Stromversorgung für die Schweiz sicherstellen
- ShortId
-
11.3348
- Id
-
20113348
- Updated
-
24.06.2025 23:46
- Language
-
de
- Title
-
Stromversorgung für die Schweiz sicherstellen
- AdditionalIndexing
-
66;Elektrizitätsmarkt;Sicherheit;Energieszenarien;Kernenergie;Stromversorgung;sanfte Energie;Energiepreis;elektrische Energie;Evaluation;Prognose;Klimapolitik;Energieverbrauch;Sicherung der Versorgung;Stromerzeugung;Technologiebewertung;Energieeinsparung
- 1
-
- L06K170101060701, Stromversorgung
- L05K0701030905, Sicherung der Versorgung
- L05K1701010602, Energieverbrauch
- L05K1602010701, Prognose
- L04K17010111, Energieszenarien
- L04K08020225, Sicherheit
- L04K17010107, Energieeinsparung
- L04K08020302, Evaluation
- L02K1705, sanfte Energie
- L03K170301, Kernenergie
- L05K1703030102, Stromerzeugung
- L06K070601050404, Technologiebewertung
- L04K06010310, Klimapolitik
- L04K17030302, Elektrizitätsmarkt
- L04K17030301, elektrische Energie
- L05K1701010605, Energiepreis
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Seit Jahren zeigt sich, dass in der Schweiz immer mehr Strom benötigt wird. Der Grund liegt darin, dass der Trend besteht, fossile Energien vermehrt durch Strom zu ersetzen. Ein Stichwort ist etwa die Elektromobilität. Auch die ständig wachsende Bevölkerung - rund 90 000 Menschen pro Jahr -, das Wirtschaftswachstum sowie der Anstieg der Anzahl Elektrogeräte erfordern dauernd mehr elektrische Energie. Unter diesen Umständen können die Effizienzmassnahmen dazu beitragen, dass das Wachstum des Stromverbrauchs bestenfalls abgedämpft werden kann. Erschwerend kommt hinzu, dass spätestens ab 2020 die ersten Schweizer Kernkraftwerke vom Netz gehen und die langfristigen Stromlieferverträge mit dem Ausland auslaufen. Weiter gestalten sich sowohl der grosszügige Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere der Wasserkraft, als auch der Abschluss eines Stromhandelsabkommens mit der EU schwierig. Kurz zusammengefasst ist festzustellen, dass die Schere zwischen Stromkonsum und Stromproduktion auseinandergeht.</p>
- <p>Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Japan hat der Bundesrat am 23. März 2011 das UVEK mit der Erarbeitung neuer Energieszenarien und entsprechender Aktions- und Massnahmenpläne beauftragt. Schwerpunkt der durchzuführenden Arbeiten bilden drei Stromangebotsszenarien: </p><p>- Stromangebotsvariante 1: Weiterführung des bisherigen Strommixes mit allfälligem vorzeitigem Ersatz der ältesten drei Kernkraftwerke im Sinne höchstmöglicher Sicherheit.</p><p>- Stromangebotsvariante 2: kein Ersatz der bestehenden Kernkraftwerke am Ende ihrer Betriebszeit.</p><p>- Stromangebotsvariante 3: vorzeitiger Ausstieg aus der Kernenergie, bestehende Kernkraftwerke werden vor Ende ihrer sicherheitstechnischen Betriebszeit abgestellt.</p><p>Der Bundesrat möchte die Potenziale, die zusätzlichen Fördermassnahmen und den Zeitbedarf kennen. Insbesondere will er Massnahmen in den Bereichen Smartenergy, Smartgrids, Netze, Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Forschung und Entwicklung sowie Pilot- und Demonstrationsanlagen vertieft analysieren.</p><p>Bei der Überprüfung der Grundlagen der Energiepolitik werden auch die im Postulat genannten Anliegen neu beurteilt.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in der Diskussion um die künftige Stromversorgung für die Schweiz eine solide und abgesicherte Grundlage für kommende Entscheidungen unter Berücksichtigung folgender Punkte zu erarbeiten:</p><p>1. Entwicklung Stromverbrauch: Abschätzung des mittel- und langfristig zu erwartenden Stromverbrauchs unter Berücksichtigung des Bevölkerungswachstums und der Verlagerung von fossiler in elektrische Energie;</p><p>2. Sicherheit: Bewertung der Sicherheit und der Risiken aller Stromproduktionsarten;</p><p>3. Versorgungssicherheit: Klärung der Potenziale und Kosten der Effizienzmassnahmen, der Grosskraftwerke sowie der erneuerbaren Energien inklusive Angaben, bis wann diese Potenziale für die Stromversorgung wirksam werden;</p><p>4. Ökologie: Auswirkungen der künftigen Stromproduktion auf die klimapolitischen Zielsetzungen;</p><p>5. Aussenpolitik: Potenziale des Stromhandelsabkommens mit der EU und dessen Auswirkung auf die Stromversorgung der Schweiz;</p><p>6. Ökonomie: Bedeutung eines günstigen Strompreises im Hochpreisland Schweiz als massgeblicher gesellschafts- und wirtschaftspolitischer Faktor.</p>
- Stromversorgung für die Schweiz sicherstellen
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Seit Jahren zeigt sich, dass in der Schweiz immer mehr Strom benötigt wird. Der Grund liegt darin, dass der Trend besteht, fossile Energien vermehrt durch Strom zu ersetzen. Ein Stichwort ist etwa die Elektromobilität. Auch die ständig wachsende Bevölkerung - rund 90 000 Menschen pro Jahr -, das Wirtschaftswachstum sowie der Anstieg der Anzahl Elektrogeräte erfordern dauernd mehr elektrische Energie. Unter diesen Umständen können die Effizienzmassnahmen dazu beitragen, dass das Wachstum des Stromverbrauchs bestenfalls abgedämpft werden kann. Erschwerend kommt hinzu, dass spätestens ab 2020 die ersten Schweizer Kernkraftwerke vom Netz gehen und die langfristigen Stromlieferverträge mit dem Ausland auslaufen. Weiter gestalten sich sowohl der grosszügige Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere der Wasserkraft, als auch der Abschluss eines Stromhandelsabkommens mit der EU schwierig. Kurz zusammengefasst ist festzustellen, dass die Schere zwischen Stromkonsum und Stromproduktion auseinandergeht.</p>
- <p>Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Japan hat der Bundesrat am 23. März 2011 das UVEK mit der Erarbeitung neuer Energieszenarien und entsprechender Aktions- und Massnahmenpläne beauftragt. Schwerpunkt der durchzuführenden Arbeiten bilden drei Stromangebotsszenarien: </p><p>- Stromangebotsvariante 1: Weiterführung des bisherigen Strommixes mit allfälligem vorzeitigem Ersatz der ältesten drei Kernkraftwerke im Sinne höchstmöglicher Sicherheit.</p><p>- Stromangebotsvariante 2: kein Ersatz der bestehenden Kernkraftwerke am Ende ihrer Betriebszeit.</p><p>- Stromangebotsvariante 3: vorzeitiger Ausstieg aus der Kernenergie, bestehende Kernkraftwerke werden vor Ende ihrer sicherheitstechnischen Betriebszeit abgestellt.</p><p>Der Bundesrat möchte die Potenziale, die zusätzlichen Fördermassnahmen und den Zeitbedarf kennen. Insbesondere will er Massnahmen in den Bereichen Smartenergy, Smartgrids, Netze, Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Forschung und Entwicklung sowie Pilot- und Demonstrationsanlagen vertieft analysieren.</p><p>Bei der Überprüfung der Grundlagen der Energiepolitik werden auch die im Postulat genannten Anliegen neu beurteilt.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in der Diskussion um die künftige Stromversorgung für die Schweiz eine solide und abgesicherte Grundlage für kommende Entscheidungen unter Berücksichtigung folgender Punkte zu erarbeiten:</p><p>1. Entwicklung Stromverbrauch: Abschätzung des mittel- und langfristig zu erwartenden Stromverbrauchs unter Berücksichtigung des Bevölkerungswachstums und der Verlagerung von fossiler in elektrische Energie;</p><p>2. Sicherheit: Bewertung der Sicherheit und der Risiken aller Stromproduktionsarten;</p><p>3. Versorgungssicherheit: Klärung der Potenziale und Kosten der Effizienzmassnahmen, der Grosskraftwerke sowie der erneuerbaren Energien inklusive Angaben, bis wann diese Potenziale für die Stromversorgung wirksam werden;</p><p>4. Ökologie: Auswirkungen der künftigen Stromproduktion auf die klimapolitischen Zielsetzungen;</p><p>5. Aussenpolitik: Potenziale des Stromhandelsabkommens mit der EU und dessen Auswirkung auf die Stromversorgung der Schweiz;</p><p>6. Ökonomie: Bedeutung eines günstigen Strompreises im Hochpreisland Schweiz als massgeblicher gesellschafts- und wirtschaftspolitischer Faktor.</p>
- Stromversorgung für die Schweiz sicherstellen
Back to List