Wirtschaftliche Zuwanderung. Untersuchung der Ursachen und Einflussfaktoren

ShortId
11.3710
Id
20113710
Updated
24.06.2025 23:42
Language
de
Title
Wirtschaftliche Zuwanderung. Untersuchung der Ursachen und Einflussfaktoren
AdditionalIndexing
28;2811;Einwanderung;Evaluation;Bevölkerungswachstum;Kontrolle der Zuwanderungen;öffentliche Infrastruktur;Berufswanderung
1
  • L04K01080303, Einwanderung
  • L05K0108030601, Kontrolle der Zuwanderungen
  • L04K01080302, Berufswanderung
  • L04K08020302, Evaluation
  • L04K01070401, Bevölkerungswachstum
  • L04K01020409, öffentliche Infrastruktur
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Es gibt verschiedene Gründe, die Faktoren, welche die wirtschaftliche Zuwanderung beeinflussen, besser zu untersuchen, allen voran die grosse Unsicherheit bezüglich der künftigen Bevölkerungsgrösse der Schweiz. So zeigen die aktuellen Bevölkerungsszenarien des Bundesamtes für Statistik (BFS) die grösste Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Zuwanderung. Das tiefe Szenario geht für 2050 von 7,3 Millionen Menschen aus, während das mittlere von 9,8 Millionen und das hohe gar von 10,7 Millionen ausgeht. Das Wachstum in den letzten Jahren lag über dem "hohen" Szenario, dies vor allem, weil die wirtschaftliche Zuwanderung beträchtlich höher ausgefallen ist. Wie der Bericht des BFS selber festhält, lässt sich der Umfang der wirtschaftlichen Zuwanderung heute nur schwer voraussagen, und auch die Gründe für das Ausmass der wirtschaftlichen Zuwanderung sind schlecht erforscht. Für die Politik bedeutet diese Unsicherheit eine grosse Herausforderung, weil nicht klar ist, ob die Infrastrukturen (Wohnungen, Verkehr, Naherholungsgebiete) auf eine Schweiz mit 7 oder fast 11 Millionen Menschen im Jahr 2050 ausgelegt werden sollen. Deshalb wäre es für den politischen Entscheidungsprozess zentral, diese Zusammenhänge in einer wissenschaftlichen Studie genauer zu untersuchen.</p><p>Ein hohes Bevölkerungswachstum ermöglicht ein starkes Wirtschaftswachstum, welches unter anderem die Finanzierung der Sozialwerke erleichtert. Das starke Bevölkerungswachstum bringt aber auch negative Effekte mit sich. Dese lassen sich durch umfassende flankierende Massnahmen reduzieren. Es sollten deshalb alternativ auch Massnahmen untersucht werden, welche die wirtschaftlichen Fortschritte nicht gefährden, zudem dürfen sie das Personenfreizügigkeitsabkommen und die humanitären Ziele nicht beeinträchtigen. Hier bieten sich insbesondere Massnahmen zur Reduktion der sogenannten "Pullfaktoren" an, beispielsweise eine gezielte Standortförderung, welche zwischen Wertschöpfung und Wirtschaftsverlagerung unterscheidet. Weitere mögliche Massnahmen müssten diskutiert werden.</p>
  • <p>Der Bundesrat teilt die Stossrichtung des Postulates. Im Rahmen eines für 2012 geplanten Berichts des Bundesrats zur Personenfreizügigkeit und Zuwanderung wird entschieden werden, in welchen Bereichen zusätzliche, von unabhängiger Seite verfasste Studien in Auftrag gegeben werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine unabhängige wissenschaftliche Studie in Auftrag zu geben, welche untersucht, mit welchen Faktoren die wirtschaftliche Zuwanderung in die Schweiz beeinflusst und mit welchen Massnahmen diese reduziert werden kann, ohne dabei die bilateralen Verträge mit der EU zu gefährden oder humanitäre Verpflichtungen zu verletzen.</p>
  • Wirtschaftliche Zuwanderung. Untersuchung der Ursachen und Einflussfaktoren
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Es gibt verschiedene Gründe, die Faktoren, welche die wirtschaftliche Zuwanderung beeinflussen, besser zu untersuchen, allen voran die grosse Unsicherheit bezüglich der künftigen Bevölkerungsgrösse der Schweiz. So zeigen die aktuellen Bevölkerungsszenarien des Bundesamtes für Statistik (BFS) die grösste Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Zuwanderung. Das tiefe Szenario geht für 2050 von 7,3 Millionen Menschen aus, während das mittlere von 9,8 Millionen und das hohe gar von 10,7 Millionen ausgeht. Das Wachstum in den letzten Jahren lag über dem "hohen" Szenario, dies vor allem, weil die wirtschaftliche Zuwanderung beträchtlich höher ausgefallen ist. Wie der Bericht des BFS selber festhält, lässt sich der Umfang der wirtschaftlichen Zuwanderung heute nur schwer voraussagen, und auch die Gründe für das Ausmass der wirtschaftlichen Zuwanderung sind schlecht erforscht. Für die Politik bedeutet diese Unsicherheit eine grosse Herausforderung, weil nicht klar ist, ob die Infrastrukturen (Wohnungen, Verkehr, Naherholungsgebiete) auf eine Schweiz mit 7 oder fast 11 Millionen Menschen im Jahr 2050 ausgelegt werden sollen. Deshalb wäre es für den politischen Entscheidungsprozess zentral, diese Zusammenhänge in einer wissenschaftlichen Studie genauer zu untersuchen.</p><p>Ein hohes Bevölkerungswachstum ermöglicht ein starkes Wirtschaftswachstum, welches unter anderem die Finanzierung der Sozialwerke erleichtert. Das starke Bevölkerungswachstum bringt aber auch negative Effekte mit sich. Dese lassen sich durch umfassende flankierende Massnahmen reduzieren. Es sollten deshalb alternativ auch Massnahmen untersucht werden, welche die wirtschaftlichen Fortschritte nicht gefährden, zudem dürfen sie das Personenfreizügigkeitsabkommen und die humanitären Ziele nicht beeinträchtigen. Hier bieten sich insbesondere Massnahmen zur Reduktion der sogenannten "Pullfaktoren" an, beispielsweise eine gezielte Standortförderung, welche zwischen Wertschöpfung und Wirtschaftsverlagerung unterscheidet. Weitere mögliche Massnahmen müssten diskutiert werden.</p>
    • <p>Der Bundesrat teilt die Stossrichtung des Postulates. Im Rahmen eines für 2012 geplanten Berichts des Bundesrats zur Personenfreizügigkeit und Zuwanderung wird entschieden werden, in welchen Bereichen zusätzliche, von unabhängiger Seite verfasste Studien in Auftrag gegeben werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine unabhängige wissenschaftliche Studie in Auftrag zu geben, welche untersucht, mit welchen Faktoren die wirtschaftliche Zuwanderung in die Schweiz beeinflusst und mit welchen Massnahmen diese reduziert werden kann, ohne dabei die bilateralen Verträge mit der EU zu gefährden oder humanitäre Verpflichtungen zu verletzen.</p>
    • Wirtschaftliche Zuwanderung. Untersuchung der Ursachen und Einflussfaktoren

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