Effizienzstandards für elektrische Geräte. Eine Best-Geräte-Strategie für die Schweiz

ShortId
11.3376
Id
20113376
Updated
24.06.2025 23:55
Language
de
Title
Effizienzstandards für elektrische Geräte. Eine Best-Geräte-Strategie für die Schweiz
AdditionalIndexing
66;elektrotechnische Industrie;elektrische Energie;technische Norm;elektrischer Leuchtkörper;Energieverbrauch;Elektrohaushaltsgerät;Angleichung der Normen;Energieeinsparung
1
  • L05K0705060202, Elektrohaushaltsgerät
  • L04K07050602, elektrotechnische Industrie
  • L05K0705060201, elektrischer Leuchtkörper
  • L06K070601020107, technische Norm
  • L06K070601020101, Angleichung der Normen
  • L04K17010107, Energieeinsparung
  • L05K1701010602, Energieverbrauch
  • L04K17030301, elektrische Energie
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Mindestanforderungen für den Stromverbrauch von elektrischen Geräten führen dazu, dass nur noch effiziente Geräte, Anlagen, Motoren und Beleuchtungen abgesetzt werden - dies zu sehr geringen Umsetzungs- und Transaktionskosten. Damit lässt sich ein Grossteil der Elektrizität, die heute ineffizient genutzt oder gar verschwendet wird, einsparen. Bei einer konsequenten Orientierung an der Best Available Technologiy wären dies rund 7 Terawattstunden (mehr als 10 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs). Der Einsatz von effizienten Geräten bringt zudem eine direkte Kosteneinsparung beim Verbraucher und beflügelt technische Innovation, Wertschöpfung und Beschäftigung.</p><p>In der EU sind mit der Eco-Design- sowie der Standby-Richtlinie bereits Mindestanforderungen für eine Vielzahl von elektrischen Geräten in Kraft, die laufend ergänzt und verschärft werden. Die Schweiz soll dabei laufend die Vorschriften, die weiter gehen als die in der Schweiz bestehenden Regelungen, umfassend und zeitgleich übernehmen. Darüber hinaus soll und kann die Schweiz höhere Mindestanforderungen als die EU festlegen: Eine solche Strategie kann dazu führen, dass die Schweiz wieder als Testmarkt entdeckt wird und entsprechend multinationale Gerätehersteller auch am Entwicklungs- und Produktionsstandort Schweiz wieder vermehrt Interesse haben.</p>
  • <p>Der Bundesrat ist sich der Bedeutung von Effizienzstandards für Geräte bewusst und will diese weiterentwickeln. Er will dabei die bestehenden Standards der EU nicht nur im Nachvollzug übernehmen, sondern diese aktiv im Rahmen eines Abkommens mit der EU mitgestalten. Die in der Motion geforderten Anpassungen in der Energieverordnung können aber nicht bereits bis 1. Januar 2012 erlassen werden.</p><p>Der Bundesrat hat sich am 25. Mai 2011 dafür ausgesprochen, die zukünftige Stromversorgung ohne Ersatz der bestehenden Kernkraftwerke am Ende ihrer Betriebszeit sicherzustellen. Der besseren Ausnützung des Potenzials im Bereich der Energieeffizienz kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Dabei werden auch die in der Motion vorgebrachten Anliegen geprüft. Der Bundesrat verweist im Übrigen auf die bereits durch die Räte zugewiesene Revision von Artikel 8 des Energiegesetzes betreffend Gerätestandards.</p><p>Bei einer allfälligen Annahme der Motion im Erstrat wird der Bundesrat im Zweitrat beantragen, die Motion abzuändern.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Effizienzstandards für elektrische Geräte in der Energieverordnung bis 1. Januar 2012 in dreierlei Hinsicht anzupassen:</p><p>1. Festlegen von Mindestanforderungen für alle stromrelevanten Bereiche (zusätzlich zu bestehenden Standards auch für weitere Haushaltsgeräte wie Geschirrspüler, Staubsauger, Kaffeemaschinen, Spot- und Niedervolthalogenlampen, Büro- und Industrieleuchten, Strassenbeleuchtung, Haustechnik-Anlagen wie Umwälzpumpen, Wärmepumpen, Ventilatoren, Klimageräte);</p><p>2. Mindestens zeitgleiche Übernahme der Effizienzstandards gemäss der Ökodesign- und der Standby-Richtlinie der EU und deren Aktualisierungen;</p><p>3. Konsequente Ausrichtung der Effizienzstandards an der sogenannten Best Available Technology - also an der bezüglich Effizienz besten verfügbaren Technologie - verbunden mit der Übernahme einer europäischen Führungsrolle in gewissen Gerätekategorien, wie z. B. Elektromotoren, Kühl- und Gefriergeräte, Klimageräte oder Wärmepumpen.</p>
  • Effizienzstandards für elektrische Geräte. Eine Best-Geräte-Strategie für die Schweiz
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Mindestanforderungen für den Stromverbrauch von elektrischen Geräten führen dazu, dass nur noch effiziente Geräte, Anlagen, Motoren und Beleuchtungen abgesetzt werden - dies zu sehr geringen Umsetzungs- und Transaktionskosten. Damit lässt sich ein Grossteil der Elektrizität, die heute ineffizient genutzt oder gar verschwendet wird, einsparen. Bei einer konsequenten Orientierung an der Best Available Technologiy wären dies rund 7 Terawattstunden (mehr als 10 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs). Der Einsatz von effizienten Geräten bringt zudem eine direkte Kosteneinsparung beim Verbraucher und beflügelt technische Innovation, Wertschöpfung und Beschäftigung.</p><p>In der EU sind mit der Eco-Design- sowie der Standby-Richtlinie bereits Mindestanforderungen für eine Vielzahl von elektrischen Geräten in Kraft, die laufend ergänzt und verschärft werden. Die Schweiz soll dabei laufend die Vorschriften, die weiter gehen als die in der Schweiz bestehenden Regelungen, umfassend und zeitgleich übernehmen. Darüber hinaus soll und kann die Schweiz höhere Mindestanforderungen als die EU festlegen: Eine solche Strategie kann dazu führen, dass die Schweiz wieder als Testmarkt entdeckt wird und entsprechend multinationale Gerätehersteller auch am Entwicklungs- und Produktionsstandort Schweiz wieder vermehrt Interesse haben.</p>
    • <p>Der Bundesrat ist sich der Bedeutung von Effizienzstandards für Geräte bewusst und will diese weiterentwickeln. Er will dabei die bestehenden Standards der EU nicht nur im Nachvollzug übernehmen, sondern diese aktiv im Rahmen eines Abkommens mit der EU mitgestalten. Die in der Motion geforderten Anpassungen in der Energieverordnung können aber nicht bereits bis 1. Januar 2012 erlassen werden.</p><p>Der Bundesrat hat sich am 25. Mai 2011 dafür ausgesprochen, die zukünftige Stromversorgung ohne Ersatz der bestehenden Kernkraftwerke am Ende ihrer Betriebszeit sicherzustellen. Der besseren Ausnützung des Potenzials im Bereich der Energieeffizienz kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Dabei werden auch die in der Motion vorgebrachten Anliegen geprüft. Der Bundesrat verweist im Übrigen auf die bereits durch die Räte zugewiesene Revision von Artikel 8 des Energiegesetzes betreffend Gerätestandards.</p><p>Bei einer allfälligen Annahme der Motion im Erstrat wird der Bundesrat im Zweitrat beantragen, die Motion abzuändern.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Effizienzstandards für elektrische Geräte in der Energieverordnung bis 1. Januar 2012 in dreierlei Hinsicht anzupassen:</p><p>1. Festlegen von Mindestanforderungen für alle stromrelevanten Bereiche (zusätzlich zu bestehenden Standards auch für weitere Haushaltsgeräte wie Geschirrspüler, Staubsauger, Kaffeemaschinen, Spot- und Niedervolthalogenlampen, Büro- und Industrieleuchten, Strassenbeleuchtung, Haustechnik-Anlagen wie Umwälzpumpen, Wärmepumpen, Ventilatoren, Klimageräte);</p><p>2. Mindestens zeitgleiche Übernahme der Effizienzstandards gemäss der Ökodesign- und der Standby-Richtlinie der EU und deren Aktualisierungen;</p><p>3. Konsequente Ausrichtung der Effizienzstandards an der sogenannten Best Available Technology - also an der bezüglich Effizienz besten verfügbaren Technologie - verbunden mit der Übernahme einer europäischen Führungsrolle in gewissen Gerätekategorien, wie z. B. Elektromotoren, Kühl- und Gefriergeräte, Klimageräte oder Wärmepumpen.</p>
    • Effizienzstandards für elektrische Geräte. Eine Best-Geräte-Strategie für die Schweiz

Back to List