Wissenschaftliche Grundlagen für ein nationales Suizidpräventionsprogramm

ShortId
11.3296
Id
20113296
Updated
28.07.2023 10:38
Language
de
Title
Wissenschaftliche Grundlagen für ein nationales Suizidpräventionsprogramm
AdditionalIndexing
2841;Bericht;Prävention;Ländervergleich;Kantonsvergleich;Freitod;psychische Krankheit;Forschungsvorhaben
1
  • L04K01010206, Freitod
  • L05K0105050702, Prävention
  • L04K16020206, Forschungsvorhaben
  • L04K01050107, psychische Krankheit
  • L03K020206, Bericht
  • L04K02022201, Ländervergleich
  • L03K020219, Kantonsvergleich
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Das Thema Suizid ist ein komplexes gesellschaftliches Problem, welches ein nichtakzeptables Ausmass hat. Im Vorfeld der Abstimmung über die Volksinitiative "für den Schutz vor Waffengewalt" hat es sich gezeigt, dass die Informationen über die Schusswaffensuizide uneinheitlich sind. Hauptproblem sind die grossen Unterschiede in den kantonalen Datenbanken. Ein Bericht inklusive Empfehlungen bezüglich der Möglichkeiten für ein griffiges nationales Suizidpräventionsprogramm kann klärend wirken.</p>
  • <p>Der Bundesrat teilt die in der Begründung des Postulates aufgeführte Feststellung, dass die Problematik der hohen Suizidrate ein bedeutsames Thema der öffentlichen Gesundheit darstellt.</p><p>Er hat am 25. Mai 2005 den Bericht "Suizid und Suizidprävention in der Schweiz - Bericht in Erfüllung des Postulates Widmer 02.3251" veröffentlicht (Quelle: www.bag.admin.ch, Stichwort "Suizid"). Dieser gibt grösstenteils Antwort auf die im Postulat angeführten Fragestellungen. Zudem hat ein Forschungsteam der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern im April 2010 einen umfassenden Monitoring-Bericht über das suizidale Verhalten in der Agglomeration Bern erstellt (Quelle: www.bag.admin.ch, Stichwort "Suizid"). Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium wird zudem im Laufe des Jahres 2011 einen Bericht zum Thema "Depression in der Schweizer Bevölkerung" wie auch das "Monitoring 3 zur psychischen Gesundheit" veröffentlichen. Ein bedeutender Teil der angeregten Untersuchung liegt somit schon heute vor oder wird im Laufe des Jahres vorgelegt werden. In diesem Sinne ist das Postulat bereits erfüllt.</p><p>Der Bundesrat erachtet es deshalb als nicht notwendig, weitere wissenschaftliche Grundlagen zur Thematik der Suizide und Suizidversuche erarbeiten zu lassen. Er ist allerdings bereit, die wichtigsten Tabellen und Abbildungen des Berichtes aus dem Jahre 2005 zu aktualisieren und in elektronischer Form zugänglich zu machen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht im Hinblick auf ein künftiges nationales Suizidpräventionsprogramm wissenschaftliche Grundlagen zu folgenden Themen anzuregen sowie Empfehlungen für die Suizidprävention abzugeben:</p><p>- Erforschung der Häufigkeit von psychischen Erkrankungen, Suizidversuchen und Suiziden in der Schweiz;</p><p>- Erforschung der Art der Inanspruchnahme von Hilfeleistungen bei psychischen Erkrankungen und nach einem Suizidversuch;</p><p>- Erforschung der gewählten Methoden (inklusive organisierter Suizidhilfe) bei Suizidversuchen und vollzogenen Suiziden nach Geschlecht, Alter, Herkunft;</p><p>- Zusammenhänge zwischen Verfügbarkeit tödlicher Mittel und gewählter Methoden; </p><p>- Zusammenstellung der Präventionsprogramme in anderen Ländern und Bestandesaufnahme über die kantonalen Programme;</p><p>- Darstellung des Forschungsbedarfs zur Früherkennung von Suizidalität;</p><p>- Vorschlag zur Umsetzung eines periodischen Monitorings zu Suizidversuchen und Suizid in der Schweiz aufgrund von harmonisierten Daten.</p>
  • Wissenschaftliche Grundlagen für ein nationales Suizidpräventionsprogramm
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Das Thema Suizid ist ein komplexes gesellschaftliches Problem, welches ein nichtakzeptables Ausmass hat. Im Vorfeld der Abstimmung über die Volksinitiative "für den Schutz vor Waffengewalt" hat es sich gezeigt, dass die Informationen über die Schusswaffensuizide uneinheitlich sind. Hauptproblem sind die grossen Unterschiede in den kantonalen Datenbanken. Ein Bericht inklusive Empfehlungen bezüglich der Möglichkeiten für ein griffiges nationales Suizidpräventionsprogramm kann klärend wirken.</p>
    • <p>Der Bundesrat teilt die in der Begründung des Postulates aufgeführte Feststellung, dass die Problematik der hohen Suizidrate ein bedeutsames Thema der öffentlichen Gesundheit darstellt.</p><p>Er hat am 25. Mai 2005 den Bericht "Suizid und Suizidprävention in der Schweiz - Bericht in Erfüllung des Postulates Widmer 02.3251" veröffentlicht (Quelle: www.bag.admin.ch, Stichwort "Suizid"). Dieser gibt grösstenteils Antwort auf die im Postulat angeführten Fragestellungen. Zudem hat ein Forschungsteam der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern im April 2010 einen umfassenden Monitoring-Bericht über das suizidale Verhalten in der Agglomeration Bern erstellt (Quelle: www.bag.admin.ch, Stichwort "Suizid"). Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium wird zudem im Laufe des Jahres 2011 einen Bericht zum Thema "Depression in der Schweizer Bevölkerung" wie auch das "Monitoring 3 zur psychischen Gesundheit" veröffentlichen. Ein bedeutender Teil der angeregten Untersuchung liegt somit schon heute vor oder wird im Laufe des Jahres vorgelegt werden. In diesem Sinne ist das Postulat bereits erfüllt.</p><p>Der Bundesrat erachtet es deshalb als nicht notwendig, weitere wissenschaftliche Grundlagen zur Thematik der Suizide und Suizidversuche erarbeiten zu lassen. Er ist allerdings bereit, die wichtigsten Tabellen und Abbildungen des Berichtes aus dem Jahre 2005 zu aktualisieren und in elektronischer Form zugänglich zu machen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht im Hinblick auf ein künftiges nationales Suizidpräventionsprogramm wissenschaftliche Grundlagen zu folgenden Themen anzuregen sowie Empfehlungen für die Suizidprävention abzugeben:</p><p>- Erforschung der Häufigkeit von psychischen Erkrankungen, Suizidversuchen und Suiziden in der Schweiz;</p><p>- Erforschung der Art der Inanspruchnahme von Hilfeleistungen bei psychischen Erkrankungen und nach einem Suizidversuch;</p><p>- Erforschung der gewählten Methoden (inklusive organisierter Suizidhilfe) bei Suizidversuchen und vollzogenen Suiziden nach Geschlecht, Alter, Herkunft;</p><p>- Zusammenhänge zwischen Verfügbarkeit tödlicher Mittel und gewählter Methoden; </p><p>- Zusammenstellung der Präventionsprogramme in anderen Ländern und Bestandesaufnahme über die kantonalen Programme;</p><p>- Darstellung des Forschungsbedarfs zur Früherkennung von Suizidalität;</p><p>- Vorschlag zur Umsetzung eines periodischen Monitorings zu Suizidversuchen und Suizid in der Schweiz aufgrund von harmonisierten Daten.</p>
    • Wissenschaftliche Grundlagen für ein nationales Suizidpräventionsprogramm

Back to List