Schweizerischer wissenschaftlicher Nachwuchs

ShortId
11.3064
Id
20113064
Updated
24.06.2025 23:35
Language
de
Title
Schweizerischer wissenschaftlicher Nachwuchs
AdditionalIndexing
36;32;Bildungspolitik;Nachwuchsförderung;Forschungspersonal;Forschungspolitik;Forschungsförderung;Hochschulabsolvent/in
1
  • L04K13030114, Nachwuchsförderung
  • L04K16020204, Forschungsförderung
  • L03K160202, Forschungspolitik
  • L04K16020205, Forschungspersonal
  • L05K0702020207, Hochschulabsolvent/in
  • L03K130301, Bildungspolitik
PriorityCouncil1
Ständerat
Texts
  • <p>In einem bemerkenswerten Artikel in der "NZZ" vom 7. Februar 2011 hat Caspar Hirschi, der zurzeit als Stipendiat des SNF an der ETHZ arbeitet, Analysen und Überlegungen zum akademischen Nachwuchs an unseren Hochschulen vorgestellt. Dabei stellt der Autor fest, dass unser Land heute im hohen Masse vom Zuzug ausländischer Forscher - und dies nicht nur bei der Medizin - abhängt. Ohne im Geringsten den Wert dieses "brain gain" kritisieren zu wollen, muss es uns ein Anliegen sein, bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen und der wissenschaftlichen Berufswege Voraussetzungen zu schaffen, die es für Schweizerinnen und Schweizer attraktiv machen, an unseren eigenen Universitäten und an den beiden ETH als Wissenschafter tätig zu sein. Wie der Autor des erwähnten Artikels aufzeigt, gehen vor allem skandinavische Länder ohne Qualitätsverlust andere Wege und erreichen Werte, die beinahe doppelt so hoch sind wie jene der Schweiz. Gemäss Ausführungen des Autors arbeiten an Schweizer Universitäten 40 Prozent ausländische Wissenschafter, während dieser Anteil in den skandinavischen Ländern bloss 10 bis 20 Prozent ausmacht.</p><p>Auch wenn vor allem der Zuzug von akademischen Kräften aus unserem Nachbarland Deutschland eine lange und für unser Land erfolgreiche Tradition besitzt, wäre es unklug, sich zu einseitig auf diesen Wissenstransfer zu verlassen.</p><p>Der Autor schlägt vor, die schweizerischen universitären Strukturen so anzupassen, dass der Entscheid für eine wissenschaftliche Karriere an Attraktivität gewinnt. Dabei sollten insbesondere flachere Hierarchien und Möglichkeiten für feste Anstellungen junger Wissenschafter geschaffen werden.</p>
  • Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Universitätskonferenz, der Rektorenkonferenz und dem Schweizerischen Nationalfonds sollen Möglichkeiten erarbeitet werden, wie der schweizerische Nachwuchs an Wissenschaftern so gefördert werden kann, dass unser Land mittelfristig einen mit vergleichbaren anderen europäischen Ländern (Schweden, Dänemark, Finnland) vergleichbaren Anteil eigener Kräfte besitzt. Der Bundesrat wird gebeten, im Rahmen der BFI-Botschaft 2013-2016 aufzuzeigen, welche Massnahmen dazu ergriffen werden sollen.</p>
  • Schweizerischer wissenschaftlicher Nachwuchs
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>In einem bemerkenswerten Artikel in der "NZZ" vom 7. Februar 2011 hat Caspar Hirschi, der zurzeit als Stipendiat des SNF an der ETHZ arbeitet, Analysen und Überlegungen zum akademischen Nachwuchs an unseren Hochschulen vorgestellt. Dabei stellt der Autor fest, dass unser Land heute im hohen Masse vom Zuzug ausländischer Forscher - und dies nicht nur bei der Medizin - abhängt. Ohne im Geringsten den Wert dieses "brain gain" kritisieren zu wollen, muss es uns ein Anliegen sein, bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen und der wissenschaftlichen Berufswege Voraussetzungen zu schaffen, die es für Schweizerinnen und Schweizer attraktiv machen, an unseren eigenen Universitäten und an den beiden ETH als Wissenschafter tätig zu sein. Wie der Autor des erwähnten Artikels aufzeigt, gehen vor allem skandinavische Länder ohne Qualitätsverlust andere Wege und erreichen Werte, die beinahe doppelt so hoch sind wie jene der Schweiz. Gemäss Ausführungen des Autors arbeiten an Schweizer Universitäten 40 Prozent ausländische Wissenschafter, während dieser Anteil in den skandinavischen Ländern bloss 10 bis 20 Prozent ausmacht.</p><p>Auch wenn vor allem der Zuzug von akademischen Kräften aus unserem Nachbarland Deutschland eine lange und für unser Land erfolgreiche Tradition besitzt, wäre es unklug, sich zu einseitig auf diesen Wissenstransfer zu verlassen.</p><p>Der Autor schlägt vor, die schweizerischen universitären Strukturen so anzupassen, dass der Entscheid für eine wissenschaftliche Karriere an Attraktivität gewinnt. Dabei sollten insbesondere flachere Hierarchien und Möglichkeiten für feste Anstellungen junger Wissenschafter geschaffen werden.</p>
    • Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Universitätskonferenz, der Rektorenkonferenz und dem Schweizerischen Nationalfonds sollen Möglichkeiten erarbeitet werden, wie der schweizerische Nachwuchs an Wissenschaftern so gefördert werden kann, dass unser Land mittelfristig einen mit vergleichbaren anderen europäischen Ländern (Schweden, Dänemark, Finnland) vergleichbaren Anteil eigener Kräfte besitzt. Der Bundesrat wird gebeten, im Rahmen der BFI-Botschaft 2013-2016 aufzuzeigen, welche Massnahmen dazu ergriffen werden sollen.</p>
    • Schweizerischer wissenschaftlicher Nachwuchs

Back to List