Kurzfristig realisierbare Güterverkehrs-Entlastungsstrecken bis zu einer neuen Juraquerung

ShortId
11.3821
Id
20113821
Updated
27.07.2023 19:55
Language
de
Title
Kurzfristig realisierbare Güterverkehrs-Entlastungsstrecken bis zu einer neuen Juraquerung
AdditionalIndexing
48;Eisenbahnbau;Beförderungskapazität;Schienenverkehr;Verkehrsplanung;Güterverkehr auf der Schiene
1
  • L04K18030204, Eisenbahnbau
  • L05K1801020203, Güterverkehr auf der Schiene
  • L04K18010204, Beförderungskapazität
  • L04K18020208, Verkehrsplanung
  • L03K180302, Schienenverkehr
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die bestehenden Hauptachsen der Juraquerung Nordwestschweiz-Mittelland (Hauenstein- und Bözbergachse) stossen bereits heute in den Spitzenzeiten an die Kapazitätsgrenzen. Zusätzliche Angebote können deshalb weder im Personen- noch im Güterverkehr geschaffen werden. Es wäre wichtig, die neue Juraquerung in die erste Phase Fabi aufzunehmen. Zur zeitigen Umsetzung der Alpen-Initiative braucht es zudem rasch realisierbare Entlastungsstrecken, denn:</p><p>- die Kapazitäten auf der Gotthard-Zufahrtsstrecke durch den Jura reichen für den Güterverkehr laut Bundesrat ab Neat-Eröffnung, doch mittelfristig sind diese nicht ausreichend.</p><p>- der Fernverkehr kann zwischen den grössten schweizerischen Agglomerationen nicht ausgebaut werden.</p><p>- die Verdichtung des Regionalverkehrs (z. B. 15-Minuten-Takt Fricktal-Basel) ist nicht möglich.</p><p>Die Lösung liegt bei der Ertüchtigung bzw. Aktivierung von Nebenstrecken und Verbindungskurven für den Güterverkehr zur Entlastung der Hauptachsen Hauenstein/Bözberg:</p><p>- Ausbau von Kreuzungsgeleisen für den Güterverkehr auf der Strecke Stein-Säckingen-Koblenz-Winterthur. </p><p>- Verbindungskurve (Brugg-)Birrfeld-Mägenwil(-Heitersberg-Rangierbahnhof Limmattal) zur flexibleren Führung des Güterverkehrs im Zulauf zum Rangierbahnhof Limmattal (die Verbindungskurve ist trassenmässig seit dem Ausbau der Heitersbergstrecke 1975 gesichert und freigehalten).</p><p>- Ausbau von Doppelspurinseln im Laufental und Verbindungskurve zur Umfahrung Delémont für die Führung eines Teils der Güterzüge Basel-Delémont-Biel/Bienne-Bern-Lötschberg-Italien.</p><p>- Entlastung der Jurasüdfuss-Achse mit der Führung eines Teils der Güterzüge via Solothurn-Büren an der Aare-Umfahrung Lyss-Payerne-Yverdon/Palézieux(-Lausanne).</p><p>Solche Entflechtungsmassnahmen würden auf zwischen 250 und 300 Millionen Schweizerfranken zu liegen kommen, wären rasch realisierbar und würden die Weiterentwicklung des Eisenbahnverkehrs vor dem Bau des neuen Juradurchstiches ermöglichen.</p>
  • <p>Die Nachfrageabschätzungen, welche dem Strategischen Entwicklungsprogramm Bahninfrastruktur (Step) im Rahmen der Erarbeitung der Vorlage Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (Fabi) zugrunde liegen, haben für den Horizont 2030 nur einen begrenzten Bedarf nach zusätzlichen Nord-Süd-Transitgütertrassen aufgezeigt. Dabei wurden die Alptransit- und die ZEB-Massnahmen als realisiert vorausgesetzt.</p><p>Zudem ist es aufgrund des engen Terminprogramms zu spät, um entsprechende Untersuchungen vorzunehmen, die Vorschläge zu bewerten und in der Vorlage Fabi noch darzustellen. Die vorliegenden Überlegungen werden indes in die rollende Planung für die nächsten Ausbauschritte einfliessen können.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen der Botschaft Fabi über den Ausbauschritt 2025 der Eisenbahninfrastruktur Massnahmen und Kreditanteile für Güterverkehrs-Entlastungsstrecken zu prüfen, welche die Nord-Süd-Hauptachsen ins Mittelland (insbesondere die Hauenstein- und die Bözberglinie) als kostengünstige Übergangslösung bis zu einem späteren neuen Juradurchstich entlasten.</p>
  • Kurzfristig realisierbare Güterverkehrs-Entlastungsstrecken bis zu einer neuen Juraquerung
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die bestehenden Hauptachsen der Juraquerung Nordwestschweiz-Mittelland (Hauenstein- und Bözbergachse) stossen bereits heute in den Spitzenzeiten an die Kapazitätsgrenzen. Zusätzliche Angebote können deshalb weder im Personen- noch im Güterverkehr geschaffen werden. Es wäre wichtig, die neue Juraquerung in die erste Phase Fabi aufzunehmen. Zur zeitigen Umsetzung der Alpen-Initiative braucht es zudem rasch realisierbare Entlastungsstrecken, denn:</p><p>- die Kapazitäten auf der Gotthard-Zufahrtsstrecke durch den Jura reichen für den Güterverkehr laut Bundesrat ab Neat-Eröffnung, doch mittelfristig sind diese nicht ausreichend.</p><p>- der Fernverkehr kann zwischen den grössten schweizerischen Agglomerationen nicht ausgebaut werden.</p><p>- die Verdichtung des Regionalverkehrs (z. B. 15-Minuten-Takt Fricktal-Basel) ist nicht möglich.</p><p>Die Lösung liegt bei der Ertüchtigung bzw. Aktivierung von Nebenstrecken und Verbindungskurven für den Güterverkehr zur Entlastung der Hauptachsen Hauenstein/Bözberg:</p><p>- Ausbau von Kreuzungsgeleisen für den Güterverkehr auf der Strecke Stein-Säckingen-Koblenz-Winterthur. </p><p>- Verbindungskurve (Brugg-)Birrfeld-Mägenwil(-Heitersberg-Rangierbahnhof Limmattal) zur flexibleren Führung des Güterverkehrs im Zulauf zum Rangierbahnhof Limmattal (die Verbindungskurve ist trassenmässig seit dem Ausbau der Heitersbergstrecke 1975 gesichert und freigehalten).</p><p>- Ausbau von Doppelspurinseln im Laufental und Verbindungskurve zur Umfahrung Delémont für die Führung eines Teils der Güterzüge Basel-Delémont-Biel/Bienne-Bern-Lötschberg-Italien.</p><p>- Entlastung der Jurasüdfuss-Achse mit der Führung eines Teils der Güterzüge via Solothurn-Büren an der Aare-Umfahrung Lyss-Payerne-Yverdon/Palézieux(-Lausanne).</p><p>Solche Entflechtungsmassnahmen würden auf zwischen 250 und 300 Millionen Schweizerfranken zu liegen kommen, wären rasch realisierbar und würden die Weiterentwicklung des Eisenbahnverkehrs vor dem Bau des neuen Juradurchstiches ermöglichen.</p>
    • <p>Die Nachfrageabschätzungen, welche dem Strategischen Entwicklungsprogramm Bahninfrastruktur (Step) im Rahmen der Erarbeitung der Vorlage Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (Fabi) zugrunde liegen, haben für den Horizont 2030 nur einen begrenzten Bedarf nach zusätzlichen Nord-Süd-Transitgütertrassen aufgezeigt. Dabei wurden die Alptransit- und die ZEB-Massnahmen als realisiert vorausgesetzt.</p><p>Zudem ist es aufgrund des engen Terminprogramms zu spät, um entsprechende Untersuchungen vorzunehmen, die Vorschläge zu bewerten und in der Vorlage Fabi noch darzustellen. Die vorliegenden Überlegungen werden indes in die rollende Planung für die nächsten Ausbauschritte einfliessen können.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen der Botschaft Fabi über den Ausbauschritt 2025 der Eisenbahninfrastruktur Massnahmen und Kreditanteile für Güterverkehrs-Entlastungsstrecken zu prüfen, welche die Nord-Süd-Hauptachsen ins Mittelland (insbesondere die Hauenstein- und die Bözberglinie) als kostengünstige Übergangslösung bis zu einem späteren neuen Juradurchstich entlasten.</p>
    • Kurzfristig realisierbare Güterverkehrs-Entlastungsstrecken bis zu einer neuen Juraquerung

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