Forschungsrappen auf Strom aus der Kernenergie

ShortId
11.3414
Id
20113414
Updated
27.07.2023 20:58
Language
de
Title
Forschungsrappen auf Strom aus der Kernenergie
AdditionalIndexing
66;Nachwuchsförderung;Kernenergie;Energieforschung;Forschungsförderung;zweckgebundene Abgabe;erneuerbare Energie
1
  • L03K170301, Kernenergie
  • L04K17010108, Energieforschung
  • L03K170503, erneuerbare Energie
  • L04K11070211, zweckgebundene Abgabe
  • L04K13030114, Nachwuchsförderung
  • L04K16020204, Forschungsförderung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Angesichts der aktuellen Diskussion über einen mittel- bis langfristigen Ausstieg aus der Kernenergie gilt es, in die Forschung der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien zu investieren und diese entsprechend zu fördern. Um auch zukünftig die Versorgungssicherheit und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz sicherstellen zu können, sind entsprechende Investitionen unabdingbar. Die Tatsache, dass sich zurzeit in der Schweiz nur gerade 17 Prozent der Studierenden für einen naturwissenschaftlichen Studiengang entscheiden, ist in Bezug auf die künftige internationale Wettbewerbsfähigkeit des Forschungsplatzes alarmierend. Gerade im Bereich der erneuerbaren Energien, welche in absehbarer Zukunft ein wichtiges Exportgut darstellen können, droht uns der Verlust der Innovationskraft. Dieser Entwicklung muss entschieden und raschestmöglich entgegengewirkt werden.</p><p>Mit der Erhebung einer Abgabe pro Kilowattstunde Strom aus Kernenergie würde jährlich ein namhafter Betrag der Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung zugutekommen. Der Wirtschafts- und Wettbewerbsstandort Schweiz würde wesentlich gestärkt. Zudem würde die damit verbundene Verteuerung des Stroms aus Kernenergie den Umstieg der Stromkonsumenten von der Kernenergie auf erneuerbare Energien beschleunigen.</p>
  • <p>Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Japan hat der Bundesrat am 23. März 2011 das UVEK mit der Erarbeitung neuer Energieszenarien und entsprechender Aktions- und Massnahmenpläne beauftragt. Schwerpunkt der durchzuführenden Arbeiten bildeten drei Stromangebotsszenarien: Weiterführung des bisherigen Strommixes mit allfälligem vorzeitigem Ersatz der ältesten drei Kernkraftwerke im Sinne höchstmöglicher Sicherheit (Variante 1); kein Ersatz der bestehenden Kernkraftwerke am Ende ihrer Betriebszeit (Variante 2); vorzeitiger Ausstieg aus der Kernenergie, bestehende Kernkraftwerke werden vor Ende ihrer sicherheitstechnischen Betriebszeit abgestellt (Variante 3).</p><p>Gestützt auf die Ergebnisse dieser Arbeiten hat sich der Bundesrat am 25. Mai 2011 dafür ausgesprochen, die zukünftige Stromversorgung gemäss Variante 2 sicherzustellen.</p><p>Der Bundesrat wird bis im Herbst 2011 diese Neuausrichtung der Energiestrategie konkretisieren. Der Energieforschung und Ausbildung kommt daher eine hohe Bedeutung zu. Dabei werden die in der Motion vorgebrachten Anliegen geprüft. Allerdings besteht eine Reihe weiterer Möglichkeiten, wie die Entwicklung in diesem Bereich gefördert werden kann. Der Bundesrat möchte sich zum heutigen Zeitpunkt noch nicht festlegen. Bei einer allfälligen Annahme der Motion im Erstrat wird der Bundesrat im Zweitrat beantragen, die Motion abzuändern.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Erhebung einer Abgabe pro Kilowattstunde Strom aus Kernenergie einzuführen. Diese soll in die Bildung und Forschung im Bereich der erneuerbaren Energien investiert werden.</p>
  • Forschungsrappen auf Strom aus der Kernenergie
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Angesichts der aktuellen Diskussion über einen mittel- bis langfristigen Ausstieg aus der Kernenergie gilt es, in die Forschung der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien zu investieren und diese entsprechend zu fördern. Um auch zukünftig die Versorgungssicherheit und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz sicherstellen zu können, sind entsprechende Investitionen unabdingbar. Die Tatsache, dass sich zurzeit in der Schweiz nur gerade 17 Prozent der Studierenden für einen naturwissenschaftlichen Studiengang entscheiden, ist in Bezug auf die künftige internationale Wettbewerbsfähigkeit des Forschungsplatzes alarmierend. Gerade im Bereich der erneuerbaren Energien, welche in absehbarer Zukunft ein wichtiges Exportgut darstellen können, droht uns der Verlust der Innovationskraft. Dieser Entwicklung muss entschieden und raschestmöglich entgegengewirkt werden.</p><p>Mit der Erhebung einer Abgabe pro Kilowattstunde Strom aus Kernenergie würde jährlich ein namhafter Betrag der Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung zugutekommen. Der Wirtschafts- und Wettbewerbsstandort Schweiz würde wesentlich gestärkt. Zudem würde die damit verbundene Verteuerung des Stroms aus Kernenergie den Umstieg der Stromkonsumenten von der Kernenergie auf erneuerbare Energien beschleunigen.</p>
    • <p>Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Japan hat der Bundesrat am 23. März 2011 das UVEK mit der Erarbeitung neuer Energieszenarien und entsprechender Aktions- und Massnahmenpläne beauftragt. Schwerpunkt der durchzuführenden Arbeiten bildeten drei Stromangebotsszenarien: Weiterführung des bisherigen Strommixes mit allfälligem vorzeitigem Ersatz der ältesten drei Kernkraftwerke im Sinne höchstmöglicher Sicherheit (Variante 1); kein Ersatz der bestehenden Kernkraftwerke am Ende ihrer Betriebszeit (Variante 2); vorzeitiger Ausstieg aus der Kernenergie, bestehende Kernkraftwerke werden vor Ende ihrer sicherheitstechnischen Betriebszeit abgestellt (Variante 3).</p><p>Gestützt auf die Ergebnisse dieser Arbeiten hat sich der Bundesrat am 25. Mai 2011 dafür ausgesprochen, die zukünftige Stromversorgung gemäss Variante 2 sicherzustellen.</p><p>Der Bundesrat wird bis im Herbst 2011 diese Neuausrichtung der Energiestrategie konkretisieren. Der Energieforschung und Ausbildung kommt daher eine hohe Bedeutung zu. Dabei werden die in der Motion vorgebrachten Anliegen geprüft. Allerdings besteht eine Reihe weiterer Möglichkeiten, wie die Entwicklung in diesem Bereich gefördert werden kann. Der Bundesrat möchte sich zum heutigen Zeitpunkt noch nicht festlegen. Bei einer allfälligen Annahme der Motion im Erstrat wird der Bundesrat im Zweitrat beantragen, die Motion abzuändern.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Erhebung einer Abgabe pro Kilowattstunde Strom aus Kernenergie einzuführen. Diese soll in die Bildung und Forschung im Bereich der erneuerbaren Energien investiert werden.</p>
    • Forschungsrappen auf Strom aus der Kernenergie

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