Wo bleibt die Berufsbildung im Masterplan Cleantech?
- ShortId
-
11.3188
- Id
-
20113188
- Updated
-
24.06.2025 23:40
- Language
-
de
- Title
-
Wo bleibt die Berufsbildung im Masterplan Cleantech?
- AdditionalIndexing
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15;32;52;nachhaltige Nutzung;ökologische Wirtschaft;duales Bildungssystem;Lehre;Beruf;neue Technologie;nachhaltige Entwicklung
- 1
-
- L05K0706010508, neue Technologie
- L06K060103010101, nachhaltige Nutzung
- L05K0704010210, nachhaltige Entwicklung
- L04K13020204, Lehre
- L04K13020207, Beruf
- L05K0704060215, ökologische Wirtschaft
- L04K13020205, duales Bildungssystem
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>In einer gemeinsamen Arbeit entwarfen das EVD und das UVEK den sogenannten "Masterplan Cleantech". Dieser Plan ist als Dokument gedacht, das die Arbeit der Behörden auf ein gemeinsames Ziel ausrichtet. Derzeit ist es (noch) nicht angedacht, ihn den eidgenössischen Räten zur Kenntnisnahme vorzulegen.</p><p>Cleantech wird in diesem "Masterplan" als eine besonders ressourcenschonende Art zu wirtschaften verstanden und nicht als eine Branche. Das Gegenteil ist der Fall: Cleantech kann alle Branchen umfassen. Und wenn es alle Branchen umfasst, dann ist auch das gesamte System der dualen Berufsbildung betroffen.</p><p>Leider kehrt der Masterplan der Berufsbildung den Rücken zu und konzentriert sich einseitig auf die höheren Schulen (Fachhochschule und Universität). Lediglich zum Schluss werden neun Berufsbildungsgänge angesprochen. Das ist im Vergleich zu den über 230 verschiedenen Berufen in der Grundbildung zu wenig. Wenn schon Cleantech eine Art des Wirtschaftens ist, dann umfasst es alle Branchen. Es ist daher folgerichtig, dass alle Lehrgänge der beruflichen Grundbildung auf Cleantech-relevante Inhalte überprüft und gewürdigt werden.</p>
- <p>Die Berufsentwicklung erfolgt in der Schweiz verbundpartnerschaftlich. Federführend sind die Organisationen der Arbeitswelt. Sie sind für die Bildungsinhalte und die Ausbildungsplätze verantwortlich. Bei den Kantonen liegen die Umsetzung und die Aufsicht, während der Bund sich um die strategische Steuerung und Entwicklung kümmert. Viele Berufsbilder und Bildungserlasse werden seit Inkrafttreten des Berufsbildungsgesetzes im Jahr 2004 unter anderem vom Bundesamt für Umwelt (Bafu), vom Bundesamt für Energie (BFE) sowie vom Bildungszentrum WWF auf Aspekte der ökologischen, energierelevanten, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit überprüft. Eine Evaluation durch das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) im Jahr 2010 hat für den Gebäudebereich ergeben, dass alle neu in Kraft gesetzten Bildungsverordnungen hinsichtlich der Nachhaltigkeit auf dem aktuellen Stand sind.</p><p>Der Bundesrat ist bereit, sämtliche Bildungsgänge der beruflichen Grundbildung auf Cleantech-relevante Inhalte vertieft zu prüfen und den Verbundpartnern zur Reform ihrer Berufsbilder entsprechende Grundlagen zur Verfügung zu stellen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Cleantech-relevanten Inhalte in der beruflichen Grundbildung aller Branchen zu prüfen und zu evaluieren.</p>
- Wo bleibt die Berufsbildung im Masterplan Cleantech?
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>In einer gemeinsamen Arbeit entwarfen das EVD und das UVEK den sogenannten "Masterplan Cleantech". Dieser Plan ist als Dokument gedacht, das die Arbeit der Behörden auf ein gemeinsames Ziel ausrichtet. Derzeit ist es (noch) nicht angedacht, ihn den eidgenössischen Räten zur Kenntnisnahme vorzulegen.</p><p>Cleantech wird in diesem "Masterplan" als eine besonders ressourcenschonende Art zu wirtschaften verstanden und nicht als eine Branche. Das Gegenteil ist der Fall: Cleantech kann alle Branchen umfassen. Und wenn es alle Branchen umfasst, dann ist auch das gesamte System der dualen Berufsbildung betroffen.</p><p>Leider kehrt der Masterplan der Berufsbildung den Rücken zu und konzentriert sich einseitig auf die höheren Schulen (Fachhochschule und Universität). Lediglich zum Schluss werden neun Berufsbildungsgänge angesprochen. Das ist im Vergleich zu den über 230 verschiedenen Berufen in der Grundbildung zu wenig. Wenn schon Cleantech eine Art des Wirtschaftens ist, dann umfasst es alle Branchen. Es ist daher folgerichtig, dass alle Lehrgänge der beruflichen Grundbildung auf Cleantech-relevante Inhalte überprüft und gewürdigt werden.</p>
- <p>Die Berufsentwicklung erfolgt in der Schweiz verbundpartnerschaftlich. Federführend sind die Organisationen der Arbeitswelt. Sie sind für die Bildungsinhalte und die Ausbildungsplätze verantwortlich. Bei den Kantonen liegen die Umsetzung und die Aufsicht, während der Bund sich um die strategische Steuerung und Entwicklung kümmert. Viele Berufsbilder und Bildungserlasse werden seit Inkrafttreten des Berufsbildungsgesetzes im Jahr 2004 unter anderem vom Bundesamt für Umwelt (Bafu), vom Bundesamt für Energie (BFE) sowie vom Bildungszentrum WWF auf Aspekte der ökologischen, energierelevanten, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit überprüft. Eine Evaluation durch das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) im Jahr 2010 hat für den Gebäudebereich ergeben, dass alle neu in Kraft gesetzten Bildungsverordnungen hinsichtlich der Nachhaltigkeit auf dem aktuellen Stand sind.</p><p>Der Bundesrat ist bereit, sämtliche Bildungsgänge der beruflichen Grundbildung auf Cleantech-relevante Inhalte vertieft zu prüfen und den Verbundpartnern zur Reform ihrer Berufsbilder entsprechende Grundlagen zur Verfügung zu stellen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Cleantech-relevanten Inhalte in der beruflichen Grundbildung aller Branchen zu prüfen und zu evaluieren.</p>
- Wo bleibt die Berufsbildung im Masterplan Cleantech?
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