Stärkung der Forschung für die ökologische Land- und Ernährungswirtschaft

ShortId
12.3555
Id
20123555
Updated
24.06.2025 23:52
Language
de
Title
Stärkung der Forschung für die ökologische Land- und Ernährungswirtschaft
AdditionalIndexing
55;Agrarforschung;landwirtschaftliche Forschungsanstalten;biologische Landwirtschaft;Agrarproduktion und Agrarstrukturen;gemischtwirtschaftliches System
1
  • L05K1401030201, Agrarforschung
  • L05K1401020201, biologische Landwirtschaft
  • L03K140104, Agrarproduktion und Agrarstrukturen
  • L05K0804060203, landwirtschaftliche Forschungsanstalten
  • L05K0704060103, gemischtwirtschaftliches System
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>1. Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) hat im April 2010 die Steuerung der Agrarforschung in der Schweiz analysiert. Nebst der Erarbeitung einer Gesamtvision wurde von der EFK insbesondere auch empfohlen, ein Konzept für alle Akteure der landwirtschaftlichen Forschung zu erstellen, finanzielle Empfehlungen pro Forschungsgebiet abzugeben sowie eine Strategie und Anreizsysteme zu entwickeln, damit mehr Drittmittel akquiriert werden können. Dieser Vorstoss soll Klarheit für den Biobereich schaffen.</p><p>2. Ein Teil der Agrarforschung soll so fokussiert werden, dass die wichtige Rolle des Biolandbaus bei der Qualitätsstrategie optimal unterstützt wird. Die Schweiz ist dank Agroscope und Fibl hervorragend positioniert bei der Bioforschung. Weiteres Wissen ist notwendig, z. B. für ökologische Intensivierung der Produktion, Anpassung an die Klimaerwärmung, graslandbasierte Fütterung, Züchtung für ökologische Produktionsformen usw.</p><p>3. Das Fibl ist das Pionierinstitut des Biolandbaus und mit 140 Mitarbeitenden europaweit führend. Seine Spezialität ist die Nähe zu den Biobetrieben, auf welchen ein Teil der Praxisforschung stattfindet. Aus jedem Bundesfranken werden etwa 4 Franken an Drittmitteln generiert. Die bewährte PPP ist historisch gewachsen und benötigt eine neue rechtliche und finanzielle Basis. Diese Basis soll verhindern, dass dieser Multiplikatoreffekt verlorengeht.</p>
  • <p>Der Bundesrat befürwortet die Klärung der im Postulat angesprochenen Anliegen im Rahmen eines Konzepts für die Forschung für eine ökologische Land- und Ernährungswirtschaft.</p><p>Der Bundesrat hält eine klare Aufgabenteilung zwischen Agroscope und Fibl für wichtig. Er beauftragt das BLW, diese Aufgabenteilung namentlich in den jeweiligen Leistungsaufträgen bzw. Verträgen an Agroscope bzw. an das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl) festzuschreiben.</p><p>Es soll im Konzept geprüft werden, ob der finanzielle Rahmen im Rahmen der Public Private Partnership (PPP) mit dem Fibl schrittweise erweitert werden kann. Dies setzt allerdings einen entsprechenden Aufgabenbeschrieb voraus. </p><p>Es soll im Konzept geprüft werden, ob:</p><p>a. eine PPP mit dem Fibl zweckmässig ist;</p><p>b. eine PPP mit dem Fibl in der Verordnung über die landwirtschaftliche Forschung (VLF) rechtlich verankert werden kann. </p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Im Sinne der angestrebten Qualitätsstrategie beauftragen wir den Bundesrat, folgende Punkte mit einem Konzept für die Forschung für die ökologische Land- und Ernährungswirtschaft aufzuzeigen:</p><p>1. eine klare Aufgabenteilung zwischen den Instituten im Bereich der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft im Sinne einer Gesamtvision und abgestimmt auf die gesamte landwirtschaftliche Forschung; der finanzielle Rahmen der Aufgabenteilung soll einerseits der heutige finanzielle Rahmen im Bereich der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft an Agroscope, andererseits eine Public Private Partnership (PPP) in der Höhe von mindestens 10 Millionen Franken jährlich mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl) in Frick sein (Eingliederung in die Staatsrechnung z. B. unter "708 Bundesamt für Landwirtschaft, Verwaltung");</p><p>2. die rechtliche Verankerung der PPP mit dem Fibl, z. B. in der Verordnung über die landwirtschaftliche Forschung;</p><p>3. Vorschläge zur Kompensation der Mehrkosten.</p>
  • Stärkung der Forschung für die ökologische Land- und Ernährungswirtschaft
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>1. Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) hat im April 2010 die Steuerung der Agrarforschung in der Schweiz analysiert. Nebst der Erarbeitung einer Gesamtvision wurde von der EFK insbesondere auch empfohlen, ein Konzept für alle Akteure der landwirtschaftlichen Forschung zu erstellen, finanzielle Empfehlungen pro Forschungsgebiet abzugeben sowie eine Strategie und Anreizsysteme zu entwickeln, damit mehr Drittmittel akquiriert werden können. Dieser Vorstoss soll Klarheit für den Biobereich schaffen.</p><p>2. Ein Teil der Agrarforschung soll so fokussiert werden, dass die wichtige Rolle des Biolandbaus bei der Qualitätsstrategie optimal unterstützt wird. Die Schweiz ist dank Agroscope und Fibl hervorragend positioniert bei der Bioforschung. Weiteres Wissen ist notwendig, z. B. für ökologische Intensivierung der Produktion, Anpassung an die Klimaerwärmung, graslandbasierte Fütterung, Züchtung für ökologische Produktionsformen usw.</p><p>3. Das Fibl ist das Pionierinstitut des Biolandbaus und mit 140 Mitarbeitenden europaweit führend. Seine Spezialität ist die Nähe zu den Biobetrieben, auf welchen ein Teil der Praxisforschung stattfindet. Aus jedem Bundesfranken werden etwa 4 Franken an Drittmitteln generiert. Die bewährte PPP ist historisch gewachsen und benötigt eine neue rechtliche und finanzielle Basis. Diese Basis soll verhindern, dass dieser Multiplikatoreffekt verlorengeht.</p>
    • <p>Der Bundesrat befürwortet die Klärung der im Postulat angesprochenen Anliegen im Rahmen eines Konzepts für die Forschung für eine ökologische Land- und Ernährungswirtschaft.</p><p>Der Bundesrat hält eine klare Aufgabenteilung zwischen Agroscope und Fibl für wichtig. Er beauftragt das BLW, diese Aufgabenteilung namentlich in den jeweiligen Leistungsaufträgen bzw. Verträgen an Agroscope bzw. an das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl) festzuschreiben.</p><p>Es soll im Konzept geprüft werden, ob der finanzielle Rahmen im Rahmen der Public Private Partnership (PPP) mit dem Fibl schrittweise erweitert werden kann. Dies setzt allerdings einen entsprechenden Aufgabenbeschrieb voraus. </p><p>Es soll im Konzept geprüft werden, ob:</p><p>a. eine PPP mit dem Fibl zweckmässig ist;</p><p>b. eine PPP mit dem Fibl in der Verordnung über die landwirtschaftliche Forschung (VLF) rechtlich verankert werden kann. </p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Im Sinne der angestrebten Qualitätsstrategie beauftragen wir den Bundesrat, folgende Punkte mit einem Konzept für die Forschung für die ökologische Land- und Ernährungswirtschaft aufzuzeigen:</p><p>1. eine klare Aufgabenteilung zwischen den Instituten im Bereich der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft im Sinne einer Gesamtvision und abgestimmt auf die gesamte landwirtschaftliche Forschung; der finanzielle Rahmen der Aufgabenteilung soll einerseits der heutige finanzielle Rahmen im Bereich der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft an Agroscope, andererseits eine Public Private Partnership (PPP) in der Höhe von mindestens 10 Millionen Franken jährlich mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl) in Frick sein (Eingliederung in die Staatsrechnung z. B. unter "708 Bundesamt für Landwirtschaft, Verwaltung");</p><p>2. die rechtliche Verankerung der PPP mit dem Fibl, z. B. in der Verordnung über die landwirtschaftliche Forschung;</p><p>3. Vorschläge zur Kompensation der Mehrkosten.</p>
    • Stärkung der Forschung für die ökologische Land- und Ernährungswirtschaft

Back to List