Neue flankierende Massnahmen betreffend Bevölkerungswachstum?

ShortId
11.3709
Id
20113709
Updated
24.06.2025 23:45
Language
de
Title
Neue flankierende Massnahmen betreffend Bevölkerungswachstum?
AdditionalIndexing
28;2846;öffentlicher Verkehr;flankierende Massnahmen;Bericht;Umweltqualität;Zersiedelung;Einwanderung;Bevölkerungswachstum;Qualitätssicherung;Kulturlandverlust;Wohnung;Lebensqualität;Naherholungsraum
1
  • L04K01070401, Bevölkerungswachstum
  • L03K010201, Wohnung
  • L04K01020408, Naherholungsraum
  • L04K18010213, öffentlicher Verkehr
  • L05K1401020106, Kulturlandverlust
  • L05K0102042101, Zersiedelung
  • L05K0109040202, Lebensqualität
  • L04K06010308, Umweltqualität
  • L06K070305020401, Qualitätssicherung
  • L03K020206, Bericht
  • L04K01080303, Einwanderung
  • L04K08020343, flankierende Massnahmen
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat kürzlich die Bevölkerungsszenarien aktualisiert. Das Szenario "hoch" geht für das Jahr 2050 von einer Bevölkerungsgrösse von 10,7 Millionen aus. Mindestens zwei Gründe lassen dieses Szenario als zumindest möglich erscheinen:</p><p>a. Die Entwicklung der Jahre 2007 bis 2010 zeigte ein um 40 Prozent höheres Bevölkerungswachstum (1 Prozent statt 0,6 Prozent pro Jahr).</p><p>b. Studien wie jene von Travail Suisse beklagen beim "mittleren" Szenario gemäss Bundesamt für Statistik einen Mangel von 400 000 Arbeitskräften per 2030.</p><p>Das hohe Bevölkerungswachstum ermöglicht ein starkes Wirtschaftswachstum, mit welchem unter anderem die Finanzierung unserer Sozialwerke ermöglicht wird. Das starke Bevölkerungswachstum kann aber auch mit negativen Effekten verbunden sein. Im Bereich Integration und Bekämpfung von Lohndumping wurden bereits beim Abschluss des Personenfreizügigkeitsabkommens verschiedene Massnahmen ergriffen, und weitere sind geplant. Bis heute fehlen jedoch explizite flankierende Massnahmen, um Kapazitätsprobleme im Bereich des Wohnens sowie des (öffentlichen) Verkehrs zu verhindern sowie die Bedürfnisse im Bereich der Naherholung sowie Schutz des Kulturlandes zu gewährleisten. Heute besteht verbreitet die Befürchtung, die starke wirtschaftliche Zuwanderung führe zu Einbussen der Lebensqualität.</p><p>Der Bundesrat wird daher ersucht, einen Bericht auszuarbeiten, der aufzeigt, mit welchen Massnahmen ein Qualitätsverlust in den Bereichen Wohnen, Naherholungsgebiete, öffentlicher Verkehr sowie Kulturlandschaft verhindert werden kann.</p>
  • <p>Vor dem Hintergrund der aktuellen Bevölkerungsszenarien des BFS werden die räumlichen Auswirkungen von hohen Bevölkerungszunahmen in verschiedenen Arbeiten des Bundes reflektiert, beispielsweise in der Revision des Raumplanungsgesetzes, in Grundlagen zur Abstimmung von Siedlung und Verkehr, in der Vernehmlassungsvorlage zur Finanzierung und zum Ausbau der Bahninfrastruktur (Fabi) oder bei der Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus. Im Weiteren werden die Folgen eines hohen Bevölkerungswachstums in einer Reihe verschiedener politischer Vorstösse zur Personenfreizügigkeit thematisiert, die Berichte und flankierende Massnahmen vonseiten des Bundesrates verlangen. Dazu hat der Bundesrat eine "Arbeitsgruppe Personenfreizügigkeit und Zuwanderung" eingesetzt.</p><p>Die Anliegen des Postulates sind berechtigt. Der Bundesrat ist daher bereit, im Rahmen der bereits laufenden und geplanten Arbeiten zu prüfen, wie und mit welchen Massnahmen den räumlichen Auswirkungen eines hohen Bevölkerungszuwachses Rechnung getragen werden kann.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht darzulegen, mit welchen Massnahmen in den Bereichen Wohnen, Naherholung, öffentlicher Verkehr sowie der Kulturlandschaft ein Qualitätsverlust bei weiterhin starkem Bevölkerungswachstum verhindert werden kann.</p>
  • Neue flankierende Massnahmen betreffend Bevölkerungswachstum?
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat kürzlich die Bevölkerungsszenarien aktualisiert. Das Szenario "hoch" geht für das Jahr 2050 von einer Bevölkerungsgrösse von 10,7 Millionen aus. Mindestens zwei Gründe lassen dieses Szenario als zumindest möglich erscheinen:</p><p>a. Die Entwicklung der Jahre 2007 bis 2010 zeigte ein um 40 Prozent höheres Bevölkerungswachstum (1 Prozent statt 0,6 Prozent pro Jahr).</p><p>b. Studien wie jene von Travail Suisse beklagen beim "mittleren" Szenario gemäss Bundesamt für Statistik einen Mangel von 400 000 Arbeitskräften per 2030.</p><p>Das hohe Bevölkerungswachstum ermöglicht ein starkes Wirtschaftswachstum, mit welchem unter anderem die Finanzierung unserer Sozialwerke ermöglicht wird. Das starke Bevölkerungswachstum kann aber auch mit negativen Effekten verbunden sein. Im Bereich Integration und Bekämpfung von Lohndumping wurden bereits beim Abschluss des Personenfreizügigkeitsabkommens verschiedene Massnahmen ergriffen, und weitere sind geplant. Bis heute fehlen jedoch explizite flankierende Massnahmen, um Kapazitätsprobleme im Bereich des Wohnens sowie des (öffentlichen) Verkehrs zu verhindern sowie die Bedürfnisse im Bereich der Naherholung sowie Schutz des Kulturlandes zu gewährleisten. Heute besteht verbreitet die Befürchtung, die starke wirtschaftliche Zuwanderung führe zu Einbussen der Lebensqualität.</p><p>Der Bundesrat wird daher ersucht, einen Bericht auszuarbeiten, der aufzeigt, mit welchen Massnahmen ein Qualitätsverlust in den Bereichen Wohnen, Naherholungsgebiete, öffentlicher Verkehr sowie Kulturlandschaft verhindert werden kann.</p>
    • <p>Vor dem Hintergrund der aktuellen Bevölkerungsszenarien des BFS werden die räumlichen Auswirkungen von hohen Bevölkerungszunahmen in verschiedenen Arbeiten des Bundes reflektiert, beispielsweise in der Revision des Raumplanungsgesetzes, in Grundlagen zur Abstimmung von Siedlung und Verkehr, in der Vernehmlassungsvorlage zur Finanzierung und zum Ausbau der Bahninfrastruktur (Fabi) oder bei der Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus. Im Weiteren werden die Folgen eines hohen Bevölkerungswachstums in einer Reihe verschiedener politischer Vorstösse zur Personenfreizügigkeit thematisiert, die Berichte und flankierende Massnahmen vonseiten des Bundesrates verlangen. Dazu hat der Bundesrat eine "Arbeitsgruppe Personenfreizügigkeit und Zuwanderung" eingesetzt.</p><p>Die Anliegen des Postulates sind berechtigt. Der Bundesrat ist daher bereit, im Rahmen der bereits laufenden und geplanten Arbeiten zu prüfen, wie und mit welchen Massnahmen den räumlichen Auswirkungen eines hohen Bevölkerungszuwachses Rechnung getragen werden kann.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht darzulegen, mit welchen Massnahmen in den Bereichen Wohnen, Naherholung, öffentlicher Verkehr sowie der Kulturlandschaft ein Qualitätsverlust bei weiterhin starkem Bevölkerungswachstum verhindert werden kann.</p>
    • Neue flankierende Massnahmen betreffend Bevölkerungswachstum?

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