei den Spitalnotfalldiensten für Bagatellfälle - gemeinsam zu lösen.</p><p>Der Bericht soll einen Überblick über in- und ausländische Modelle von medizinischen Notfallorganisationen geben und es damit den Verantwortlichen in den Kantonen erleichtern, ihre Notfalldienste neu zu gestalten. Damit das Rad nicht x-mal mit hohen Kosten neu erfunden werden muss, sollen die Modelle möglichst konkret dargestellt werden. Eine Zusammenarbeit mit der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren, FMH, Hausärzte Schweiz, dem Spitalverband H plus sowie den Versicherungen ist erwünscht.</p>
    • <p>Die Organisation der medizinischen Notfalldienste liegt im Zuständigkeitsbereich der Kantone. Diese haben den Notfalldienst in der Regel an die kantonalen Ärztegesellschaften delegiert. Der Bundesrat hält fest, dass bei der Organisation der medizinischen Notfalldienste in den letzten Jahren eine erfreuliche Entwicklung zu beobachten ist. In vielen Kantonen bzw. Notfalldienstkreisen wurde der ärztliche Notfalldienst neu organisiert. Dazu beigetragen haben zahlreiche gemeinsame Arbeitsgruppen des Bundes und der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), die seit 2005 im Auftrag des Dialogs nationale Gesundheitspolitik verschiedene Probleme der medizinischen Grundversorgung erörtern und unter Einbezug der betroffenen Kreise Berichte und Empfehlungen erarbeitet haben: </p><p>a) Im Oktober 2006 hat eine zu diesem Thema eingesetzte gemeinsame Arbeitsgruppe der GDK und des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) einen entsprechenden Bericht unter dem Titel "Notfalldienst: Massnahmen und Empfehlungen" publiziert. Der Bericht nimmt Erkenntnisse der nationalen und internationalen Literatur zum Thema auf. Der Bericht ist unter folgendem Internetlink zu finden: <a href="http://www.gdk-cds.ch/fileadmin/pdf/Themen/Gesundheitsversorgung/Medizinische_Grundversorgung/Bericht_NFD-d__Schlussbericht_publiziert26.10.06_.pdf">http://www.gdk-cds.ch/fileadmin/pdf/Themen/Gesundheitsversorgung/Medizinische_Grundversorgung/Bericht_NFD-d__Schlussbericht_publiziert26.10.06_.pdf</a></p><p>b) Diese Arbeiten wurden 2008 in einem weiteren Bericht von derselben Arbeitsgruppe unter dem Titel "Reorganisation ärztlicher Notfalldienst - Bewertung spezifischer Massnahmen" vertieft. Dieser Bericht enthält eine umfassende Beschreibung verschiedener Organisationsmodelle wie z. B. der spitalassoziierten Notfallpraxen (Badener Modell) oder der Übernahme des Notfalldienstes durch Spitäler in der Nacht und am Wochenende. Die Vor- und Nachteile dieser Modelle sind in verständlicher und nachvollziehbarer Form aufgelistet. Dieser Bericht enthält überdies eine Auflistung verschiedener Reorganisationsprojekte in allen Kantonen zu diesem Zeitpunkt. Der Bericht ist unter folgendem Internetlink zu finden: <a href="http://www.gdk-cds.ch/fileadmin/pdf/Themen/Gesundheitsversorgung/Medizinische_Grundversorgung/BT_Massnahmen__def__20081023-d.pdf">http://www.gdk-cds.ch/fileadmin/pdf/Themen/Gesundheitsversorgung/Medizinische_Grundversorgung/BT_Massnahmen__def__20081023-d.pdf</a></p><p>c) Und schliesslich hat die GDK auf dem Internet eine Informationsplattform zum Notfalldienst aufgebaut. Auf dieser Plattform sind verschiedene Projekte der Kantone mit Angaben zu den Projekten selber und den Kontaktpersonen aufgeführt. </p><p>Diese Arbeiten und Informationen tragen weiterhin zu einer grossen Dynamik im Bereich des ärztlichen Notfalldienstes bei. Auch wenn noch nicht alle Probleme gelöst sind, so sind die möglichen Lösungswege heute bekannt. Mit den erarbeiteten Berichten verfügen die GDK und die Kantone bereits heute über ausreichende Mittel, sich zu informieren und zu vernetzen. Der Bundesrat ist deshalb der Ansicht, dass ein weiterer Bericht keine grundlegend neuen Erkenntnisse bringt und demzufolge kein Handlungsbedarf besteht.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht verschiedene Modelle aufzuzeigen, wie die ärztlichen Notfalldienste neu organisiert werden können.</p>
    • Überblick über Modelle zur Neuorganisation der medizinischen Notfalldienste

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