Statistik zur Parahotellerie
- ShortId
-
11.3623
- Id
-
20113623
- Updated
-
28.07.2023 07:55
- Language
-
de
- Title
-
Statistik zur Parahotellerie
- AdditionalIndexing
-
15;Ferienwohnung;Subvention;sektorale Beihilfe;Tourismus;Statistik
- 1
-
- L05K0101010303, Ferienwohnung
- L03K020218, Statistik
- L04K01010103, Tourismus
- L05K1102030202, Subvention
- L05K0704010109, sektorale Beihilfe
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die statistische Erfassung der Parahotellerie ist - neben der Beherbergungsstatistik Hesta - eines der wichtigsten Instrumente für die Entwicklung des Tourismus in der Schweiz. Die Erfassung insbesondere von Ferienwohnungen ist nicht zuletzt auch eine zentrale Entscheidungsgrundlage, um dem Problem der "kalten Betten" zu begegnen, sowie ein Instrument für die Raumplanung. Aus diesem Grund ist eine aussagekräftige Statistik erforderlich. Sie muss nach Ansicht von Fachkreisen neben der Erfassung der Beherbergungsvolumina auch Auskunft über Herkunft, Anreiseart und Reisemotivation geben. Zudem ist zu verhindern, dass eine Zersplitterung der finanziellen Belastung auf verschiedene Interessierte dazu führt, dass Individualinteressen eine gemeinsame, flächendeckende Statistik verhindern. In seiner "Wachstumsstrategie für den Tourismusstandort Schweiz" vom Juni 2010 weist der Bundesrat den statistischen Grundlagen selber eine grosse Bedeutung zu. Sein Wille zur Umsetzung seiner eigenen Strategie misst sich am Engagement für eine sinnvolle und dringend notwendige Statistik.</p>
- <p>1. Der Bundesrat erachtet es als wichtig, die statistischen Grundlagen im Tourismus auf nationaler Ebene zu verbessern und eine umfassende Statistik zur Parahotellerie durchzuführen. Er ist sich bewusst, dass die Parahotellerie, genauer gesagt die Ferienwohnungen, im Beherbergungsangebot der Schweiz eine bedeutende Rolle spielt. Angesichts dieser Wichtigkeit ist innert angemessener Frist (bis 2014/15) eine vollständige Statistik in diesem Bereich einzuführen, damit zuverlässige Daten von guter Qualität geliefert werden können.</p><p>2. Wie die Hotelleriestatistik hat auch die Parahotelleriestatistik zum Ziel, den Schweizer und internationalen Informationsbedürfnissen zu entsprechen. Seit dem Jahr 2008 ist die Schweiz im Rahmen des bilateralen Abkommens zur Lieferung der Daten im Bereich Tourismus gemäss EU-Richtlinien verpflichtet. Letztere entsprechen den internationalen Anforderungen an die Beherbergungsstatistik und somit auch jenen an die Parahotelleriestatistik. Die Details der darin verlangten Informationen sind analog zu den Anforderungen auf nationaler Ebene. Die Produktion statistischer Informationen für die spezifischen Bedürfnisse eines Wirtschaftszweigs oder einer Region gehört nicht zu den Grundaufgaben der öffentlichen Statistik des Bundes. Sollte die Tourismusbranche genauere Informationen zur Parahotellerie wie beispielsweise regionalisierte Daten benötigen, wären moderne Formen der Zusammenarbeit wie Public Public Partnership oder Public Private Partnership denkbar (wie seit 2005 bereits für die bestehenden Beherbergungsstatistiken angewendet).</p><p>3. Die Optimierung der statistischen Grundlagen im Tourismus ist Teil der Wachstumsstrategie des Bundes für den Tourismusstandort Schweiz. Dennoch beschränkt sich die Finanzierung von Entwicklung, Umsetzung und regelmässiger Durchführung der Parahotelleriestatistik durch den Bund auf jene Mittel, die erforderlich sind, um die nationalen und internationalen Bedürfnisse nach unerlässlichen Informationen abzudecken. Wie unter Punkt 2 erwähnt, ist der Bund offen für moderne Formen der Zusammenarbeit mit den interessierten Akteuren, sollte die Schweizer Tourismusbranche umfassendere Daten benötigen, als der Bund zu liefern verpflichtet ist.</p><p>4. Die Umsetzung des Projekts "Pasta light" unter der Leitung des Schweizer Tourismus-Verbands wird zu 50 Prozent durch den Bund finanziert und soll bis zur Einführung der öffentlichen Parahotelleriestatistik (Pasta) als Übergangslösung dienen. Das Bundesamt für Statistik beteiligt sich an diesem Projekt, um die bestmöglichen Synergien mit der künftigen Statistik sicherzustellen, und leistet methodische Unterstützung. Nach Umsetzung des Projekts hängt die Beteiligung des Bundes davon ab, was der Schweizer Tourismus-Verband in einer späteren Phase möglicherweise umzusetzen gedenkt.</p><p>5. Derzeit ist die Einführung der umfassenden Statistik zur Parahotellerie für die Jahre 2014/15 vorgesehen. Zur Einführung des Projekts "Pasta light" muss die Leitung des Schweizer Tourismus-Verbands, dem es untersteht, Stellung nehmen.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Die Schweiz als Tourismusland par excellence verfügt über keine ausreichende Parahotellerie-Statistik. Zurzeit besteht eine Übergangslösung, die im Wesentlichen von der Tourismusbranche selber getragen wird (Pasta light). Ich bitte den Bundesrat deshalb um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>- Teilt er die Meinung, dass die Parahotellerie-Statistik so rasch wie möglich ausgebaut werden muss, damit sie genügend Aussagekraft für die hiesige Tourismusbranche besitzt?</p><p>- Teilt er die Meinung, dass er dazu auch über das Mindestmass der mit der EU vereinbarten Daten hinausgehen muss, wenn dies für den Schweizer Tourismus erforderlich ist?</p><p>- Ist er bereit, die Kosten für die Systementwicklung und die betrieblichen Aufwendungen für die Entwicklung und Führung einer Parahotellerie-Statistik vollumfänglich zu übernehmen und damit den Tourismus im Sinne seiner Wachstumsstrategie zu entlasten?</p><p>- Wieweit ist er am Projekt "Pasta light" bereits beteiligt, und wie gedenkt er sich für dessen Weiterentwicklung zu engagieren?</p><p>- Wie sieht sein diesbezüglicher Terminplan aus?</p>
- Statistik zur Parahotellerie
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Die statistische Erfassung der Parahotellerie ist - neben der Beherbergungsstatistik Hesta - eines der wichtigsten Instrumente für die Entwicklung des Tourismus in der Schweiz. Die Erfassung insbesondere von Ferienwohnungen ist nicht zuletzt auch eine zentrale Entscheidungsgrundlage, um dem Problem der "kalten Betten" zu begegnen, sowie ein Instrument für die Raumplanung. Aus diesem Grund ist eine aussagekräftige Statistik erforderlich. Sie muss nach Ansicht von Fachkreisen neben der Erfassung der Beherbergungsvolumina auch Auskunft über Herkunft, Anreiseart und Reisemotivation geben. Zudem ist zu verhindern, dass eine Zersplitterung der finanziellen Belastung auf verschiedene Interessierte dazu führt, dass Individualinteressen eine gemeinsame, flächendeckende Statistik verhindern. In seiner "Wachstumsstrategie für den Tourismusstandort Schweiz" vom Juni 2010 weist der Bundesrat den statistischen Grundlagen selber eine grosse Bedeutung zu. Sein Wille zur Umsetzung seiner eigenen Strategie misst sich am Engagement für eine sinnvolle und dringend notwendige Statistik.</p>
- <p>1. Der Bundesrat erachtet es als wichtig, die statistischen Grundlagen im Tourismus auf nationaler Ebene zu verbessern und eine umfassende Statistik zur Parahotellerie durchzuführen. Er ist sich bewusst, dass die Parahotellerie, genauer gesagt die Ferienwohnungen, im Beherbergungsangebot der Schweiz eine bedeutende Rolle spielt. Angesichts dieser Wichtigkeit ist innert angemessener Frist (bis 2014/15) eine vollständige Statistik in diesem Bereich einzuführen, damit zuverlässige Daten von guter Qualität geliefert werden können.</p><p>2. Wie die Hotelleriestatistik hat auch die Parahotelleriestatistik zum Ziel, den Schweizer und internationalen Informationsbedürfnissen zu entsprechen. Seit dem Jahr 2008 ist die Schweiz im Rahmen des bilateralen Abkommens zur Lieferung der Daten im Bereich Tourismus gemäss EU-Richtlinien verpflichtet. Letztere entsprechen den internationalen Anforderungen an die Beherbergungsstatistik und somit auch jenen an die Parahotelleriestatistik. Die Details der darin verlangten Informationen sind analog zu den Anforderungen auf nationaler Ebene. Die Produktion statistischer Informationen für die spezifischen Bedürfnisse eines Wirtschaftszweigs oder einer Region gehört nicht zu den Grundaufgaben der öffentlichen Statistik des Bundes. Sollte die Tourismusbranche genauere Informationen zur Parahotellerie wie beispielsweise regionalisierte Daten benötigen, wären moderne Formen der Zusammenarbeit wie Public Public Partnership oder Public Private Partnership denkbar (wie seit 2005 bereits für die bestehenden Beherbergungsstatistiken angewendet).</p><p>3. Die Optimierung der statistischen Grundlagen im Tourismus ist Teil der Wachstumsstrategie des Bundes für den Tourismusstandort Schweiz. Dennoch beschränkt sich die Finanzierung von Entwicklung, Umsetzung und regelmässiger Durchführung der Parahotelleriestatistik durch den Bund auf jene Mittel, die erforderlich sind, um die nationalen und internationalen Bedürfnisse nach unerlässlichen Informationen abzudecken. Wie unter Punkt 2 erwähnt, ist der Bund offen für moderne Formen der Zusammenarbeit mit den interessierten Akteuren, sollte die Schweizer Tourismusbranche umfassendere Daten benötigen, als der Bund zu liefern verpflichtet ist.</p><p>4. Die Umsetzung des Projekts "Pasta light" unter der Leitung des Schweizer Tourismus-Verbands wird zu 50 Prozent durch den Bund finanziert und soll bis zur Einführung der öffentlichen Parahotelleriestatistik (Pasta) als Übergangslösung dienen. Das Bundesamt für Statistik beteiligt sich an diesem Projekt, um die bestmöglichen Synergien mit der künftigen Statistik sicherzustellen, und leistet methodische Unterstützung. Nach Umsetzung des Projekts hängt die Beteiligung des Bundes davon ab, was der Schweizer Tourismus-Verband in einer späteren Phase möglicherweise umzusetzen gedenkt.</p><p>5. Derzeit ist die Einführung der umfassenden Statistik zur Parahotellerie für die Jahre 2014/15 vorgesehen. Zur Einführung des Projekts "Pasta light" muss die Leitung des Schweizer Tourismus-Verbands, dem es untersteht, Stellung nehmen.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Die Schweiz als Tourismusland par excellence verfügt über keine ausreichende Parahotellerie-Statistik. Zurzeit besteht eine Übergangslösung, die im Wesentlichen von der Tourismusbranche selber getragen wird (Pasta light). Ich bitte den Bundesrat deshalb um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>- Teilt er die Meinung, dass die Parahotellerie-Statistik so rasch wie möglich ausgebaut werden muss, damit sie genügend Aussagekraft für die hiesige Tourismusbranche besitzt?</p><p>- Teilt er die Meinung, dass er dazu auch über das Mindestmass der mit der EU vereinbarten Daten hinausgehen muss, wenn dies für den Schweizer Tourismus erforderlich ist?</p><p>- Ist er bereit, die Kosten für die Systementwicklung und die betrieblichen Aufwendungen für die Entwicklung und Führung einer Parahotellerie-Statistik vollumfänglich zu übernehmen und damit den Tourismus im Sinne seiner Wachstumsstrategie zu entlasten?</p><p>- Wieweit ist er am Projekt "Pasta light" bereits beteiligt, und wie gedenkt er sich für dessen Weiterentwicklung zu engagieren?</p><p>- Wie sieht sein diesbezüglicher Terminplan aus?</p>
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