Will der Bund Solar Impulse unterstützen?

ShortId
12.3267
Id
20123267
Updated
28.07.2023 09:57
Language
de
Title
Will der Bund Solar Impulse unterstützen?
AdditionalIndexing
66;Aktionsprogramm;Sonnenenergie;Durchführung eines Projektes;Subvention;neue Technologie;Flugzeug
1
  • L03K170505, Sonnenenergie
  • L05K1804010301, Flugzeug
  • L05K0703050101, Aktionsprogramm
  • L06K070305010102, Durchführung eines Projektes
  • L05K1102030202, Subvention
  • L05K0706010508, neue Technologie
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Das Abenteuer Solar Impulse begann mit einer Studie der ETH Lausanne (ETHL) zu einem Solarflugzeug, das in der Lage ist, Tag und Nacht zu fliegen, ohne auf Treibstoff angewiesen zu sein. Diese Studie hat Begeisterung ausgelöst, und die Schweiz konnte sich damit als Standort für die Entwicklung zukunftsweisender Technologien profilieren. Der Atomausstiegsentscheid von Bundesrat und Parlament hat die Notwendigkeit der Suche nach innovativen Ideen im Energiebereich akzentuiert.</p><p>Solar Impulse passt gut in die neue Energiepolitik der Schweiz. Das Projekt geniesst den wissenschaftlichen Support der ETHL. Doch zeigt sich, dass in der Krise die Unterstützung durch die Sponsoren Grenzen hat und weitere Hilfe nötig ist. Seit 2007 hat das VBS gehandelt, umsichtig und zielgerichtet, und hat auf dem Flugplatz Dübendorf für drei Jahre einen Hangar und andere Einrichtungen kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Solarflugtechnik konnte dank dieser Hilfe Riesenfortschritte machen, und es konnten mehrere Weltrekorde aufgestellt werden; damit konnte unter Beweis gestellt werden, dass Cleantech eine grosse Zukunft hat.</p><p>Jetzt aber, wo das Projekt mit der Konstruktion des zweiten Prototyps und mit dem Versuch von Langstreckenflügen in eine entscheidende Phase tritt, scheint fraglich, ob das VBS die Einrichtungen in Dübendorf weiterhin kostenlos zur Verfügung stellen will. Die neuerlich verlangte Miete ist beträchtlich und könnte das Projekt ernsthaft gefährden oder es in die Arme anderer, generöserer Staaten treiben. Nach all den grossen Projekten und spektakulären Fortschritten würden, wenn das Abenteurer scheitern sollte, der Technologieplatz Schweiz und die ETHL alles andere als gut dastehen.</p><p>Das VBS könnte Solar Impulse noch einmal helfen, indem es dem Projekt für die entscheidende Phase der Konstruktion und der Probeflüge die gleichen Einrichtungen kostenlos zur Verfügung stellte. Diese Unterstützung würde die Finanzen des Bundes kaum empfindlich belasten, würde der Bund doch lediglich für drei Jahre auf Mieteinnahmen verzichten, während er auf der anderen Seite damit einen Beitrag leisten würde zu einem Vorzeigeprojekt für die Zukunft unseres Landes. Schliesslich sei darauf hingewiesen, dass das Projektteam sehr wohl bereit ist zu Gegenleistungen, indem es etwa in der Welt auftritt als Fürsprecher für unser Land und seine Technologiepolitik.</p>
  • <p>Im Rahmen der Unterstützung des Bundes hat das VBS dem Projekt Solar Impulse ab 2007 einen Hangar und Büroräumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Der aufgelaufene Mietwert beträgt hierfür über eine Million Franken. Im Februar 2011 hat das VBS die Möglichkeit einer Verlängerung der Mitbenutzung des Militärflugplatzes durch Solar Impulse bestätigt, aus finanzpolitischen Erwägungen jedoch eine kostendeckende Miete verlangt.</p><p>1. Der Bundesrat verfolgt das Projekt Solar Impulse seit seinem Start, und verschiedene Verwaltungseinheiten stehen seit Jahren eng mit den Initianten in Kontakt. Der Bundesrat anerkennt die grosse internationale Ausstrahlung des Projektes und legte 2008 fest, dass der Bund Solar Impulse im Rahmen seiner Möglichkeiten auf technischer, administrativer und logistischer Ebene unterstützen wird. Da das Projekt nun im Hinblick auf die 2014 geplante Weltumrundung in eine entscheidende Phase kommt, ist der Bundesrat daran zu überprüfen, welche Unterstützungsleistungen des Bundes das Projekt bis dahin benötigt und zu welchen Bedingungen. Zwecks Planungssicherheit für beide Seiten sollen die Leistungen verbindlich festgelegt werden.</p><p>2. Da Solar Impulse nicht ständig den ganzen Hangar in Dübendorf belegt, hat die Luftwaffe dort zeitweise Helikopter eingestellt. Sie hat sich dabei aber stets nach den Bedürfnissen von Solar Impulse gerichtet. Das VBS ist bereit, die damit verbundenen betrieblichen Nachteile weiterhin in Kauf zu nehmen.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>1. Ist der Bundesrat der Meinung, das Projekt Solar Impulse sei wichtig für den Ruf des Technologiestandortes Schweiz?</p><p>2. Wird der Hangar, der dem Projekt Solar Impulse früher zur Verfügung gestellt worden ist, gegenwärtig für anderes benötigt? Wenn ja: Wofür? Handelt es sich dabei um wichtige Aktivitäten? Könnten für den Fall, dass der Hangar nicht mehr verfügbar ist, andere, ähnliche Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden?</p>
  • Will der Bund Solar Impulse unterstützen?
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Das Abenteuer Solar Impulse begann mit einer Studie der ETH Lausanne (ETHL) zu einem Solarflugzeug, das in der Lage ist, Tag und Nacht zu fliegen, ohne auf Treibstoff angewiesen zu sein. Diese Studie hat Begeisterung ausgelöst, und die Schweiz konnte sich damit als Standort für die Entwicklung zukunftsweisender Technologien profilieren. Der Atomausstiegsentscheid von Bundesrat und Parlament hat die Notwendigkeit der Suche nach innovativen Ideen im Energiebereich akzentuiert.</p><p>Solar Impulse passt gut in die neue Energiepolitik der Schweiz. Das Projekt geniesst den wissenschaftlichen Support der ETHL. Doch zeigt sich, dass in der Krise die Unterstützung durch die Sponsoren Grenzen hat und weitere Hilfe nötig ist. Seit 2007 hat das VBS gehandelt, umsichtig und zielgerichtet, und hat auf dem Flugplatz Dübendorf für drei Jahre einen Hangar und andere Einrichtungen kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Solarflugtechnik konnte dank dieser Hilfe Riesenfortschritte machen, und es konnten mehrere Weltrekorde aufgestellt werden; damit konnte unter Beweis gestellt werden, dass Cleantech eine grosse Zukunft hat.</p><p>Jetzt aber, wo das Projekt mit der Konstruktion des zweiten Prototyps und mit dem Versuch von Langstreckenflügen in eine entscheidende Phase tritt, scheint fraglich, ob das VBS die Einrichtungen in Dübendorf weiterhin kostenlos zur Verfügung stellen will. Die neuerlich verlangte Miete ist beträchtlich und könnte das Projekt ernsthaft gefährden oder es in die Arme anderer, generöserer Staaten treiben. Nach all den grossen Projekten und spektakulären Fortschritten würden, wenn das Abenteurer scheitern sollte, der Technologieplatz Schweiz und die ETHL alles andere als gut dastehen.</p><p>Das VBS könnte Solar Impulse noch einmal helfen, indem es dem Projekt für die entscheidende Phase der Konstruktion und der Probeflüge die gleichen Einrichtungen kostenlos zur Verfügung stellte. Diese Unterstützung würde die Finanzen des Bundes kaum empfindlich belasten, würde der Bund doch lediglich für drei Jahre auf Mieteinnahmen verzichten, während er auf der anderen Seite damit einen Beitrag leisten würde zu einem Vorzeigeprojekt für die Zukunft unseres Landes. Schliesslich sei darauf hingewiesen, dass das Projektteam sehr wohl bereit ist zu Gegenleistungen, indem es etwa in der Welt auftritt als Fürsprecher für unser Land und seine Technologiepolitik.</p>
    • <p>Im Rahmen der Unterstützung des Bundes hat das VBS dem Projekt Solar Impulse ab 2007 einen Hangar und Büroräumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Der aufgelaufene Mietwert beträgt hierfür über eine Million Franken. Im Februar 2011 hat das VBS die Möglichkeit einer Verlängerung der Mitbenutzung des Militärflugplatzes durch Solar Impulse bestätigt, aus finanzpolitischen Erwägungen jedoch eine kostendeckende Miete verlangt.</p><p>1. Der Bundesrat verfolgt das Projekt Solar Impulse seit seinem Start, und verschiedene Verwaltungseinheiten stehen seit Jahren eng mit den Initianten in Kontakt. Der Bundesrat anerkennt die grosse internationale Ausstrahlung des Projektes und legte 2008 fest, dass der Bund Solar Impulse im Rahmen seiner Möglichkeiten auf technischer, administrativer und logistischer Ebene unterstützen wird. Da das Projekt nun im Hinblick auf die 2014 geplante Weltumrundung in eine entscheidende Phase kommt, ist der Bundesrat daran zu überprüfen, welche Unterstützungsleistungen des Bundes das Projekt bis dahin benötigt und zu welchen Bedingungen. Zwecks Planungssicherheit für beide Seiten sollen die Leistungen verbindlich festgelegt werden.</p><p>2. Da Solar Impulse nicht ständig den ganzen Hangar in Dübendorf belegt, hat die Luftwaffe dort zeitweise Helikopter eingestellt. Sie hat sich dabei aber stets nach den Bedürfnissen von Solar Impulse gerichtet. Das VBS ist bereit, die damit verbundenen betrieblichen Nachteile weiterhin in Kauf zu nehmen.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>1. Ist der Bundesrat der Meinung, das Projekt Solar Impulse sei wichtig für den Ruf des Technologiestandortes Schweiz?</p><p>2. Wird der Hangar, der dem Projekt Solar Impulse früher zur Verfügung gestellt worden ist, gegenwärtig für anderes benötigt? Wenn ja: Wofür? Handelt es sich dabei um wichtige Aktivitäten? Könnten für den Fall, dass der Hangar nicht mehr verfügbar ist, andere, ähnliche Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden?</p>
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