Eine Mutterkuh soll einer Grossvieheinheit entsprechen
- ShortId
-
12.3559
- Id
-
20123559
- Updated
-
24.06.2025 23:30
- Language
-
de
- Title
-
Eine Mutterkuh soll einer Grossvieheinheit entsprechen
- AdditionalIndexing
-
55;Milchkuh;Mutterkuh;Gleichbehandlung;Vieheinheit
- 1
-
- L07K14010801010302, Mutterkuh
- L05K1401080105, Vieheinheit
- L07K14010801010301, Milchkuh
- L04K05020303, Gleichbehandlung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Eine gemolkene Kuh zählt heute 1 GVE, eine Mutterkuh hingegen nur 0,8. Für Mutterkühe werden dementsprechend im Vergleich zu gemolkenen Kühen nur 80 Prozent der tierbezogenen Beiträge ausbezahlt. Das ist unverständlich. Identische Tiere (z. B. Kühe der Rassen Simmental, Original-Braunvieh, Grauvieh, Hinterwälder) werden je nach Betriebsrichtung mit 1 oder 0,8 GVE bewertet. Die gleiche Kuh gilt im Melkbetrieb 1 GVE, wenn sie an einen Mutterkuhbetrieb verkauft wird, gilt sie aber nur 0,8 GVE.</p><p>Für die Einhaltung von Raus und BTS entstehen pro Mutterkuh gleich hohe Kosten wie für gemolkene Kühe. Die Abmessungen für Fress-, Liege- und Laufhofflächen sind identisch. Hinzu kommt, dass sich der GVE-Ansatz von einem produktionstechnischen zu einem agrarpolitischen Faktor gewandelt hat. Für alle Milchkühe zählt unabhängig vom Phänotyp, vom Futterverzehr oder Leistungspotenzial der gleiche Faktor, nämlich 1 GVE.</p><p>Gemolkene Kühe produzieren wertvolle Milch für die Ernährung unserer Bevölkerung, die Kälber aus Mutterkuhhaltung liefern hochwertiges Fleisch. Beide Produktionszweige sind wichtig für die menschliche Ernährung. Die Schweiz ist ein Grasland. Sowohl Milchkühe als auch Mutterkühe verwerten einheimisches Futter in idealer Weise und tragen dazu bei, die Kulturlandschaft offen zu halten. Auch aus diesem Grund ist es nicht verständlich, unterschiedliche GVE-Ansätze anzuwenden. Der Bund darf nachfrageorientierte Produkteentwicklungen nicht durch Ungleichbehandlung behindern. Der finanzielle Mehraufwand für den Bund wäre gemäss Botschaft zur Agrarpolitik 2014-2017 mit rund 5 Millionen Franken bescheiden.</p>
- <p>Der Bundesrat ist bereit, im Rahmen der Ausführungsbestimmungen zur Agrarpolitik 2014-2017 die GVE-Faktoren zu überprüfen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, den GVE-Ansatz für Mutterkühe analog dem der gemolkenen Kühe auf eine Grossvieheinheit (GVE) pro Mutterkuh heraufzusetzen.</p>
- Eine Mutterkuh soll einer Grossvieheinheit entsprechen
- State
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Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
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- Index
- 0
- Texts
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- <p>Eine gemolkene Kuh zählt heute 1 GVE, eine Mutterkuh hingegen nur 0,8. Für Mutterkühe werden dementsprechend im Vergleich zu gemolkenen Kühen nur 80 Prozent der tierbezogenen Beiträge ausbezahlt. Das ist unverständlich. Identische Tiere (z. B. Kühe der Rassen Simmental, Original-Braunvieh, Grauvieh, Hinterwälder) werden je nach Betriebsrichtung mit 1 oder 0,8 GVE bewertet. Die gleiche Kuh gilt im Melkbetrieb 1 GVE, wenn sie an einen Mutterkuhbetrieb verkauft wird, gilt sie aber nur 0,8 GVE.</p><p>Für die Einhaltung von Raus und BTS entstehen pro Mutterkuh gleich hohe Kosten wie für gemolkene Kühe. Die Abmessungen für Fress-, Liege- und Laufhofflächen sind identisch. Hinzu kommt, dass sich der GVE-Ansatz von einem produktionstechnischen zu einem agrarpolitischen Faktor gewandelt hat. Für alle Milchkühe zählt unabhängig vom Phänotyp, vom Futterverzehr oder Leistungspotenzial der gleiche Faktor, nämlich 1 GVE.</p><p>Gemolkene Kühe produzieren wertvolle Milch für die Ernährung unserer Bevölkerung, die Kälber aus Mutterkuhhaltung liefern hochwertiges Fleisch. Beide Produktionszweige sind wichtig für die menschliche Ernährung. Die Schweiz ist ein Grasland. Sowohl Milchkühe als auch Mutterkühe verwerten einheimisches Futter in idealer Weise und tragen dazu bei, die Kulturlandschaft offen zu halten. Auch aus diesem Grund ist es nicht verständlich, unterschiedliche GVE-Ansätze anzuwenden. Der Bund darf nachfrageorientierte Produkteentwicklungen nicht durch Ungleichbehandlung behindern. Der finanzielle Mehraufwand für den Bund wäre gemäss Botschaft zur Agrarpolitik 2014-2017 mit rund 5 Millionen Franken bescheiden.</p>
- <p>Der Bundesrat ist bereit, im Rahmen der Ausführungsbestimmungen zur Agrarpolitik 2014-2017 die GVE-Faktoren zu überprüfen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, den GVE-Ansatz für Mutterkühe analog dem der gemolkenen Kühe auf eine Grossvieheinheit (GVE) pro Mutterkuh heraufzusetzen.</p>
- Eine Mutterkuh soll einer Grossvieheinheit entsprechen
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