Erschwinglicher Wohnraum in städtischen Ballungszentren

ShortId
11.3210
Id
20113210
Updated
28.07.2023 13:28
Language
de
Title
Erschwinglicher Wohnraum in städtischen Ballungszentren
AdditionalIndexing
2846;städtebauliche Vorschrift;Bodenmarkt;städtisches Wohnmilieu;Wohnzone;Kostenmiete;Stadtplanung;Wohnungsmarkt;Wohnungsbedarf;Stadt
1
  • L04K01020605, Wohnungsbedarf
  • L05K0102020102, Stadt
  • L04K01020417, Stadtplanung
  • L06K010204010102, Wohnzone
  • L04K01020414, städtebauliche Vorschrift
  • L05K0102010402, Kostenmiete
  • L04K01020111, Wohnungsmarkt
  • L04K01020403, Bodenmarkt
  • L04K01020503, städtisches Wohnmilieu
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Stadt Zug hat 2009 eine neue Bau- und Zonenordnung angenommen, die vorsieht, dass spezielle Zonen mit mindestens 50 Prozent der anzurechnenden Geschossflächen reserviert ist für preisgünstige Wohnungen. Seit Anfang dieses Jahres ist nun auch die entsprechende Verordnung in Kraft und sind drei Projektwettbewerbe angelaufen. Dieses Instrument gilt gilt schweizweit als einmalig, aber wird mittlerweile von verschiedenen, ähnlich betroffenen städtischen Gebieten studiert. Zug ist besonders stark mit dem Problem des für breite Bevölkerungsschichten unerschwinglichen Wohnraums konfrontiert.</p>
  • <p>Das in der Begründung des Postulates genannte Beispiel der Bau- und Zonenordnung der Stadt Zug zeigt, dass die Entwicklung des Wohnungsmarktes die Prüfung neuer Massnahmen im Hinblick auf die Verfügbarkeit von preisgünstigem Wohnraum erfordert. Der Bundesrat ist bereit, einen Bericht über die möglichen Auswirkungen raum- und zonenplanerischer Mittel auf das Angebot an erschwinglichem Wohnraum insbesondere für Familien zu erstellen. Darin wird auch darzulegen sein, inwiefern der Bund in diesem Bereich einen Beitrag leisten kann.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird gebeten, über folgende Fragen Bericht zu erstatten:</p><p>Können von Städten speziell definierte Wohnzonen, in denen ein Mindestprozentsatz der Wohnfläche für preisgünstige Wohnungen reserviert ist, in städtischen Ballungszentren zur Entspannung des Wohnungsmarktes beitragen und ein genügendes Angebot an erschwinglichen Wohnungen insbesondere für Familien mit tieferen und mittleren Einkommen sicherstellen? Welche Voraussetzungen müssen für das Gelingen solcher Projekte erfüllt sein? Welche möglichen Probleme gibt es allenfalls zu beachten?</p><p>Wie gilt es ähnliche Instrumente wie Ausnützungszuschläge für den Bau von preisgünstigen Wohnungen bzw. Wohnungen nach den Grundsätzen der Kostenmiete zu bewerten? Welchen Einfluss haben solche Zonen auf die Preisbildung am Wohnungsmarkt in den umliegenden Quartieren ohne entsprechende Vorgaben?</p><p>Welchen Beitrag könnte der Bund leisten, um eine entsprechende Politik national koordiniert zu fördern?</p>
  • Erschwinglicher Wohnraum in städtischen Ballungszentren
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Stadt Zug hat 2009 eine neue Bau- und Zonenordnung angenommen, die vorsieht, dass spezielle Zonen mit mindestens 50 Prozent der anzurechnenden Geschossflächen reserviert ist für preisgünstige Wohnungen. Seit Anfang dieses Jahres ist nun auch die entsprechende Verordnung in Kraft und sind drei Projektwettbewerbe angelaufen. Dieses Instrument gilt gilt schweizweit als einmalig, aber wird mittlerweile von verschiedenen, ähnlich betroffenen städtischen Gebieten studiert. Zug ist besonders stark mit dem Problem des für breite Bevölkerungsschichten unerschwinglichen Wohnraums konfrontiert.</p>
    • <p>Das in der Begründung des Postulates genannte Beispiel der Bau- und Zonenordnung der Stadt Zug zeigt, dass die Entwicklung des Wohnungsmarktes die Prüfung neuer Massnahmen im Hinblick auf die Verfügbarkeit von preisgünstigem Wohnraum erfordert. Der Bundesrat ist bereit, einen Bericht über die möglichen Auswirkungen raum- und zonenplanerischer Mittel auf das Angebot an erschwinglichem Wohnraum insbesondere für Familien zu erstellen. Darin wird auch darzulegen sein, inwiefern der Bund in diesem Bereich einen Beitrag leisten kann.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird gebeten, über folgende Fragen Bericht zu erstatten:</p><p>Können von Städten speziell definierte Wohnzonen, in denen ein Mindestprozentsatz der Wohnfläche für preisgünstige Wohnungen reserviert ist, in städtischen Ballungszentren zur Entspannung des Wohnungsmarktes beitragen und ein genügendes Angebot an erschwinglichen Wohnungen insbesondere für Familien mit tieferen und mittleren Einkommen sicherstellen? Welche Voraussetzungen müssen für das Gelingen solcher Projekte erfüllt sein? Welche möglichen Probleme gibt es allenfalls zu beachten?</p><p>Wie gilt es ähnliche Instrumente wie Ausnützungszuschläge für den Bau von preisgünstigen Wohnungen bzw. Wohnungen nach den Grundsätzen der Kostenmiete zu bewerten? Welchen Einfluss haben solche Zonen auf die Preisbildung am Wohnungsmarkt in den umliegenden Quartieren ohne entsprechende Vorgaben?</p><p>Welchen Beitrag könnte der Bund leisten, um eine entsprechende Politik national koordiniert zu fördern?</p>
    • Erschwinglicher Wohnraum in städtischen Ballungszentren

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