Beherbergungsstatistik. Entlastung des Tourismussektors
- ShortId
-
11.3291
- Id
-
20113291
- Updated
-
28.07.2023 10:39
- Language
-
de
- Title
-
Beherbergungsstatistik. Entlastung des Tourismussektors
- AdditionalIndexing
-
15;Hotellerie;Finanzierung;Statistik
- 1
-
- L05K0101010308, Hotellerie
- L03K020218, Statistik
- L03K110902, Finanzierung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Zur Förderung des Schweizer Tourismus gehört das Sicherstellen von Entscheidungsgrundlagen, was u. a. von der Wachstumsstrategie des Bundes für den Tourismusstandort Schweiz vom Juni 2010 und der aktuellen Botschaft über die Standortförderung 2012-2015 bestätigt wird. Touristische Wertschöpfungs- und Grundlagendaten mit einer angemessenen Tiefenschärfe (nach Gemeinden, Regionen, Gästeherkunftsland) sind von enormer volkswirtschaftlicher Bedeutung, auch für andere Politikbereiche wie Raumplanung, Landwirtschaft, Umwelt- und Verkehrspolitik. Bis 2003 trug der Bund die Kosten, seit 2005 zahlt der Bund nur noch einen Anteil von rund 50 Prozent an die Beherbergungsstatistik. Die Erhebung aussagekräftiger statistischer Grundlagen ist jedoch grundsätzlich eine Aufgabe des Bundes. Die seit 2005 verlangte Mitfinanzierung der Hesta durch den Tourismussektor entzieht diesem jährlich rund 800 000 Franken - Mittel, die von der Branche grundsätzlich und aktuell zum Auffangen der Währungskrise besser verwendet werden könnten.</p>
- <p>Der Bundesrat ist sich der Bedeutung der Beherbergungsstatistik (Hesta) für die Schweizer Wirtschaft und Politik bewusst. Die Beherbergungsstatistik hat zum Ziel, einem Informationsbedürfnis auf nationaler und internationaler Ebene nachzukommen. Zur Beobachtung von Wachstum und Konjunktur in der Schweiz werden Daten zur Anzahl Ankünfte und Logiernächte von Gästen in Beherbergungsbetrieben herangezogen. Diese Daten sind nach einer beschränkten Anzahl Herkunftsländer gegliedert und erscheinen im Monatsrhythmus, präsentiert auf Ebene der Schweiz und der sieben Grossregionen. Seit 2008 ist die Schweiz im Rahmen der bilateralen Verträge verpflichtet, die in den EU-Richtlinien für den Bereich Tourismus festgelegten Daten zu produzieren. Die Richtlinien geben vor, welche Anforderungen die Beherbergungsstatistik auf internationaler Ebene erfüllen muss. Der gemäss Richtlinien geforderte Detaillierungsgrad der Daten entspricht den Ergebnissen auf gesamtschweizerischer Ebene. Die Produktion statistischer Informationen für spezifische Branchen oder Regionen gehört nicht zu den grundlegenden Aufgaben der öffentlichen Statistik und erfordert daher eine Kofinanzierung. Das Prinzip der Kostenteilung wird auch in anderen Bereichen der öffentlichen Statistik angewandt.</p><p>Gegenwärtig liefert die Beherbergungsstatistik im Rahmen einer Kofinanzierungs-Partnerschaft, die mit den Akteuren der Tourismusbranchen und den Kantonen eingegangen wurde, detailliertere Daten, als dies von der öffentlichen Statistik gefordert und von den bilateralen Verträgen vorgegeben wird. Wie von den Finanzierungspartnern gewünscht, produziert die Statistik basierend auf einer Vollerhebung monatliche Zahlen zu den Ankünften und Logiernächten, gegliedert nach über 70 Gästeherkunftsländern und nach Tourismusregionen, Kantonen und Gemeinden. Diese Daten werden innert 25 Arbeitstagen nach Ende des Berichtsmonats gemäss den Bedürfnissen der Finanzierungspartner publiziert. Die Kofinanzierung für rund die Hälfte der Kosten dieser Statistik deckt den zusätzlichen Aufwand ab, der durch die Bereitstellung detaillierter Daten gemäss den Bedürfnissen der Finanzierungspartner entsteht.</p><p>Der Bundesrat ist sich über die aktuelle wirtschaftliche Situation im Schweizer Tourismussektor im Klaren und hat entsprechende Sofortmassnahmen ergriffen. Dank zusätzlich gesprochener Finanzmittel kann die Schweiz als Tourismusregion beworben werden. In Anbetracht der Tatsache, dass die gegenwärtig produzierten Daten die Anforderungen der öffentlichen Statistik übertreffen, ist er der Ansicht, dass der Ansatz der öffentlich-privaten Partnerschaft für die Finanzierung der Beherbergungsstatistik geeignet ist und nicht angepasst werden muss.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, den Tourismussektor finanziell zu entlasten und die Kosten der Beherbergungsstatistik (Hesta) wieder selber zu übernehmen.</p>
- Beherbergungsstatistik. Entlastung des Tourismussektors
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Zur Förderung des Schweizer Tourismus gehört das Sicherstellen von Entscheidungsgrundlagen, was u. a. von der Wachstumsstrategie des Bundes für den Tourismusstandort Schweiz vom Juni 2010 und der aktuellen Botschaft über die Standortförderung 2012-2015 bestätigt wird. Touristische Wertschöpfungs- und Grundlagendaten mit einer angemessenen Tiefenschärfe (nach Gemeinden, Regionen, Gästeherkunftsland) sind von enormer volkswirtschaftlicher Bedeutung, auch für andere Politikbereiche wie Raumplanung, Landwirtschaft, Umwelt- und Verkehrspolitik. Bis 2003 trug der Bund die Kosten, seit 2005 zahlt der Bund nur noch einen Anteil von rund 50 Prozent an die Beherbergungsstatistik. Die Erhebung aussagekräftiger statistischer Grundlagen ist jedoch grundsätzlich eine Aufgabe des Bundes. Die seit 2005 verlangte Mitfinanzierung der Hesta durch den Tourismussektor entzieht diesem jährlich rund 800 000 Franken - Mittel, die von der Branche grundsätzlich und aktuell zum Auffangen der Währungskrise besser verwendet werden könnten.</p>
- <p>Der Bundesrat ist sich der Bedeutung der Beherbergungsstatistik (Hesta) für die Schweizer Wirtschaft und Politik bewusst. Die Beherbergungsstatistik hat zum Ziel, einem Informationsbedürfnis auf nationaler und internationaler Ebene nachzukommen. Zur Beobachtung von Wachstum und Konjunktur in der Schweiz werden Daten zur Anzahl Ankünfte und Logiernächte von Gästen in Beherbergungsbetrieben herangezogen. Diese Daten sind nach einer beschränkten Anzahl Herkunftsländer gegliedert und erscheinen im Monatsrhythmus, präsentiert auf Ebene der Schweiz und der sieben Grossregionen. Seit 2008 ist die Schweiz im Rahmen der bilateralen Verträge verpflichtet, die in den EU-Richtlinien für den Bereich Tourismus festgelegten Daten zu produzieren. Die Richtlinien geben vor, welche Anforderungen die Beherbergungsstatistik auf internationaler Ebene erfüllen muss. Der gemäss Richtlinien geforderte Detaillierungsgrad der Daten entspricht den Ergebnissen auf gesamtschweizerischer Ebene. Die Produktion statistischer Informationen für spezifische Branchen oder Regionen gehört nicht zu den grundlegenden Aufgaben der öffentlichen Statistik und erfordert daher eine Kofinanzierung. Das Prinzip der Kostenteilung wird auch in anderen Bereichen der öffentlichen Statistik angewandt.</p><p>Gegenwärtig liefert die Beherbergungsstatistik im Rahmen einer Kofinanzierungs-Partnerschaft, die mit den Akteuren der Tourismusbranchen und den Kantonen eingegangen wurde, detailliertere Daten, als dies von der öffentlichen Statistik gefordert und von den bilateralen Verträgen vorgegeben wird. Wie von den Finanzierungspartnern gewünscht, produziert die Statistik basierend auf einer Vollerhebung monatliche Zahlen zu den Ankünften und Logiernächten, gegliedert nach über 70 Gästeherkunftsländern und nach Tourismusregionen, Kantonen und Gemeinden. Diese Daten werden innert 25 Arbeitstagen nach Ende des Berichtsmonats gemäss den Bedürfnissen der Finanzierungspartner publiziert. Die Kofinanzierung für rund die Hälfte der Kosten dieser Statistik deckt den zusätzlichen Aufwand ab, der durch die Bereitstellung detaillierter Daten gemäss den Bedürfnissen der Finanzierungspartner entsteht.</p><p>Der Bundesrat ist sich über die aktuelle wirtschaftliche Situation im Schweizer Tourismussektor im Klaren und hat entsprechende Sofortmassnahmen ergriffen. Dank zusätzlich gesprochener Finanzmittel kann die Schweiz als Tourismusregion beworben werden. In Anbetracht der Tatsache, dass die gegenwärtig produzierten Daten die Anforderungen der öffentlichen Statistik übertreffen, ist er der Ansicht, dass der Ansatz der öffentlich-privaten Partnerschaft für die Finanzierung der Beherbergungsstatistik geeignet ist und nicht angepasst werden muss.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, den Tourismussektor finanziell zu entlasten und die Kosten der Beherbergungsstatistik (Hesta) wieder selber zu übernehmen.</p>
- Beherbergungsstatistik. Entlastung des Tourismussektors
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