Sicherheit in der Medikamentenversorgung
- ShortId
-
12.3426
- Id
-
20123426
- Updated
-
24.06.2025 23:37
- Language
-
de
- Title
-
Sicherheit in der Medikamentenversorgung
- AdditionalIndexing
-
2841;Bericht;Beziehung Bund-Kanton;Mangel;Spital;Medikament;Sicherung der Versorgung
- 1
-
- L05K0105030102, Medikament
- L05K0701030905, Sicherung der Versorgung
- L05K0105051101, Spital
- L03K020206, Bericht
- L07K08070102010101, Beziehung Bund-Kanton
- L05K0701030902, Mangel
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Weltweit nehmen die Versorgungsschwierigkeiten im Medikamentenbereich zu. So führen beispielsweise fehlende Vorräte, Produktions- und Lieferunterbrüche oder ungenügende Substitution zu Versorgungsengpässen in Onkologie, Pädiatrie, bei Narkosemitteln usw. Angesichts der Verknappung wichtiger Medikamente sind Bund und Kantone gefordert, ihre Strategie der Versorgungssicherheit zu überprüfen.</p>
- <p>Die Schweiz verfügt im Bereich der Arzneimittel über eine leistungsfähige Industrie und ein gut ausgebautes Vertriebs- und Abgabesystem. Dennoch ist diese insgesamt qualitativ hochstehende Versorgung der Bevölkerung bei einzelnen Arzneimittelgruppen vorübergehend oder manchmal auch längerfristig gefährdet. Dieses Phänomen ist weltweit zu beobachten. Die Ursachen dafür sind vielfältig und komplex. So können Herstellungsprobleme zu Chargenrückrufen und damit zu kurzfristigen Lieferengpässen führen. Längerfristige Versorgungslücken entstehen hingegen oft durch die Einstellung der Produktion - beispielsweise aus Rentabilitätsüberlegungen seitens der Industrie.</p><p>Regelmässig evaluiert der Bund zusammen mit den Kantonen, in deren Verantwortung die Sicherstellung der Versorgung liegt, die Versorgungslage. Eine solche Analyse führte 2006 dazu, dass im Zuge der vorgezogenen Teilrevision des Heilmittelgesetzes, erste Etappe, die Möglichkeiten für die Spitäler und Apotheken, die Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten mit Arzneimitteln sicherzustellen, nachhaltig verbessert worden sind.</p><p>Derzeit sind mehrere europäische Industrieländer von Versorgungslücken betroffen, darunter auch die Schweiz. Im Auftrag des Bundesrates sind die Verwaltungseinheiten des Bundes derzeit daran, die Kantone bei der Suche nach Lösungsmöglichkeiten zu unterstützen. Dazu gehört auch die Beobachtung der internationalen Entwicklung. Die geltende Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen wird indessen auch zukünftig bei der Sicherstellung der Arzneimittelversorgung zu berücksichtigen sein. Der Bundesrat ist bereit, das Parlament über seine Erkenntnisse in Form eines Kurzberichtes zu informieren.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird ersucht, die Versorgung mit Arzneimitteln in den Spitälern und bei weiteren Leistungserbringern in einem Kurzbericht zu analysieren. Darzustellen sind insbesondere:</p><p>1. die aktuelle Versorgungssituation in den Spitälern;</p><p>2. die geltenden rechtlichen Grundlagen des Bundes;</p><p>3. der Vollzug durch die zuständigen Behörden; und</p><p>4. die Umsetzung durch die Leistungserbringer.</p><p>Aus der Analyse sind die Problemfelder und Ursachen zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für das weitere Vorgehen abzuleiten. Insbesondere ist aufzuzeigen, wie der Bund die Kantone bei ihrer verfassungsmässigen Aufgabe, die Versorgung zu sichern, unterstützen kann. Dabei sind auch Vorteile und Nachteile eines bundeseigenen Herstellbetriebs aufzuzeigen.</p>
- Sicherheit in der Medikamentenversorgung
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Weltweit nehmen die Versorgungsschwierigkeiten im Medikamentenbereich zu. So führen beispielsweise fehlende Vorräte, Produktions- und Lieferunterbrüche oder ungenügende Substitution zu Versorgungsengpässen in Onkologie, Pädiatrie, bei Narkosemitteln usw. Angesichts der Verknappung wichtiger Medikamente sind Bund und Kantone gefordert, ihre Strategie der Versorgungssicherheit zu überprüfen.</p>
- <p>Die Schweiz verfügt im Bereich der Arzneimittel über eine leistungsfähige Industrie und ein gut ausgebautes Vertriebs- und Abgabesystem. Dennoch ist diese insgesamt qualitativ hochstehende Versorgung der Bevölkerung bei einzelnen Arzneimittelgruppen vorübergehend oder manchmal auch längerfristig gefährdet. Dieses Phänomen ist weltweit zu beobachten. Die Ursachen dafür sind vielfältig und komplex. So können Herstellungsprobleme zu Chargenrückrufen und damit zu kurzfristigen Lieferengpässen führen. Längerfristige Versorgungslücken entstehen hingegen oft durch die Einstellung der Produktion - beispielsweise aus Rentabilitätsüberlegungen seitens der Industrie.</p><p>Regelmässig evaluiert der Bund zusammen mit den Kantonen, in deren Verantwortung die Sicherstellung der Versorgung liegt, die Versorgungslage. Eine solche Analyse führte 2006 dazu, dass im Zuge der vorgezogenen Teilrevision des Heilmittelgesetzes, erste Etappe, die Möglichkeiten für die Spitäler und Apotheken, die Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten mit Arzneimitteln sicherzustellen, nachhaltig verbessert worden sind.</p><p>Derzeit sind mehrere europäische Industrieländer von Versorgungslücken betroffen, darunter auch die Schweiz. Im Auftrag des Bundesrates sind die Verwaltungseinheiten des Bundes derzeit daran, die Kantone bei der Suche nach Lösungsmöglichkeiten zu unterstützen. Dazu gehört auch die Beobachtung der internationalen Entwicklung. Die geltende Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen wird indessen auch zukünftig bei der Sicherstellung der Arzneimittelversorgung zu berücksichtigen sein. Der Bundesrat ist bereit, das Parlament über seine Erkenntnisse in Form eines Kurzberichtes zu informieren.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird ersucht, die Versorgung mit Arzneimitteln in den Spitälern und bei weiteren Leistungserbringern in einem Kurzbericht zu analysieren. Darzustellen sind insbesondere:</p><p>1. die aktuelle Versorgungssituation in den Spitälern;</p><p>2. die geltenden rechtlichen Grundlagen des Bundes;</p><p>3. der Vollzug durch die zuständigen Behörden; und</p><p>4. die Umsetzung durch die Leistungserbringer.</p><p>Aus der Analyse sind die Problemfelder und Ursachen zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für das weitere Vorgehen abzuleiten. Insbesondere ist aufzuzeigen, wie der Bund die Kantone bei ihrer verfassungsmässigen Aufgabe, die Versorgung zu sichern, unterstützen kann. Dabei sind auch Vorteile und Nachteile eines bundeseigenen Herstellbetriebs aufzuzeigen.</p>
- Sicherheit in der Medikamentenversorgung
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