Strom aus erneuerbaren Energien an den ETH

ShortId
11.4078
Id
20114078
Updated
28.07.2023 11:30
Language
de
Title
Strom aus erneuerbaren Energien an den ETH
AdditionalIndexing
66;sanfte Energie;energetische Sanierung von Gebäuden;elektrische Energie;Renovation;ETH;Energieeinsparung
1
  • L05K1302050101, ETH
  • L04K17030301, elektrische Energie
  • L02K1705, sanfte Energie
  • L05K0705030305, Renovation
  • L05K0705030207, energetische Sanierung von Gebäuden
  • L04K17010107, Energieeinsparung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die ETH Zürich hat bis Ende 2010 ihren Stromverbrauch ausschliesslich mit erneuerbaren Stromprodukten gedeckt. Nach einer Kehrtwende der ETH-Leitung stammen seither 70 Prozent des Stroms aus AKW. In ihrem Leitbild bezeichnet sich die international anerkannte Spitzenhochschule als "richtungsweisend im Bereich Nachhaltigkeit". Mit der aktuellen Strompolitik verletzt sie diesen Grundsatz und riskiert einen Imageschaden. </p><p>In seiner Sitzung vom 30. November 2011 hat der Bundesrat die ersten Weichen für die Energiestrategie 2050 skizziert. Er weist darin ausdrücklich darauf hin, dass er namentlich im ETH-Bereich mit gutem Beispiel vorangehen und die Energieeffizienz steigern will (minus 25 Prozent Energieverbrauch seit 2006). Diesen Worten müssen rasch Taten folgen, wenn der Bund seine Vorbildfunktion wahrnehmen will. Gleiches gilt dort für die Ecole polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL), wo auch sie diese Anforderungen noch nicht erfüllt. </p>
  • <p>Im Hinblick auf den Ausstieg aus der Kernenergie müssen neue Alternativen im Bereich der Energieversorgung entwickelt werden, die nach Möglichkeit nicht zu einer höheren CO2-Belastung oder zu Einbussen bei der Lebensqualität führen.</p><p>Im ETH-Bereich nehmen insbesondere die ETH Zürich, die EPFL, das PSI und die Empa in der Energieforschung eine führende Stellung ein. Der Bundesrat erwartet deshalb vom ETH-Bereich wesentliche Beiträge zur Lösung der Energieproblematik.</p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die Institutionen des ETH-Bereichs in den letzten Jahren bei der Verbesserung der Energieeffizienz ihrer Immobilien eine Vorbildrolle einnehmen und im Energiebereich wichtige Forschungsbeiträge leisten.</p><p>Angesichts dieser Beiträge und der gesetzlich garantierten Autonomie der Institutionen des ETH-Bereichs erachtet der Bundesrat im Anschluss an seinen Beschluss vom 30. November 2011 zum Atomausstieg, in dem er die Vorbildrolle unterstrichen hat, welche die Bundesverwaltung, die bundesnahen Unternehmen wie Post, SBB, Swisscom und Skyguide sowie die Institutionen des ETH-Bereichs künftig bei der Verwendung erneuerbarer Energien spielen werden müssen, dass kein Handlungsbedarf besteht, bevor die Modalitäten der Vorbildrollen für die Gesamtheit dieser Einheiten im Rahmen der Botschaft über die künftige Energiepolitik der Schweiz klar definiert worden sind.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, dafür zu sorgen, dass die ETH (und die EPFL und ihre Bereiche) künftig nur noch Strom aus erneuerbaren Energien verwenden. Ebenso ist sicherzustellen, dass bei Gebäudesanierungen und Neubauten die jeweils in Sachen Energieeffizienz fortschrittlichsten Massstäbe eingehalten werden. Falls erforderlich, sind die entsprechenden Gesetze anzupassen.</p>
  • Strom aus erneuerbaren Energien an den ETH
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die ETH Zürich hat bis Ende 2010 ihren Stromverbrauch ausschliesslich mit erneuerbaren Stromprodukten gedeckt. Nach einer Kehrtwende der ETH-Leitung stammen seither 70 Prozent des Stroms aus AKW. In ihrem Leitbild bezeichnet sich die international anerkannte Spitzenhochschule als "richtungsweisend im Bereich Nachhaltigkeit". Mit der aktuellen Strompolitik verletzt sie diesen Grundsatz und riskiert einen Imageschaden. </p><p>In seiner Sitzung vom 30. November 2011 hat der Bundesrat die ersten Weichen für die Energiestrategie 2050 skizziert. Er weist darin ausdrücklich darauf hin, dass er namentlich im ETH-Bereich mit gutem Beispiel vorangehen und die Energieeffizienz steigern will (minus 25 Prozent Energieverbrauch seit 2006). Diesen Worten müssen rasch Taten folgen, wenn der Bund seine Vorbildfunktion wahrnehmen will. Gleiches gilt dort für die Ecole polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL), wo auch sie diese Anforderungen noch nicht erfüllt. </p>
    • <p>Im Hinblick auf den Ausstieg aus der Kernenergie müssen neue Alternativen im Bereich der Energieversorgung entwickelt werden, die nach Möglichkeit nicht zu einer höheren CO2-Belastung oder zu Einbussen bei der Lebensqualität führen.</p><p>Im ETH-Bereich nehmen insbesondere die ETH Zürich, die EPFL, das PSI und die Empa in der Energieforschung eine führende Stellung ein. Der Bundesrat erwartet deshalb vom ETH-Bereich wesentliche Beiträge zur Lösung der Energieproblematik.</p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die Institutionen des ETH-Bereichs in den letzten Jahren bei der Verbesserung der Energieeffizienz ihrer Immobilien eine Vorbildrolle einnehmen und im Energiebereich wichtige Forschungsbeiträge leisten.</p><p>Angesichts dieser Beiträge und der gesetzlich garantierten Autonomie der Institutionen des ETH-Bereichs erachtet der Bundesrat im Anschluss an seinen Beschluss vom 30. November 2011 zum Atomausstieg, in dem er die Vorbildrolle unterstrichen hat, welche die Bundesverwaltung, die bundesnahen Unternehmen wie Post, SBB, Swisscom und Skyguide sowie die Institutionen des ETH-Bereichs künftig bei der Verwendung erneuerbarer Energien spielen werden müssen, dass kein Handlungsbedarf besteht, bevor die Modalitäten der Vorbildrollen für die Gesamtheit dieser Einheiten im Rahmen der Botschaft über die künftige Energiepolitik der Schweiz klar definiert worden sind.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, dafür zu sorgen, dass die ETH (und die EPFL und ihre Bereiche) künftig nur noch Strom aus erneuerbaren Energien verwenden. Ebenso ist sicherzustellen, dass bei Gebäudesanierungen und Neubauten die jeweils in Sachen Energieeffizienz fortschrittlichsten Massstäbe eingehalten werden. Falls erforderlich, sind die entsprechenden Gesetze anzupassen.</p>
    • Strom aus erneuerbaren Energien an den ETH

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