Energieeffizienz und Förderung von erneuerbaren Energien. Potenzial und Zeitplan einer aktiven Politik
- ShortId
-
11.3310
- Id
-
20113310
- Updated
-
28.07.2023 12:13
- Language
-
de
- Title
-
Energieeffizienz und Förderung von erneuerbaren Energien. Potenzial und Zeitplan einer aktiven Politik
- AdditionalIndexing
-
66;Energieszenarien;Energieprogramm;Energieversorgung;Energieeinsparung;erneuerbare Energie
- 1
-
- L04K17010107, Energieeinsparung
- L03K170503, erneuerbare Energie
- L04K17010110, Energieprogramm
- L05K1701010607, Energieversorgung
- L04K17010111, Energieszenarien
- PriorityCouncil1
-
Ständerat
- Texts
-
- <p>Im Jahr 2003 haben die Grünen auf bildhafte Weise die Ausarbeitung eines "Plans Wahlen" im Bereich Energie gefordert. Die Forderung wurde jedoch nicht ernst genommen, und erst heute werden die Folgen dieses Versäumnisses allmählich deutlich. Wie dringend der Ausstieg aus der Atomenergie ist, liegt auf der Hand. Es darf nicht länger gezögert werden: Einschneidende Massnahmen drängen sich auf, insbesondere müssen dafür jene Gelder, die bisher für den Bau neuer Kernkraftwerke vorgesehen waren, verwendet und wenn nötig aufgestockt werden. Vor diesem Hintergrund muss definiert werden, wie (bei Geräten und Bauten) Energie eingespart werden soll und welche erneuerbaren Energien (Sonnen- und Windenergie, Holz, Geothermie, Wärme-Kraft-Kopplung, Minihydraulik usw.) weiterentwickelt werden sollen. Dabei sind Leistung, Energie und Kosten zu beziffern, und für die Etappenziele ist ein Zeitplan zu erstellen. Der Bereich der elektrischen Endenergie muss angesichts der Tatsache, dass innert Kürze auf Atomenergie verzichtet werden soll, speziell untersucht werden. Schliesslich wird man nicht um den Entscheid herumkommen, welches das kleinere Übel ist. Mit anderen Worten: Wie und unter welchen Bedingungen (unter dem Blickwinkel der Umweltverschmutzung und der Klimaerwärmung) entscheidet man sich im Sinne einer Notlösung für einen der verschiedenen fossilen Brennstoffe (eigentlich nur Erdgas, mit CO2-Kompensation), wobei das Ausmass und die Dauer der Nutzung möglichst zu begrenzen sind?</p>
- <p>Der Bundesrat stützt seine auf vier Säulen basierende Energiestrategie auf die Energieperspektiven 2035 des Bundesamts für Energie aus dem Jahr 2007. In den Energieperspektiven wurden die in der Interpellation gestellten Fragen im Detail analysiert.</p><p>Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Japan hat der Bundesrat am 23. März 2011 das UVEK mit der Erarbeitung neuer Energieszenarien und entsprechender Aktions- und Massnahmenpläne beauftragt. Schwerpunkt der durchzuführenden Arbeiten bilden drei Stromangebotsszenarien:</p><p>- Stromangebotsvariante 1: Weiterführung des bisherigen Strommixes mit allfälligem vorzeitigem Ersatz der ältesten drei Kernkraftwerke im Sinne höchstmöglicher Sicherheit;</p><p>- Stromangebotsvariante 2: kein Ersatz der bestehenden Kernkraftwerke am Ende ihrer Betriebszeit;</p><p>- Stromangebotsvariante 3: vorzeitiger Ausstieg aus der Kernenergie, bestehende Kernkraftwerke werden vor Ende ihrer sicherheitstechnischen Betriebszeit abgestellt.</p><p>Der Bundesrat möchte die Potenziale, die zusätzlichen Fördermassnahmen und den Zeitbedarf kennen. Insbesondere will er Massnahmen in den Bereichen Smartenergy, Smartgrids, Netze, Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Forschung und Entwicklung sowie Pilot- und Demonstrationsanlagen vertieft analysieren.</p><p>Bei der Überprüfung der Grundlagen der Energiepolitik werden die in der Interpellation vorgebrachten Anliegen erneut im Detail geprüft und beantwortet.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Der Bundesrat soll aufzeigen, welches Potenzial in einer auf Energieeffizienz und Förderung von erneuerbaren Energien ausgerichteten Politik steckt und welche Menge an Energie dadurch eingespart oder neu gewonnen werden könnte. Das müsste eine Politik sein, die von den Behörden, der Wirtschaft und der Bevölkerung gemeinsam verfolgt wird. Dabei soll insbesondere verdeutlicht werden, innert welcher Frist das Potenzial anteilsmässig nach Energiequelle verfügbar sein könnte, und es soll zwischen dem Sparpotenzial und der Erneuerbarkeit unterschieden werden. Elektrische Endenergie und andere Endenergien sind separat zu betrachten. Sollte daraus hervorgehen, dass dies nicht ausreicht, wird man schliesslich auch aufzeigen müssen, ob und wie das Energiedefizit behoben werden kann.</p>
- Energieeffizienz und Förderung von erneuerbaren Energien. Potenzial und Zeitplan einer aktiven Politik
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
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-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Im Jahr 2003 haben die Grünen auf bildhafte Weise die Ausarbeitung eines "Plans Wahlen" im Bereich Energie gefordert. Die Forderung wurde jedoch nicht ernst genommen, und erst heute werden die Folgen dieses Versäumnisses allmählich deutlich. Wie dringend der Ausstieg aus der Atomenergie ist, liegt auf der Hand. Es darf nicht länger gezögert werden: Einschneidende Massnahmen drängen sich auf, insbesondere müssen dafür jene Gelder, die bisher für den Bau neuer Kernkraftwerke vorgesehen waren, verwendet und wenn nötig aufgestockt werden. Vor diesem Hintergrund muss definiert werden, wie (bei Geräten und Bauten) Energie eingespart werden soll und welche erneuerbaren Energien (Sonnen- und Windenergie, Holz, Geothermie, Wärme-Kraft-Kopplung, Minihydraulik usw.) weiterentwickelt werden sollen. Dabei sind Leistung, Energie und Kosten zu beziffern, und für die Etappenziele ist ein Zeitplan zu erstellen. Der Bereich der elektrischen Endenergie muss angesichts der Tatsache, dass innert Kürze auf Atomenergie verzichtet werden soll, speziell untersucht werden. Schliesslich wird man nicht um den Entscheid herumkommen, welches das kleinere Übel ist. Mit anderen Worten: Wie und unter welchen Bedingungen (unter dem Blickwinkel der Umweltverschmutzung und der Klimaerwärmung) entscheidet man sich im Sinne einer Notlösung für einen der verschiedenen fossilen Brennstoffe (eigentlich nur Erdgas, mit CO2-Kompensation), wobei das Ausmass und die Dauer der Nutzung möglichst zu begrenzen sind?</p>
- <p>Der Bundesrat stützt seine auf vier Säulen basierende Energiestrategie auf die Energieperspektiven 2035 des Bundesamts für Energie aus dem Jahr 2007. In den Energieperspektiven wurden die in der Interpellation gestellten Fragen im Detail analysiert.</p><p>Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Japan hat der Bundesrat am 23. März 2011 das UVEK mit der Erarbeitung neuer Energieszenarien und entsprechender Aktions- und Massnahmenpläne beauftragt. Schwerpunkt der durchzuführenden Arbeiten bilden drei Stromangebotsszenarien:</p><p>- Stromangebotsvariante 1: Weiterführung des bisherigen Strommixes mit allfälligem vorzeitigem Ersatz der ältesten drei Kernkraftwerke im Sinne höchstmöglicher Sicherheit;</p><p>- Stromangebotsvariante 2: kein Ersatz der bestehenden Kernkraftwerke am Ende ihrer Betriebszeit;</p><p>- Stromangebotsvariante 3: vorzeitiger Ausstieg aus der Kernenergie, bestehende Kernkraftwerke werden vor Ende ihrer sicherheitstechnischen Betriebszeit abgestellt.</p><p>Der Bundesrat möchte die Potenziale, die zusätzlichen Fördermassnahmen und den Zeitbedarf kennen. Insbesondere will er Massnahmen in den Bereichen Smartenergy, Smartgrids, Netze, Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Forschung und Entwicklung sowie Pilot- und Demonstrationsanlagen vertieft analysieren.</p><p>Bei der Überprüfung der Grundlagen der Energiepolitik werden die in der Interpellation vorgebrachten Anliegen erneut im Detail geprüft und beantwortet.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Der Bundesrat soll aufzeigen, welches Potenzial in einer auf Energieeffizienz und Förderung von erneuerbaren Energien ausgerichteten Politik steckt und welche Menge an Energie dadurch eingespart oder neu gewonnen werden könnte. Das müsste eine Politik sein, die von den Behörden, der Wirtschaft und der Bevölkerung gemeinsam verfolgt wird. Dabei soll insbesondere verdeutlicht werden, innert welcher Frist das Potenzial anteilsmässig nach Energiequelle verfügbar sein könnte, und es soll zwischen dem Sparpotenzial und der Erneuerbarkeit unterschieden werden. Elektrische Endenergie und andere Endenergien sind separat zu betrachten. Sollte daraus hervorgehen, dass dies nicht ausreicht, wird man schliesslich auch aufzeigen müssen, ob und wie das Energiedefizit behoben werden kann.</p>
- Energieeffizienz und Förderung von erneuerbaren Energien. Potenzial und Zeitplan einer aktiven Politik
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