Wenn Väter sich für die Familie engagieren, gefährden sie ihre Gesundheit

ShortId
12.3478
Id
20123478
Updated
27.07.2023 21:55
Language
de
Title
Wenn Väter sich für die Familie engagieren, gefährden sie ihre Gesundheit
AdditionalIndexing
28;2841;flexible Arbeitszeit;Geburt;Gesundheitsrisiko;Schutz der Familie;Vaterschaftsurlaub;Eltern
1
  • L06K010703040102, Geburt
  • L05K0104030102, Vaterschaftsurlaub
  • L05K0103030401, Schutz der Familie
  • L04K01030301, Eltern
  • L04K01050510, Gesundheitsrisiko
  • L06K070205030205, flexible Arbeitszeit
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Es ist offensichtlich, dass immer mehr Väter auch zu Hause Verantwortung in ihrer Elternschaft übernehmen. Diese neue Rollenverteilung entspricht einer gesellschaftlichen Entwicklung der gleichen Rechte und Pflichten, unabhängig von Mutter- bzw. Vaterschaft. Nach heutigem Recht steht aber nur der Mutter ein bezahlter Mutterschaftsurlaub von mindestens 14 Wochen zu, wobei sie die ersten acht Wochen nach der Geburt nicht beschäftigt werden darf. Dem Vater steht eine Auszeit von einem Tag zugut, analog zu einem Arztbesuch. Durch die immer kürzeren Hospitalisationszeiten der Wöchnerinnen wird die Lage in der Familie immer prekärer. Die Mutter ist nach der Geburt bereits früh zu Hause, aber nur reduziert belastbar und erholungsbedürftig. Der Vater nimmt sich die nötige Auszeit zur Unterstützung der Familie auf Kosten seiner Frei- und Ferienzeit, unter Gefährdung seiner Gesundheit und mit dem Risiko, am Arbeitsplatz ebenfalls nur noch reduziert belastbar zu sein wegen der fehlenden Erholungszeit. Neue Lösungsansätze sind deshalb gefragt.</p>
  • <p>Der Bundesrat hat sich schon bei der Beantwortung des Postulates Fetz 11.3492, "Freiwillige Elternzeit und Familienvorsorge", bereiterklärt, eine Auslegeordnung der verschiedenen Modelle eines Elternurlaubes (dazu gehört auch der Vaterschaftsurlaub) vorzunehmen, diese miteinander zu vergleichen und in einem Bericht deren Vor- und Nachteile aufzuzeigen. In diesem Rahmen kann auch dem Anliegen des vorliegenden Postulates Rechnung getragen werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht Lösungen aufzuzeigen, wie das familiäre Engagement der Väter konkretisiert werden kann, in Vereinbarkeit mit der Berufstätigkeit, insbesondere in der sensiblen Zeit nach der Geburt, in der seine Partnerin von Gesetzes wegen nicht arbeitstätig sein darf. Der Bericht thematisiert insbesondere die Gefährdung der väterlichen Gesundheit, wenn neben der vollen Arbeitstätigkeit Entlastungsaufgaben in der Familie durch die Väter übernommen werden. Er zeigt Lösungsmöglichkeiten und Arbeitsmodelle auf, die eine Kombination von Familienarbeit und beruflicher Tätigkeit zulassen unter Erhaltung der väterlichen Gesundheit und Gewährleistung der wirtschaftlichen Sicherheit der Familie.</p>
  • Wenn Väter sich für die Familie engagieren, gefährden sie ihre Gesundheit
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Es ist offensichtlich, dass immer mehr Väter auch zu Hause Verantwortung in ihrer Elternschaft übernehmen. Diese neue Rollenverteilung entspricht einer gesellschaftlichen Entwicklung der gleichen Rechte und Pflichten, unabhängig von Mutter- bzw. Vaterschaft. Nach heutigem Recht steht aber nur der Mutter ein bezahlter Mutterschaftsurlaub von mindestens 14 Wochen zu, wobei sie die ersten acht Wochen nach der Geburt nicht beschäftigt werden darf. Dem Vater steht eine Auszeit von einem Tag zugut, analog zu einem Arztbesuch. Durch die immer kürzeren Hospitalisationszeiten der Wöchnerinnen wird die Lage in der Familie immer prekärer. Die Mutter ist nach der Geburt bereits früh zu Hause, aber nur reduziert belastbar und erholungsbedürftig. Der Vater nimmt sich die nötige Auszeit zur Unterstützung der Familie auf Kosten seiner Frei- und Ferienzeit, unter Gefährdung seiner Gesundheit und mit dem Risiko, am Arbeitsplatz ebenfalls nur noch reduziert belastbar zu sein wegen der fehlenden Erholungszeit. Neue Lösungsansätze sind deshalb gefragt.</p>
    • <p>Der Bundesrat hat sich schon bei der Beantwortung des Postulates Fetz 11.3492, "Freiwillige Elternzeit und Familienvorsorge", bereiterklärt, eine Auslegeordnung der verschiedenen Modelle eines Elternurlaubes (dazu gehört auch der Vaterschaftsurlaub) vorzunehmen, diese miteinander zu vergleichen und in einem Bericht deren Vor- und Nachteile aufzuzeigen. In diesem Rahmen kann auch dem Anliegen des vorliegenden Postulates Rechnung getragen werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht Lösungen aufzuzeigen, wie das familiäre Engagement der Väter konkretisiert werden kann, in Vereinbarkeit mit der Berufstätigkeit, insbesondere in der sensiblen Zeit nach der Geburt, in der seine Partnerin von Gesetzes wegen nicht arbeitstätig sein darf. Der Bericht thematisiert insbesondere die Gefährdung der väterlichen Gesundheit, wenn neben der vollen Arbeitstätigkeit Entlastungsaufgaben in der Familie durch die Väter übernommen werden. Er zeigt Lösungsmöglichkeiten und Arbeitsmodelle auf, die eine Kombination von Familienarbeit und beruflicher Tätigkeit zulassen unter Erhaltung der väterlichen Gesundheit und Gewährleistung der wirtschaftlichen Sicherheit der Familie.</p>
    • Wenn Väter sich für die Familie engagieren, gefährden sie ihre Gesundheit

Back to List